Ich finde, dass das ganze Gebastel an einer Malm ein bisschen übertrieben wird. Die Kiste ist für den Preis völlig okay konstruiert. Klar, wenn man ein Riesen-Schranksystem erwartet, dann wird man enttäuscht.
Na klar, die Rückwand aus Presspappe ist nicht stabil, aber sowas einseitig zu betrachten ist blauäugig. Wenn man selber immer etwas vorsichtig mit den Möbeln umgeht, braucht man vielleicht keine Verstärkung.
Ich plädiere dafür, einfach akzeptieren, dass ein Möbelstück dieser Preisklasse keine ewig lange Lebensdauer hat und es entweder neu kaufen oder ganz anders umbauen, wenn man was robusteres will. Nur noch mit Winkeln zu pimpen ist oft nur ein Placebo. 😉
gatohau schrieb:
Gibt es eventuell bekannte Schwachstellen, auf die man gezielt eingehen sollte?
Na klar, die Rückwand aus Presspappe ist nicht stabil, aber sowas einseitig zu betrachten ist blauäugig. Wenn man selber immer etwas vorsichtig mit den Möbeln umgeht, braucht man vielleicht keine Verstärkung.
Ich plädiere dafür, einfach akzeptieren, dass ein Möbelstück dieser Preisklasse keine ewig lange Lebensdauer hat und es entweder neu kaufen oder ganz anders umbauen, wenn man was robusteres will. Nur noch mit Winkeln zu pimpen ist oft nur ein Placebo. 😉
SIAURORA schrieb:
Wenn man selber immer etwas vorsichtig mit den Möbeln umgeht, braucht man vielleicht keine Verstärkung.Da ist aber auch was Wahres dran, trotzdem hat nicht jeder die Ruhe und Lust, 100% vorsichtig zu sein – gerade wenn Kinder oder Haustiere drumrum sind. 🙂
Dennoch sehe ich die kleinen Verstärkungen als eine Art Versicherung: Ein bisschen Einsatz, und man fühlt sich sicherer und kann die Kommode unbelasteter benutzen. Außerdem macht es Spaß, das Teil etwas aufzuhübschen und stabiler zu machen.
Im Endeffekt muss jeder selbst den Preis und Aufwand abwägen, aber so kompliziert ist das nicht.
SIAURORA schrieb:
Nur noch mit Winkeln zu pimpen ist oft nur ein Placebo.Darf ich da widersprechen? Wenn die Winkel richtig gewählt und fachmännisch angebracht werden, können sie die Verwindungssteifigkeit einer Kommode erheblich verbessern. Natürlich ersetzt das keinen massiven Korpus, aber der Zweck ist, die Konstruktion zu stabilisieren, nicht zu revolutionieren.
Wer die Malm Kommode nutzt, muss wissen, dass es sich um Pressholz und gewellte Pappe handelt, da wird keine Rostfreie-Bügelträger-Konstruktion draus.
Daher sehe ich Winkeleinsatz als pragmatischen Weg, ohne teure Möbelproduktion. Ein paar Tipps dazu:
- Winkel immer mit Senkkopfschrauben verwenden
- Schraubenlänge an das Holz anpassen
- Vorbohren zur Vermeidung von Spaltung
Das nochmal kurz umrissen, falls es wem hier nützt.
Ich habe bei meiner Malm die Rückwand komplett durch eine dünne Multiplexplatte ersetzt und innen Metallprofile an den Seiten angebracht. Das hat die Stabilität enorm verbessert, allerdings musste ich die Kommode dazu teilweise ausräumen und auseinanderschrauben.
Wenn’s schnell gehen soll, genügen auch kleine Winkel an den inneren Ecken. Einfach und effektiv.
Wenn’s schnell gehen soll, genügen auch kleine Winkel an den inneren Ecken. Einfach und effektiv.
Vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten und unterschiedlichen Perspektiven!
Ich fasse mal zusammen:
- Die Rückwand ist ein Schwachpunkt, Sperrholz als Ersatz oder zusätzliche Schicht hat Vorteile.
- Winkel an den Kanten erhöhen die Verwindungssteifigkeit.
- Schraubenlänge, Vorbohrung und Holzleim sind wichtig, um Schäden zu vermeiden.
- Komplettes Auseinanderschrauben ist möglich, aber oft nicht notwendig.
- Je nach Nutzung und Vorsicht kann die Notwendigkeit variieren.
Werde jetzt bei Gelegenheit mal Schrauben nachziehen, zusätzliche Winkel bestellen und überlegen, ob ich die Rückwand einfach verstärken möchte oder nur ergänzend Winkel setze.
Noch eine Frage an die erfahrenen Handwerker hier: Gibt es eine bestimmte Materialstärke für die Sperrholzplatte, die ihr für die Rückwand empfehlen würdet? Soll ich 3 mm nehmen oder doch etwas dicker, um mehr Stabilität einzubringen ohne die ganze Kommode zu verziehen?
Ich fasse mal zusammen:
- Die Rückwand ist ein Schwachpunkt, Sperrholz als Ersatz oder zusätzliche Schicht hat Vorteile.
- Winkel an den Kanten erhöhen die Verwindungssteifigkeit.
- Schraubenlänge, Vorbohrung und Holzleim sind wichtig, um Schäden zu vermeiden.
- Komplettes Auseinanderschrauben ist möglich, aber oft nicht notwendig.
- Je nach Nutzung und Vorsicht kann die Notwendigkeit variieren.
Werde jetzt bei Gelegenheit mal Schrauben nachziehen, zusätzliche Winkel bestellen und überlegen, ob ich die Rückwand einfach verstärken möchte oder nur ergänzend Winkel setze.
Noch eine Frage an die erfahrenen Handwerker hier: Gibt es eine bestimmte Materialstärke für die Sperrholzplatte, die ihr für die Rückwand empfehlen würdet? Soll ich 3 mm nehmen oder doch etwas dicker, um mehr Stabilität einzubringen ohne die ganze Kommode zu verziehen?
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