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Finanzierung Grundstück jetzt, Haus in 6 Monaten?

4,30 Stern(e) 3 Votes
Servus zusammen,

da wir noch keinen passenden Finanzierungsmakler gefunden haben gerade eine Idee oder Frage, die mir im Kopf rumgeistert.

Folgender Sachverhalten meiner persönlichen Finanziellen Situation:

ab 2001 - Selbstständig (Vollerwerb)
ab 2003 - angestellt und selbstständig (Nebenerwerb)
ab 2009 - Selbstständig (Vollerwerb)
ab 06/2011 - angestellt und selbstständig (Nebenerwerb)

Also derzeit noch in der Probezeit.

Genau dieser Fakt wirkt sich bei der Finanzierung mit Sicherheit negativ aus.

Jetzt kam mir folgende Idee.

EK von ca. 30.000 Euro als Anzahlung fürs Grundstück (bereits reserviert) nehmen und Rest schon mal finanzieren (auf Grundlage der Selbstständigkeit und der derzeitigen Probezeit) und ab 12/12 (wenn Probezeit rum ist) das Thema Haus angehen, allerdings dann eben mit 97-100% Finanzierung des Hausbaus.

Macht sowas Sinn? Oder doch lieber gleich alles auf einmal?
 
Servus zusammen,

da wir noch keinen passenden Finanzierungsmakler gefunden haben gerade eine Idee oder Frage, die mir im Kopf rumgeistert.

Folgender Sachverhalten meiner persönlichen Finanziellen Situation:

ab 2001 - Selbstständig (Vollerwerb)
ab 2003 - angestellt und selbstständig (Nebenerwerb)
ab 2009 - Selbstständig (Vollerwerb)
ab 06/2011 - angestellt und selbstständig (Nebenerwerb)

Also derzeit noch in der Probezeit.

Genau dieser Fakt wirkt sich bei der Finanzierung mit Sicherheit negativ aus.

Jetzt kam mir folgende Idee.

EK von ca. 30.000 Euro als Anzahlung fürs Grundstück (bereits reserviert) nehmen und Rest schon mal finanzieren (auf Grundlage der Selbstständigkeit und der derzeitigen Probezeit) und ab 12/12 (wenn Probezeit rum ist) das Thema Haus angehen, allerdings dann eben mit 97-100% Finanzierung des Hausbaus.

Macht sowas Sinn? Oder doch lieber gleich alles auf einmal?
Wie hoch ist der EK-Anteil am Grundstück?
Sinn macht es wg. der deutlichenTrennung von Grunderwerb und Haus - Stichwort Grunderwerbsteuer.
Sinn macht es natürlich auch, wenn es ein nur jetzt verfügbares Wunschgrundstück ist.
Wenn du eine berufstätige Frau hast, würde ich ihr Einkommen für die Bauplatzfinanzierung ansetzen.
Die Selbstständigen haben oft genug einen Konditionsaufschlag :)
Komplizierter ist es auch ;)
Deine Bedenken bzgl. eines hohen Beleihungsauslaufs kann ich ein wenig zerstreuen. Es kommt das Gesamtprojekt, also inkl. Grundstück zur Betrachtung.

nette Grüße
JoS
Rat - aber fair!
 
Verfügbare und bezahlbare Grundstück um München ist eh ein Fall für sich ;-)

Der EK Anteil beim Grundstück wären 25%. 30% bekommen wir auch hin denk ich. Ja den Konditionsaufschlag hab ich schon kennengelernt ;) Daher auch wieder die Wahl zum Angestelltenverhältnis, die letzten Kredit-Erfahrungen als Selbstständig trotz beste Zahlen der letzten 3 Jahre war nicht so prickelnd ;)

Das Grundstück über meine Frau zu finanzieren ist ein interessanter Faktor, ist nur die Frage, ob ihr Einkommen da langt. sind vielleicht 800 Euro netto plus Kindergeld. Da wirds eher schwierig denk ich.
 
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Verfügbare und bezahlbare Grundstück um München ist eh ein Fall für sich ;-)

Der EK Anteil beim Grundstück wären 25%. 30% bekommen wir auch hin denk ich. Ja den Konditionsaufschlag hab ich schon kennengelernt ;) Daher auch wieder die Wahl zum Angestelltenverhältnis, die letzten Kredit-Erfahrungen als Selbstständig trotz beste Zahlen der letzten 3 Jahre war nicht so prickelnd ;)
Hättest mal das 2,8% Tarif Modell von Wüstenrot gewählt - fest geschriebenen Da.-Zins und bis zu 30.000€ als "Blanko" Darlehen dann wäre dir jetzt :D zumute
Das Grundstück über meine Frau zu finanzieren ist ein interessanter Faktor, ist nur die Frage, ob ihr Einkommen da langt. sind vielleicht 800 Euro netto plus Kindergeld. Da wirds eher schwierig denk ich.
Ja, das wird es ! Hm, Familien Darlehen, nein Spaß bei Seite Tiger mal zur Hausbank und Lass die mal überlegen, dann weisst du schon mal mehr (vllt. auch was du nicht willst).
Aber ganz ehrlich so teuer ist das Grundstück. doch gar nicht - 106' habe ich bei uns gezahlt.
JoS
Rat - aber fair!
 
