Hallo zusammen,
ich habe ein Malm Bett von IKEA, das mir grundsätzlich sehr gefällt, aber ich beobachte seit einigen Monaten, dass das Bettgestell nach einiger Zeit immer mehr schief steht. Dabei handelt es sich nicht um eine Schräge des Bodens, sondern das Bett wirkt quasi verzogen, als ob eine Seite abgesackt oder durchgebogen wäre.
Mich interessiert, warum genau das MALM Bett nach einiger Zeit schief wird. Liegt das an der Konstruktion, dem Material, der Montage oder an einer falschen Belastung? Gibt es typische Schwachstellen, die dafür sorgen, dass sich das Bettgestell verzieht?
Ich habe das Bett bisher nur gemäß Anleitung montiert und die Schrauben mehrfach kontrolliert, aber obwohl alles fest sitzt, wird es im Laufe der Zeit schief.
Gibt es Erfahrungen von euch, die das Problem kennen und eventuell Lösungen oder Verbesserungsvorschläge?
Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!
ich habe ein Malm Bett von IKEA, das mir grundsätzlich sehr gefällt, aber ich beobachte seit einigen Monaten, dass das Bettgestell nach einiger Zeit immer mehr schief steht. Dabei handelt es sich nicht um eine Schräge des Bodens, sondern das Bett wirkt quasi verzogen, als ob eine Seite abgesackt oder durchgebogen wäre.
Mich interessiert, warum genau das MALM Bett nach einiger Zeit schief wird. Liegt das an der Konstruktion, dem Material, der Montage oder an einer falschen Belastung? Gibt es typische Schwachstellen, die dafür sorgen, dass sich das Bettgestell verzieht?
Ich habe das Bett bisher nur gemäß Anleitung montiert und die Schrauben mehrfach kontrolliert, aber obwohl alles fest sitzt, wird es im Laufe der Zeit schief.
Gibt es Erfahrungen von euch, die das Problem kennen und eventuell Lösungen oder Verbesserungsvorschläge?
Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!
Interessante Frage, dass das MALM Bett nach einiger Zeit schief steht.
Ich würde zunächst die Materialbeschaffenheit und die Belastungsverteilung genauer unter die Lupe nehmen. MALM-Betten bestehen größtenteils aus beschichtetem Spanholz, das nicht ganz so steif ist wie Massivholz. Das bedeutet, dass im Laufe der Zeit insbesondere bei ungleichmäßiger Belastung Materialermüdung und eine Art plastische Verformung entstehen kann.
Diese Abbiegung könnte daher kommen, dass z.B. eine Seite durch stärkeren Druck oder häufigerem Sitzen belastet wird, während die andere Seite weniger stark beansprucht wird. Das verursacht schleichende Verschiebungen in der Verleimung der Platten oder an den Verbindungspunkten.
Zusätzlich kann die Montageweise eine Rolle spielen: Wenn nicht alle Schrauben exakt plan und mit dem passenden Drehmoment angezogen werden, entstehen Spannungen, die sich mit der Zeit lockern oder verziehen.
Auch die Standfestigkeit auf dem Boden ist relevant: Wenn die Füße auf einem unebenen Untergrund stehen, kann das bei einer flexiblen Konstruktion wie MALM schnell zu einer seitlichen Kippbewegung führen, die sich verstärkt.
Insgesamt denke ich, dass eine Mischung aus Materialeigenschaften, Belastung und Montagequalität dafür verantwortlich ist.
Wie sieht denn der Fußboden bei dir aus? Und wie oft wird das Bett bewegt oder belastet?
Ich würde zunächst die Materialbeschaffenheit und die Belastungsverteilung genauer unter die Lupe nehmen. MALM-Betten bestehen größtenteils aus beschichtetem Spanholz, das nicht ganz so steif ist wie Massivholz. Das bedeutet, dass im Laufe der Zeit insbesondere bei ungleichmäßiger Belastung Materialermüdung und eine Art plastische Verformung entstehen kann.
isarjo schrieb:
"Mich interessiert, warum genau das MALM Bett nach einiger Zeit schief wird."
Diese Abbiegung könnte daher kommen, dass z.B. eine Seite durch stärkeren Druck oder häufigerem Sitzen belastet wird, während die andere Seite weniger stark beansprucht wird. Das verursacht schleichende Verschiebungen in der Verleimung der Platten oder an den Verbindungspunkten.
