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ELVEDINNA30.08.21 09:23Hallo zusammen, ich bräuchte mal eure Expertise: Wie repariere ich eingerissene Malm Bettseiten aus Holz bzw. Spanplatten am besten? Mir ist aufgefallen, dass an meinem IKEA Malm Bett die Seitenwand im unteren Bereich eingerissen ist, vermutlich durch dauerhafte Belastung oder einen Stoß. Die Oberfläche ist lackiert und ich würde die Reparatur gerne so durchführen, dass die Stabilität erhalten bleibt und die Reparatur möglichst unsichtbar wird. Welche Materialien, Kleber oder eventuell Holzspachtel sind empfehlenswert und wie sollte man genau vorgehen, wenn man die Bettseiten neu verleimen oder verstärken will? Ich bin handwerklich einigermaßen fit, aber mir fehlt hier das gezielte Vorgehen und eventuell auch Tipps für das Finish. Danke schon mal für eure Ideen und Vorschläge!
ELVEDINNA schrieb:
Wie repariere ich eingerissene Malm Bettseiten aus Holz bzw. Spanplatten am besten?Das Problem kenne ich, habe selbst so ein Bett. Der Riss tut richtig weh, deshalb erstmal Respekt, dass du es angehst! Ich habe damals einen Epoxidkleber benutzt, der hält echt bombenfest. Wichtig war mir, die Stelle erst gründlich zu säubern und lose Teile vorsichtig abzutrennen. Anschließend habe ich die Klebestelle mit kleinen Zwingen fixiert, damit der Kleber gut ziehen kann.
Der schwierigste Teil war für mich immer, den Riss zu verstärken. Ich habe innen noch kleine Holzleisten angebracht und zusammengeleimt, damit mehr Stabilität entsteht. Vielleicht kannst du das ja auch machen?
Ich weiß, die Oberfläche sieht dann noch nicht perfekt aus, aber mit feinem Schleifpapier und passendem Lack aus dem Baumarkt konnte ich das optisch ganz gut angleichen. Vielleicht magst du berichten, wie du vorgehst, das motiviert auch andere hier. 🙂
Grundsätzlich würde ich empfehlen, zuerst den Riss sorgfältig zu reinigen und dann mit einem hochwertigen Weißleim (PVAC) zu kleben, der sehr gut für Holz- und Furnierarbeiten geeignet ist. Epoxidharz ist zwar extrem stark, kann aber später schwer überlackiert oder geschliffen werden.
Falls die Rissstelle schon recht groß ist oder die Platte instabil wird, sollte die Rückseite mit einer dünnen Holzleiste (z.B. Fichte, 20x12 mm) verstärkt werden. Diese Leiste wird angeleimt (am besten mit Holzleim) und mit Schraubzwingen fixiert, bis alles trocken ist.
Nach dem Trocknen sollte die Fläche vorsichtig mit feinem Schleifpapier (Körnung 180 bis 220) geglättet werden. Für die Optik bietet sich anschließend ein dünner Lack oder Holzfinish an, das zum Original passt.
Falls die Rissstelle schon recht groß ist oder die Platte instabil wird, sollte die Rückseite mit einer dünnen Holzleiste (z.B. Fichte, 20x12 mm) verstärkt werden. Diese Leiste wird angeleimt (am besten mit Holzleim) und mit Schraubzwingen fixiert, bis alles trocken ist.
Nach dem Trocknen sollte die Fläche vorsichtig mit feinem Schleifpapier (Körnung 180 bis 220) geglättet werden. Für die Optik bietet sich anschließend ein dünner Lack oder Holzfinish an, das zum Original passt.
Lisele schrieb:
Ich habe damals einen Epoxidkleber benutzt, der hält echt bombenfest.Das ist ja genial! 🙂 Epoxidkleber macht wirklich einen Unterschied, das hatte ich gar nicht auf dem Schirm.
Ich hab mal eine kleine Reparatur an einem ähnlichen Bett mit Holzleim gemacht - das ging auch, aber die Klebkraft war nicht so gut wie ich gehofft hatte.
Mein Tipp: Nach dem Kleben etwas Schweres auf die reparierte Stelle legen und geduldig warten! Und unbedingt vorher die Oberfläche richtig säubern, das verbessert die Klebeverbindung.
Freue mich, wenn du uns später zeigst, wie es bei dir lief – sowas motiviert immer! 🙂
Zusätzlich zu den bisherigen Empfehlungen: Bei der Reparatur von Spanplatten sollte man beachten, dass der Riss häufig durch Ausbruch der Holzfasern verursacht wird, dadurch ist die Verklebung eingeschränkt. Um ein dauerhaft stabiles Ergebnis zu erzielen, empfiehlt es sich, vor dem Kleben die Ränder mit einem feinen Stechbeitel oder Schleifpapier zu glätten, damit der Klebstoff die Oberfläche besser benetzt.
Für die Verklebung eignen sich speziell Holzleime mit hoher Wasserbeständigkeit (z.B. D3 oder D4 klassifizierte Leime), die im Möbelbereich häufig verwendet werden.
Die Verstärkung durch Anleimen von Leisten ist sinnvoll, allerdings sollte man auch darauf achten, dass die Leisten nicht zu dick oder schwer sind, da sonst die Spannungen an der reparierten Stelle wieder steigen können.
Für die Verklebung eignen sich speziell Holzleime mit hoher Wasserbeständigkeit (z.B. D3 oder D4 klassifizierte Leime), die im Möbelbereich häufig verwendet werden.
Die Verstärkung durch Anleimen von Leisten ist sinnvoll, allerdings sollte man auch darauf achten, dass die Leisten nicht zu dick oder schwer sind, da sonst die Spannungen an der reparierten Stelle wieder steigen können.
KAMERON schrieb:
Verklebung eignen sich speziell Holzleime mit hoher Wasserbeständigkeit\Holzleim (D3/D4) ist mein Favorit. Die Kanten vorher glatt schleifen und Risse mit Leim füllen.
Fixieren mit Zwingen bis trocken. Mehr nicht.
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