Doch keine Wärmepumpe in Einfamilienhaus?

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Zuletzt aktualisiert 05.12.2022
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B

Bauqualle

die Erstellungskosten der Sonnennutzung liegen im 6-stelligen Bereich.
.. das ist genau der Punkt ... und wenn man dann diesen 6-stelligen Finanzierungsbetrag als Kredit und Tilgung abzahlen muß, zusätzlich Wartungs- und Betriebskosten, dann kann man sich ja mal ausrechnen wo und wie eine solche Kosten- Nutzungsrechnung dann am Schluß aussieht ...
 
W

Wegener SV

Guten Tag vor 1,5 Jahren habe ich eine Energieberatung für ein Häuschen aus den 1950 er Jahren gemacht, eigentlich ist dass Haus eine Katastrophe. Die Luftschicht auszublasen endete bei den Berechnungen immer mit "abgesoffenen Wänden", also musste ein anderer Weg her.
Also habe ich dort folgende Maßnahmen geplant.
-Heizkörpernischen zumauern
-Rollladenkästen dämmen
-Fenster getauscht jetzt U-Wert 1,2 (damit die schlechter gedämmt sind als die Wände)
-Dach und oberste Geschoßdecke gedämmt
-Kellerdecke gedämmt
-Heizkörper und Rohre erneuert
-Solaruntersützung für Heizung und Brauchwasser auf das Dach
-vorhandenen Kamin mit einem wassergeführtem Einsatz versehen (theoretischer Wirkungsgrad 84 %)
-eine winzige Gasheizung
-einen großen Speicher
Die Kfw hat das Projekt über das 152 durchgewunken und der Kunde hat seinen günstigen Kredit bekommen.
Der Kunde ist hochzufrieden, die Gasheizung läuft fast gar nicht, nur an Tagen wo keine Sonne scheint und keiner Zeit hat den Kamin zu heizen.

Gruß Jürgen

Damit will ich sagen, die Idee deines Architekten funktioniert gut. Dagegen braucht so eine Wärmepumpe natürlich recht viel Strom.
 

€uro

....-vorhandenen Kamin mit einem wassergeführtem Einsatz versehen (theoretischer Wirkungsgrad 84 %)
Ein Wirkungsgrad ist stets leistungsbezogen und lediglich eine Labor-Momentaufnahme, mehr nicht. Wird gern für Werbezwecke mißbraucht. Ausschlaggebend ist die WE Aufwandszahl, da vom Betrieber Energie und nicht Leistung zu bezahlen ist!
...Die Kfw hat das Projekt über das 152 durchgewunken...
Das heißt doch nur, dass deren Anforderungen/Bedingungen auf dem Papier eingehalten wurden. Eine tatsächliche Wirtschaftlichkeit für den Betrieber lässt sich hieraus jedoch nicht ableiten. Da stehen andere Interessenlagen im Vordergrund ;-) Zudem ist ein niedriger Zins wohl kaum ein Synonym für Wirtschaftlichkeit, allein eine zwangsweise, anfängliche Tilgungsfreiheit erhöht den Gesamtaufwand einer Finanzierung, zumal bei durch die Anforderungen mitunter weit überzogenen Investitionen.
Wenn man es sich einfach macht, glaubt man allerdings blind an Wohltäter;-)
...Dagegen braucht so eine Wärmepumpe natürlich recht viel Strom.
Wenn man zuvor den Bedarf senkt, verbraucht jeder WE weniger! ;-)

v.g.
 