Zusätzlich kann die Montageweise eine Rolle spielen: Wenn nicht alle Schrauben exakt plan und mit dem passenden Drehmoment angezogen werden, entstehen Spannungen, die sich mit der Zeit lockern oder verziehen.
Auch die Standfestigkeit auf dem Boden ist relevant: Wenn die Füße auf einem unebenen Untergrund stehen, kann das bei einer flexiblen Konstruktion wie MALM schnell zu einer seitlichen Kippbewegung führen, die sich verstärkt.
Insgesamt denke ich, dass eine Mischung aus Materialeigenschaften, Belastung und Montagequalität dafür verantwortlich ist.
Wie sieht denn der Fußboden bei dir aus? Und wie oft wird das Bett bewegt oder belastet?
Ich kann gut nachvollziehen, dass es ärgerlich ist, wenn das Bettgestell sich mit der Zeit verzieht und Ihr Schlafkomfort dadurch beeinträchtigt wird. So etwas kann auch bei Möbeln aus günstigerem Holzwerkstoff schnell passieren.
Das klingt sehr plausibel. Ich habe selbst ein MALM Bett seit drei Jahren und konnte beobachten, dass die Seiten, auf denen ich öfter sitze, leicht durchhängen. Ich habe dann unter dem Lattenrost noch zusätzliche Stützen angebracht, was die Schräglage etwas reduziert hat.
Es kann auch sein, dass die Schrauben in den Verbindungsstellen durch wiederholte Belastungen minimal locker werden, was sich summiert. Meine Empfehlung wäre, regelmäßig alle Verschraubungen nachzuziehen und gegebenenfalls provisorisch mit einem guten Holzleim an problematischen Stellen zu arbeiten, wenn die Schrauben schon zu stark ausgenutzt sind.
Mich interessiert aber auch, ob andere Nutzer hier ähnliche Erfahrungen ohne Eigenverschulden machen oder ob das eher an falscher Montage liegt? 🙂
Liebe Grüße und viel Erfolg bei der Ursachenforschung!
kasan schrieb:
"…eine Mischung aus Materialeigenschaften, Belastung und Montagequalität.“
Das klingt sehr plausibel. Ich habe selbst ein MALM Bett seit drei Jahren und konnte beobachten, dass die Seiten, auf denen ich öfter sitze, leicht durchhängen. Ich habe dann unter dem Lattenrost noch zusätzliche Stützen angebracht, was die Schräglage etwas reduziert hat.
Es kann auch sein, dass die Schrauben in den Verbindungsstellen durch wiederholte Belastungen minimal locker werden, was sich summiert. Meine Empfehlung wäre, regelmäßig alle Verschraubungen nachzuziehen und gegebenenfalls provisorisch mit einem guten Holzleim an problematischen Stellen zu arbeiten, wenn die Schrauben schon zu stark ausgenutzt sind.
Mich interessiert aber auch, ob andere Nutzer hier ähnliche Erfahrungen ohne Eigenverschulden machen oder ob das eher an falscher Montage liegt? 🙂
Liebe Grüße und viel Erfolg bei der Ursachenforschung!
Der Fall, dass ein MALM-Bett im Laufe der Zeit schief wird, ist aus technischer Sicht nicht nur auf das Material, sondern auf die gesamte Belastungs- und Montage-Historie zurückzuführen. Ich möchte das mal ausführlich skizzieren:
Zunächst zur Konstruktion: Das MALM-Bett ist modular gebaut, mit einem Korpus aus beschichtetem Holzwerkstoff (meist Spanplatte) und Platten, die über recht einfache Verbindungselemente miteinander verbunden sind. Diese Verbindungselemente bestehen oft aus Dübeln, Metallverbindern und Schrauben, die mechanische Belastungen abfangen sollen.
Ja, es gibt solche Schwachstellen: Eine der häufigsten Ursachen für Verzug ist das Nachgeben in den Verbindungsstellen. Gerade die Seitenteile sind häufig Angriffspunkte, weil sie auf Dauer Dauerbelastungen durch Druck und Kippbewegungen ausgesetzt sind. Spanplatten haben zudem die Eigenschaft, dass sie unter Feuchtigkeit und Druck langsam aufquellen und gegebenenfalls an Festigkeit verlieren.
