Kostenplanung für die Erdarbeiten

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Zuletzt aktualisiert 19.04.2024
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H

Hafenstraße

Lektion 1: Niemand kümmert sich um irgendwas!
Wenn du irgendwo das Gefühl hast, dass etwas ungeplant oder nicht abgestimmt ist, dann ist das auch so.
Frage immer nach, erzwinge immer eine Klärung!
Auch wenn dein Bauleiter 100 Häuser im Jahr baut, er wird immer wieder Dinge nicht geplant oder nicht abgesprochen haben. Du bist wirklich der einzige auf den du dich beim Bau verlassen darfst.

Und es wird sich kein anderer darüber Gedanken machen!
Leider klingt das aller sehr negativ und deutlich pessimistischer, als man sich das "Häusle bauen" immer vorgestellt hat. Aber letztendlich hast Du vollkommen Recht! Niemand wird in dem Haus wohnen müssen, außer uns, und so behandelt man uns auch.

Aber ganz so naiv war es auch gar nicht gemeint. Es muss nun erst mal der Bodengutachter aufs Grundstück, dann der Tiefbauer (der in meinem Fall eher ein "Hochbauer" ist...) und dann darf der Haushersteller die Planungen für die Bodenplatte vornehmen. Das muss ja auch noch abgestimmt werden mit den Versorgern, die ihre eigenen Tiefbauer haben, um uns (Ab-)Wasser und Strom ans Haus zu bringen. Das wird auf jeden Fall noch spaßig!
 
N

netuser

Leider klingt das aller sehr negativ und deutlich pessimistischer, als man sich das "Häusle bauen" immer vorgestellt hat. Aber letztendlich hast Du vollkommen Recht! Niemand wird in dem Haus wohnen müssen, außer uns, und so behandelt man uns auch.

Aber ganz so naiv war es auch gar nicht gemeint. Es muss nun erst mal der Bodengutachter aufs Grundstück, dann der Tiefbauer (der in meinem Fall eher ein "Hochbauer" ist...) und dann darf der Haushersteller die Planungen für die Bodenplatte vornehmen. Das muss ja auch noch abgestimmt werden mit den Versorgern, die ihre eigenen Tiefbauer haben, um uns (Ab-)Wasser und Strom ans Haus zu bringen. Das wird auf jeden Fall noch spaßig!
Das Ganze ist zwar nicht naiv auf leichte Schulter zu nehmen, aber mach dich nun nicht verrückt und sieh das nicht alles schwarz.
Du machst dir bereits Gedanken und kümmerst dich drum. Am Ende wirst du hoffentlich sagen können, dass es doch einfacher als gedacht gewesen ist.

Zumindest ging es mir persönlich so und ich habe mich vorher auch über die vielen unklaren Details, gerade mit Vermessern und Tiefbauern geärgert bzw. Sorgen gemacht. Während bzw. nach der Ausführung, war es alles "halb so schlimm" und gut bzw. einfacher als gedacht gelaufen.

Du hast mit Weberhaus auch einen vernünftigen Partner an der Seite, so dass hier schon mal gute Voraussetzungen geschaffen wurden, dass sie doch auch ein wenig mitdenken und dich nicht komplett im Regen stehen lassen ;)

Also, die Vorgaben verstehen und selbst Angebote einholen. Dann klappt das schon.
 
H

Hafenstraße

Zuerst wird auf das Niveau der Bodenplatte aufgefüllt, verdichtet und Feinplanum gezogen.
Dann kommt dein Hausbauer bzw. seine Bagger, schaufeln wieder die 80 cm aus und legen die seitlich ab.
Super, da sind wir uns ja schon mal einig :D So hatte ichs mir auch vorgestellt (s.o.)

Bei der Gebührenordnung der Stadt kann man natürlich nichts machen.
Dass ein Baugrundgutachten so viel mehr kosten wird, glaube ich nicht. Ebenso der Vermesser dürfte nicht so viel kosten...
1. Vergleichen lohnt sich
2. Beim Vermesser erkundige dich, ob ein "amtlicher Lageplan" angeboten wurde bzw. erforderlich ist! Dieser ist oft NICHT erforderlich, wird aber angeboten und ist deutlich teurer.
Ich bin quasi in deiner Nachbarschaft und kann dir einen sehr fähigen und "kostengünstigen" Vermesser aus der Region empfehlen.
Genau, da kann man nichts machen. Aber man kann zumindest mal den Kunden darauf hinweisen, dass es da sowas gibt. Ich persönlich wusste das nicht, da ich noch nie mit Bauen in Berührung gekommen bin. Was spricht dagegen, dass der Architekt mich darauf hinweist, das mal nachzufragen im Rahmen der Kalkulation. Eigentlich nichts, er hat sich aber dafür entschieden, einfach 500 Euro zu nennen, auf die wir uns dann zweifellos verlassen haben. Ähnliches gilt für den Vermesser. Ich habe bereits selbst Vermesser um Angebote gebeten (wofür ich meinen Bauleiter eigentlich sehr gut entlohne), die dann auch etwas günstiger waren. Aber immer noch rd. 2000 Euro über dem Planwert. Das meiste ist abhängig von Bodenrichtwert und der Hausgröße in Zusammenspiel mit HOAI und Gebührenordnungen, also zu 0 % verhandelbar. dem zufolge hätten alle Beteiligten auch hier wissen können, dass 3000 Euro für die Vermessung eines Einfamilienhaus in einer relativ teuren NRW-Großstadt niemals reichen werden. Einen amtlichen Lageplan benötige ich übrigens lt. Aussage der Stadt, dessen Preis auch feststeht (unabhängig vom Vermesser). Nichtsdestotrotz bin ich für Tipps sehr dankbar. Hier darüber zu schreiben dürfte aber eher nicht erlaubt sein, korrekt?