W

Wegener SV

Ein Wirkungsgrad ist stets leistungsbezogen und lediglich eine Labor-Momentaufnahme, mehr nicht. Wird gern für Werbezwecke mißbraucht. Ausschlaggebend ist die WE Aufwandszahl, da vom Betrieber Energie und nicht Leistung zu bezahlen ist!
Das heißt doch nur, dass deren Anforderungen/Bedingungen auf dem Papier eingehalten wurden. Eine tatsächliche Wirtschaftlichkeit für den Betrieber lässt sich hieraus jedoch nicht ableiten. Da stehen andere Interessenlagen im Vordergrund ;-) Zudem ist ein niedriger Zins wohl kaum ein Synonym für Wirtschaftlichkeit, allein eine zwangsweise, anfängliche Tilgungsfreiheit erhöht den Gesamtaufwand einer Finanzierung, zumal bei durch die Anforderungen mitunter weit überzogenen Investitionen.
Wenn man es sich einfach macht, glaubt man allerdings blind an Wohltäter;-)
Wenn man zuvor den Bedarf senkt, verbraucht jeder WE weniger! ;-)

v.g.
zum Wirkungsgrad steht da ja auch extra und ganz deutlich "theoretischer Wirkungsgrad".

Ich bin kein Wohltäter sondern habe das gemacht was mit so eine Hütte machen kann, wenn nun der Kunde so ein Haus gekauft hat und ein bestimmtes Budget für die Sanierung hat, incl. den gewünschten KFW Darlehen, dann bin ich bestrebt das beste daraus zu machen. Hier unterscheidet man zwischen Praktiker und Theoretiker.
Hätte er mich vor dem Kauf gefragt hätte ich dem Kunden eher vom Kauf abgeraten.

Der Bedarf wurde so gut es ging gesenkt, aber eben manches war eben nicht zu machen. Daher wurde hier auf die Sonne und Holz gesetzt.
Speziell hat der Kunde auch die Möglichkeit günstig an Holz zu kommen.

Der Kunde ist zufrieden, die Gasheizung läuft fast nie. Von daher denke ich, dass ich nicht ganz viel Falsch gemacht habe.

Zum Thema; wenn man nun noch ein Haus hat, dass nach heutigem Standard gedämmt ist, funktioniert das System. Das war das was gefragt wurde

Eine Luft Wärmepumpe rechnet der durchschnittliche Gebäudetechnik Fachbetrieb mit 1 KW Strom rein 2 KW Wärmeleistung raus - zumindest die, die ich kenne. Ok das kann man viel oder wenig finden, persönlich finde ich eine Luftwärmepumpe nicht so toll.

Und zum Schluss, ich habe sicherlich nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen und lerne gern jeden Tag dazu.


Schönen Gruß aus dem schönen Tecklenburger Land

Jürgen Wegener
 

€uro

...Ich bin kein Wohltäter ...
Adressat waren Andere!
.. Hier unterscheidet man zwischen Praktiker und Theoretiker. ...
Als Gutachter bin ich keinesfalls Theoretiker, wenn das gemeint war. Im Gegenteil, die aus Praxisanlagen gewonnenen Erkenntnisse finden bei meinen Planungen Berücksichtigung!
.. ..Der Kunde ist zufrieden, die Gasheizung läuft fast nie. Von daher denke ich, dass ich nicht ganz viel Falsch gemacht habe.
Wenn ein Kunde zufrieden ist, Vergleichsmöglichkeiten fehlen, sollte man daran nicht rühren! ;-) Wenn eine Gasheizung fast nie läuft, wäre die Frage nach deren Existenzberechtigung zu stellen ;-) Niemand schafft Etwas an, um es nicht oder nur wenig zu benutzen! Zunächst optimiert man Vorhandenes, ehe man zusätzlichen, z.T. unwirtschaftlichen Aufwand betreibt. Diese Abgrenzung gelingt Laien meist nicht, Verkäufer raten naturgemäß zu zusätzlichem Invest ;-) Ein Schelm, wer hierbei Böses denkt ;-)
.. wenn man nun noch ein Haus hat, dass nach heutigem Standard gedämmt ist, funktioniert das System.
Rein "Funktionieren" oder lediglich "warm machen" könnte man fast Allem zuschreiben. Das ist Heute, infolge der inzwischen hohen Investkosten eindeutig zu wenig. Hoher Invest muß nachhaltige Verbrauchskosteneinsparungen mit sich bringen. nicht auf dem Papier, sondern in der Realität. Hier trennen sich dann meist die Wege der Verkäufer von den der Fachkompetenten.
...Eine Luft Wärmepumpe rechnet der durchschnittliche Gebäudetechnik Fachbetrieb mit 1 KW Strom rein 2 KW Wärmeleistung raus - zumindest die, die ich kenne.
Ob das "Fachbetriebe" sind, würde ich mal stark bezweifeln. Vermutlich verkaufen die nur Öl-, Gas-, Pellets-.. Gut geplante LWP-Anlagen erreichen JAZ ~ 3,5, reichen hiermit an Soleanlagen mit JAZ ~ 4,5..4,7 zwar nicht heran, jedoch benötigt man hierfür keine zusätzlichen Kosten für die Quellenerschließung.
... Ok das kann man viel oder wenig finden, persönlich finde ich eine Luftwärmepumpe nicht so toll.
Persönliche Empfindungen sind subjektiv, keinesfalls objektiv. Daher kaum ein geeigneter, unabhängiger Ratgeber. Hier zählen lediglich Fakten- nicht das eigene, sicherlich wohlgemeinte, Befinden.
..ich habe sicherlich nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen und lerne gern jeden Tag dazu.
Gleiches gilt für mich, jede Messung und Untersuchung in Praxisanlagen verhilft zum Erkenntnisgewinn für künftige Projekte!