Eine weitere Ursache ist die ungleichmäßige Belastung des Lattenrosts und der darauf befindlichen Matratze. Wenn z.B. nur auf einer Seite des Bettes oft gesessen wird oder sich bewegt, entsteht ein permanenter Scher- und Druckmoment auf die Seiten. Das führt über Zeit zu Verformungen oder einem leichten Verzug, auch wenn die Montage an sich korrekt durchgeführt wurde.
Das kann ich nur bestätigen – ein nicht einheitliches Anziehen der Schrauben erzeugt Spannungen und kann bereits früh eine Verformung einleiten.
Mein Tipp an dich: Prüfe, ob die Schrauben an allen tragenden Punkten (vor allem an den Ecken und um den Lattenrost) regelmäßig nachgezogen sind. Darüber hinaus solltest du kontrollieren, ob der Lattenrost selbst fest sitzt und gleichmäßig aufliegt. Auch empfehle ich, den Untergrund des Fußbodens mit einer Wasserwaage zu prüfen – kleine Unebenheiten können sich durch das flexible Material verstärken.
Ebenfalls hilfreich wäre es, die vorhandene Matratze und deren Gewicht einzuordnen: Eine sehr schwere Matratze kann ohne zusätzlichen stabilisierenden Rahmen belastend wirken.
Falls alles passt, kann man über zusätzliche Querstreben oder Verstärkungen nachdenken, die oft bei MALM-Betten fehlen.
Abschließend noch eine Rückfrage: Welche Größe und welches Modell des MALM Bettes besitzt du? Nutzt du einen Lattenrost oder ein anderes Einlegerost-Design?
Zunächst zur Konstruktion: Das MALM-Bett ist modular gebaut, mit einem Korpus aus beschichtetem Holzwerkstoff (meist Spanplatte) und Platten, die über recht einfache Verbindungselemente miteinander verbunden sind. Diese Verbindungselemente bestehen oft aus Dübeln, Metallverbindern und Schrauben, die mechanische Belastungen abfangen sollen.
isarjo schrieb:
"Gibt es typische Schwachstellen, die dafür sorgen, dass sich das Bettgestell verzieht?"
Ja, es gibt solche Schwachstellen: Eine der häufigsten Ursachen für Verzug ist das Nachgeben in den Verbindungsstellen. Gerade die Seitenteile sind häufig Angriffspunkte, weil sie auf Dauer Dauerbelastungen durch Druck und Kippbewegungen ausgesetzt sind. Spanplatten haben zudem die Eigenschaft, dass sie unter Feuchtigkeit und Druck langsam aufquellen und gegebenenfalls an Festigkeit verlieren.
Eine weitere Ursache ist die ungleichmäßige Belastung des Lattenrosts und der darauf befindlichen Matratze. Wenn z.B. nur auf einer Seite des Bettes oft gesessen wird oder sich bewegt, entsteht ein permanenter Scher- und Druckmoment auf die Seiten. Das führt über Zeit zu Verformungen oder einem leichten Verzug, auch wenn die Montage an sich korrekt durchgeführt wurde.
kasan schrieb:
"Wenn nicht alle Schrauben exakt plan und mit dem passenden Drehmoment angezogen werden, entstehen Spannungen…"
Das kann ich nur bestätigen – ein nicht einheitliches Anziehen der Schrauben erzeugt Spannungen und kann bereits früh eine Verformung einleiten.
Mein Tipp an dich: Prüfe, ob die Schrauben an allen tragenden Punkten (vor allem an den Ecken und um den Lattenrost) regelmäßig nachgezogen sind. Darüber hinaus solltest du kontrollieren, ob der Lattenrost selbst fest sitzt und gleichmäßig aufliegt. Auch empfehle ich, den Untergrund des Fußbodens mit einer Wasserwaage zu prüfen – kleine Unebenheiten können sich durch das flexible Material verstärken.
Ebenfalls hilfreich wäre es, die vorhandene Matratze und deren Gewicht einzuordnen: Eine sehr schwere Matratze kann ohne zusätzlichen stabilisierenden Rahmen belastend wirken.
Falls alles passt, kann man über zusätzliche Querstreben oder Verstärkungen nachdenken, die oft bei MALM-Betten fehlen.
Abschließend noch eine Rückfrage: Welche Größe und welches Modell des MALM Bettes besitzt du? Nutzt du einen Lattenrost oder ein anderes Einlegerost-Design?
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