Hallo liebe Bauherren!

Zur Zeit liegen uns keine Erfahrungen mit der angefragten Firma vor, jedoch möchten wir allgemein einige Empfehlungen an Heim geben.

Sofern Sie noch keine Verträge unterschrieben haben, sollten Sie nachfolgendes beachten.

Falls Sie schon unterschrieben haben, achten Sie auf die Punkte, welche darauf im Anschluss folgen.

Was man vor Vertragsabschluss beachten sollte


Unsere Empfehlung eine Überprüfung der in Frage kommenden Firmen vorzunehmen, ist eine goldene Regel, welche ein zukünftiger Bauherr vor Vertragsabschluss unbedingt beherzigen sollte. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  • 1. Vor Vertragsunterschrift Firma überprüfen lassen.
  • 2. Wenn Überprüfung Okay, dann per Internet nach weiteren vermeintlichen Negativ-Informationen suchen, um sich ein umfangreicheres Bild zu machen. Dies können Sie zum Beispiel in unserem Forum "Konkrete-Firmenfeedback".
  • 3. Beherzigen Sie, das sogenannte Referenzen eigentlich keine sind, da niemand auch negative Dinge verbreiten würde. Referenzen sind insofern nur Makulatur und nur selten zu gebrauchen.
  • 4. Lassen Sie die Verträge vor Unterschrift durch einen Anwalt auf rechtliche Einwendungen und von einem Baufachmann, welcher im Bauvertragsrecht ein Ass ist, die Vertragsinhalte auf Für und Wider den Bauherren prüfen.

  • 5. Bauverträge die als Vertragsklausel eine sogenannte Finanzierungsbestätigung nach Vorgabe der des Unternehmers enthalten, vor Vertragsabschluss überprüfen, ob es sich dabei nicht in Wirklichkeit um eine versteckte Abtretungserklärung handelt. Normaler Weise reicht für den Unternehmer eine Kopie des Schreibens von der Bank, dem Zweizeiler an die Bauherren, das die Finanzierung gesichert ist. Wenn die Firma auf seine eigene Vorgabe besteht, dann nur darauf einlassen, wenn im Gegenzug eine Erfüllungsbürgschaft über die gesamte Bausumme geliefert wird. Dran denken, nur Zug um Zug und per Notar.
  • 6. Der Zahlungsplan sollte stimmen! Nach Fertigstellung Rohbau, Putz oder Verblendung, Dacheindeckung, Fenster, Terrassen- u. Haustüre, einschl. Planungskosten, sollte die bis dahin bezahlte Summe 60 % der Bauvertragssumme nicht überschreiten.
    Wichtig: Zahlungen irgendwelcher Art, bevor Ihnen nicht nachgewiesen wurde, dass der Bauantrag eingereicht wurde (Bescheinigung Eingang beim Amt), sollten Sie vertraglich ausklammern. Zudem sollte diese 1, Rate 3 % nicht überschreiten. Die 2. Rate sollte dann "Fertigstellung Sohle / Bodenplatte" heißen. Auch hier gilt, die Ratenhöhe sollte bei Bodenplatte 7 % und bei Kellersohle 10 % nicht überschreiten.
    Bitte denken Sie daran, dass die Banken das nicht prüfen, noch dafür haften.
  • 7. Lassen Sie sich nicht von Dingen blenden, welche Sie zur Unterschrift zu überreden sollen. Die sind zwar schön anzuschauen, dienen aber meist nur als Blendwerk.