Ein Hinweis nebenbei: Beim Vergleichen der Angebote der Tiefbauer achte auf die Angaben der Einheiten! Die einen bieten in Tonnen an, die anderen in Kubikmeter oder gemischt.... Da können Missverständnisse oder "Fallstricke" entstehen.
Deine genannten 22 EUR hören sich vernünftig/günstig an. Daher hatte ich quasi wirklich mit "worst case" gerechnet, denke aber, dass beim Auffüllen (deutlich) weniger in der Mischkalkulation aufgerufen werden müsste.

Übrigens: Wie erfolgt die Entwässerung des Regenwassers? Kanalisation oder auf dem Grundstück (+ Rigole)?
Ich hoffe, Du hast Recht! Wie gesagt, macht mir ein Tiefbauer ein Angebot, das im Budget liegt (oder inzwischen auch gaaaanz leicht drüber), schlage ich sofort zu. Ich möchte einfach sicher sein, dass ich am Ende nicht 20, 30.000 Euro mehr bezahlen muss.

Die Entwässerung wird oberflächennah von statten gehen. Für das Wasser vom Dach haben wir einen extra Kanalanschluss, der in eine Sickergrube außerhalb des Neubaugebietes geführt wird. Dafür kommen also noch Anschlusskosten auf uns zu, insbesondere wegen der Lage im Wasserschutzgebiet. Aus diesem Grund muss der Kanal besonders eingefasst sein.
 
WilderSueden

WilderSueden

Das muss ja auch noch abgestimmt werden mit den Versorgern, die ihre eigenen Tiefbauer haben, um uns (Ab-)Wasser und Strom ans Haus zu bringen. Das wird auf jeden Fall noch spaßig!
Lass dir gleich beim Tiefbau die Leerrohre für die Versorger reinlegen. Dann hast du da viel weniger Stress mit den Versorgern. In der Regel macht von denen auch nicht jeder wieder den Graben auf, sondern der erste macht ein Leerrohrsyste, und die anderen nutzen das.
Ein Blick in die Gebührenordnung der Stadt Duisburg reicht, um zu erfahren: die Genehmigung wird 1.500 Euro kosten. Der Vermesser arbeitet ebenfalls nach Gebührenordnung, und will 5.500 Euro haben, statt den kalkulierten 3.000 Euro. [...] Bei uns muss bisher überall drauf gezahlt werden, was uns einfach komplett (wirklich komplett!) die Vorfreude, den Stolz und aktuell den Schlaf raubt.
Bei sowas hilft nur das im Vorfeld genau zu planen und sich nicht auf Schätzungen zu verlassen. Das ist nicht passiert und das Kind liegt im Brunnen. Trotzdem würde ich dir empfehlen, möglichst schnell nochmal die Kalkulation durchzugehen und alle Posten kritisch hinterfragen. Einfach damit du weißt wieviel tatsächlich an Mehrkosten auf euch zukommen wird und im Zweifelsfall entsprechend planen kannst.
 
N

netuser

Was spricht dagegen, dass der Architekt mich darauf hinweist, das mal nachzufragen im Rahmen der Kalkulation. Eigentlich nichts, er hat sich aber dafür entschieden, einfach 500 Euro zu nennen, auf die wir uns dann zweifellos verlassen haben. Ähnliches gilt für den Vermesser. Ich habe bereits selbst Vermesser um Angebote gebeten (wofür ich meinen Bauleiter eigentlich sehr gut entlohne), die dann auch etwas günstiger waren. Aber immer noch rd. 2000 Euro über dem Planwert. Das meiste ist abhängig von Bodenrichtwert und der Hausgröße in Zusammenspiel mit HOAI und Gebührenordnungen, also zu 0 % verhandelbar. dem zufolge hätten alle Beteiligten auch hier wissen können, dass 3000 Euro für die Vermessung eines Einfamilienhaus in einer relativ teuren NRW-Großstadt niemals reichen werden. Einen amtlichen Lageplan benötige ich übrigens lt. Aussage der Stadt, dessen Preis auch feststeht (unabhängig vom Vermesser). Nichtsdestotrotz bin ich für Tipps sehr dankbar. Hier darüber zu schreiben dürfte aber eher nicht erlaubt sein, korrekt?
Grundsätzlich hast du recht, dass man oft nicht ausreichend beraten/informiert wird. Viele Variablen kann man tatsächlich schlecht im Vorfeld erfassen, bei den genannten Beispielen könnte man allerdings tatsächlich auf die Umstände und mögliche Infoquellen hinweisen...

Bezüglich "amtlicher Lageplan" rate ich dir dennoch sich genauer zu informieren, ob dieser tatsächlich gefordert wird. Ich gehe fast nicht davon aus.
Meinen Infos nach wird dieser auch nur gefordert (?) wenn Altlasten bestehen und noch kein Baugrundstück gebildet wurde. Ansonsten geht es günstiger ohne.
 
N

netuser

Lass dir gleich beim Tiefbau die Leerrohre für die Versorger reinlegen. Dann hast du da viel weniger Stress mit den Versorgern. In der Regel macht von denen auch nicht jeder wieder den Graben auf, sondern der erste macht ein Leerrohrsyste, und die anderen nutzen das.

Nee, soweit ich verstanden habe ist die MSH dabei und wird seitens Weberhaus gestellt.
Diese wird bei der Erstellung der Fundamente bzw. der Bodenplatte von denen selbst eingebaut. Mit den Versorgern an Sich wirst du da nicht unbedingt viel Stress haben, außer einer Terminfindung nach Hausstellung usw.
 
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