v.g.
 
W

Wegener SV

Adressat waren Andere!
Als Gutachter bin ich keinesfalls Theoretiker, wenn das gemeint war. Im Gegenteil, die aus Praxisanlagen gewonnenen Erkenntnisse finden bei meinen Planungen Berücksichtigung!
Wenn ein Kunde zufrieden ist, Vergleichsmöglichkeiten fehlen, sollte man daran nicht rühren! ;-) Wenn eine Gasheizung fast nie läuft, wäre die Frage nach deren Existenzberechtigung zu stellen ;-) Niemand schafft Etwas an, um es nicht oder nur wenig zu benutzen! Zunächst optimiert man Vorhandenes, ehe man zusätzlichen, z.T. unwirtschaftlichen Aufwand betreibt. Diese Abgrenzung gelingt Laien meist nicht, Verkäufer raten naturgemäß zu zusätzlichem Invest ;-) Ein Schelm, wer hierbei Böses denkt ;-)
Rein "Funktionieren" oder lediglich "warm machen" könnte man fast Allem zuschreiben. Das ist Heute, infolge der inzwischen hohen Investkosten eindeutig zu wenig. Hoher Invest muß nachhaltige Verbrauchskosteneinsparungen mit sich bringen. nicht auf dem Papier, sondern in der Realität. Hier trennen sich dann meist die Wege der Verkäufer von den der Fachkompetenten.
Ob das "Fachbetriebe" sind, würde ich mal stark bezweifeln. Vermutlich verkaufen die nur Öl-, Gas-, Pellets-.. Gut geplante LWP-Anlagen erreichen JAZ ~ 3,5, reichen hiermit an Soleanlagen mit JAZ ~ 4,5..4,7 zwar nicht heran, jedoch benötigt man hierfür keine zusätzlichen Kosten für die Quellenerschließung.

Persönliche Empfindungen sind subjektiv, keinesfalls objektiv. Daher kaum ein geeigneter, unabhängiger Ratgeber. Hier zählen lediglich Fakten- nicht das eigene, sicherlich wohlgemeinte, Befinden.
Gleiches gilt für mich, jede Messung und Untersuchung in Praxisanlagen verhilft zum Erkenntnisgewinn für künftige Projekte!

v.g.
€uro, Sie sind mir ja einer! Was Sie von sich geben ist am Thema vorbei, aber egal ich bin böse und blöd und Sie der Held.
Eine sachliche Diskussion mit Ihnen erscheint mir sinnlos.
Werde mich nun nicht weiter an der Diskussion beteiligen, da ich wichtigeres zu tun habe.

Viel Spaß noch, Herr Sachverständiger €uro.

Gruß Jürgen Wegener
 
Zuletzt aktualisiert 05.12.2022
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