    Achten Sie diesbezüglich auf folgendes:

    - DEKRA / Tüv geprüft (ist häufig in Frage zu stellen, wird aber bei Förderungen häufig von den Banken verlangt)
    - Gewährleistungsversicherung
    - Schriftliche Zusicherung der Fertigstellung der Bauleistung durch die Firma (Ist Unsinn, macht die Firma schon durch den Vertrag)
    - Bauleiter wird gestellt (wird aber auch durch die Firma bezahlt, dran denken, jedem hängt seine Jacke am nächsten)
    - Gutachter für die Bauabnahmen
  • 8. Auch Geschenke und Zugeständnisse der Firmen sollen Sie nur zur Unterschrift überreden. Denken Sie immer daran, ein guter Unternehmer macht Ihnen faire Angebote und wird nie etwas verschenken. In der Regel wird er nur mit Ihnen über einen prozentualen Nachlass verhandeln.
  • 9. Achten Sie darauf, dass Sie nur einen verantwortlichen Vertragspartner haben. Wenn Ihnen angeboten wird, das man nur Koordinieren will und das Sie die Verträge direkt mit den ausführenden Firmen oder einem GU schließen sollen, wird es schwierig diesen Lizenzgeber, welcher Ihnen so was anbietet, haftbar zu machen.
    Meist bleiben Sie auf dem Ärger mit dem GU dann sitzen und ziehen den kürzeren.
    In der Regel sind diese nachgeschalteten Unternehmen Lizenznehmer, welcher von der mit Ihnen vereinbarten Vertragsleistung einen nicht unerheblichen Teil an den Lizenzgeber abgeben müssen. Da fahren Sie billiger, wenn Sie sich die Firmen selber suchen, Angebote machen lassen und dann für die Bauplanung einen Architekten, sowie für die Bauleitung einen Ingenieur separat beauftragen. Die letzten Beiden haften auch für die ausgeübten Tätigkeiten. Ein Lizenzgeber tut das nicht.
Das sind ein Teil der grundlegenden Dinge die ein zukünftiger Bauherr beachten sollte. OHG oder nicht, spielt da keine Rolle. Und bei Angeboten die zu schön sind um wahr zu sein, sollte man doppelt vorsichtig sein.


Wenn Sie schon unterschrieben haben und / oder der Bau beginnen soll, oder schon am Bauen sind, kann man die Risiken wie folgt reduzieren:

a. Achten Sie insbesondere auf die Zahlungspläne, welche häufig eine Überzahlung möglich
machen, da die Banken diesen selten Prüfen. Hierbei kann es schnell zu einem Verstoss gegen
die "Pflicht zur Werterhaltung gegenüber dem Hypothekendarlehn" kommen.

b. Suchen Sie sich einen geeigneten "UNABHÄNGIGEN" Baubetreuer, welcher Ihnen fachlich mit
Rat und Tat zur Seite steht, da sonst die Bauabnahmen schnell nur noch zu Besichtigungen
ausarten. Denken Sie daran, dass dem Bauleiter der beauftragten Firma seine Jacke am
nächsten hängt und er Ihnen in dieser Beziehung keine Hilfe ist.

c. Bedenken Sie, dass Sie bei Fristversäumnissen der beauftragten Firma, Bauzeitverzug, oder
Mängeln, ein Form gerechter einschlägiger rechtsverbindlicher Schriftverkehr von Nöten ist,
damit Sie nicht gegen die Wand laufen. Mails haben hierbei keine Gültigkeit, sondern nur
richtige Briefe, welche Sie zu einen per "Einwurfeinschreiben" und zusätzlich als
"Einschreibenrückschein" absenden müssen.

d. Mündliche Absprachen sind nutzlos! Lassen Sie sich immer alles schriftlich bestätigen. Falls
diese Bestätigungen nicht kommen, kann man, wie im Punkt zuvor, "der Form halber" das
besprochene schriftlich dokumentieren und der beauftragten Firma entsprechend zusenden.

e. Denken Sie daran, eine Rohbauabnahme, eine Abnahme der Rohbauinstallation, eine
Vorabnahme vor der Bauendabnahme zu schriftlich zu verlangen, darauf haben Sie einen
rechtlichen Anspruch.

f. Achten Sie darauf, dass bei der Bauendabnahme nicht nur die Mängel festgestellt werden,
sondern auch die Nachlässe, Termine zur Mängelabstellung und andere abschließende
Vertragsangelegenheiten ( z. B. Schlusszahlung wann? ) schriftlich vereinbart werden.
Hierbei ist es wichtig, dass auch ein Unterschriftsberechtigter vom beauftragten Unternehmen
dabei ist, so dass die Vereinbarungen Vertragsbestandteil werden können.

g. Bedenken Sie bitte, dass für Bauvertragsangelegenheiten keine Rechtsschutzversicherung
aufkommt.

h. Achten Sie bei Zahlungen immer auf die Regelvorgaben der finanzierenden Bank, auch die
haben eine Überprüfungspflicht. Binden Sie die Banken mit ein.

Dieses sind nur einige Punkte die zu benennen wären, damit Sie Ihre Risiken minimieren.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern kostenfrei telefonisch zur Verfügung.

MfG Ihr Bauherrennotruf
 
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