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ᐅ Malm Schubladen lösen sich nach mehrmaligem Öffnen – wie fixieren?

Erstellt am: 19.10.20 14:37
N
narisaac
N
narisaac
19.10.20 14:37
Hallo zusammen,

ich habe mir vor einiger Zeit ein Malm-Kommoden-Set von IKEA zugelegt und gerade bei den Schubladen fällt mir ein technisch ärgerliches Problem auf: Nach mehrmaligem Öffnen und Schließen lösen sich bei einigen Schubladen die Rückwände quasi von alleine, das heißt, sie werden locker oder verrutschen, so dass die Stabilität und Funktionalität nachlässt. Die Schubladen sind ansonsten nicht übermäßig belastet oder falsch benutzt worden, es scheint eher ein Konstruktions- bzw. Materialproblem zu sein.

Mich interessiert insbesondere, welche Methoden oder Tipps ihr empfehlen könnt, um diese Rückwände dauerhaft zu fixieren. Es sollte idealerweise eine Lösung sein, die ohne große Demontage und Spezialwerkzeuge auskommt, aber dennoch zuverlässig die Rückwand an Ort und Stelle hält. Hat jemand hierfür praktische Erfahrungen oder Empfehlungen, wie man die Malm-Schubladen so reparieren kann, dass sie dauerhaft stabil bleiben?

Danke für eure Hilfe!
A
AUSTINREN
19.10.20 16:42
Malm-Schubladen sind bekannt dafür, dass die Rückwände bei häufigem Gebrauch aufgrund der dünnen Spanplatten und der einfachen Einschubtechnik nachgeben. Das liegt daran, dass die Rückwände meist nur in Nuten eingerastet sind, ohne zusätzliche Befestigung.

Für eine dauerhafte Fixierung empfehle ich folgendes Vorgehen:

1. Die Schublade komplett ausziehen und auf eine stabile Unterlage legen.
2. Rückwand aus der Nut vorsichtig herausnehmen.
3. An der Rückseite der Schublade (also an den Seitenwänden) mit kleinen Holzleim-Tupfern arbeiten, um die Rückwand an Ort und Stelle zu kleben.
4. Zusätzlich mit kleinen Nägeln, etwa 12-mm-Stahlstiften oder feinen Brad Nails, die Rückwand an den Seitenwänden fixieren, um mechanische Stabilität zu gewährleisten.
5. Wenn man das Innenbild nicht verändern möchte, empfehle ich, die Nägel schräg von innen ein- und außen mit einem Holzspachtel oder Füller zu versiegeln.

Diese Methode vermeidet ein komplettes Zerlegen der Möbelstücke und erfordert nur einen Hammer, Holzleim und ein paar dünne Nägel. Die Stabilität erhöht sich dadurch signifikant und die Rückwände lösen sich nicht mehr.

Falls Bohrungen vorhanden oder gewollt sind, kann auch mit kleinen Holzdübeln gearbeitet werden, aber das ist aufwendiger und meist für Ikea-Möbel eher unnötig.
N
Natan
20.10.20 10:09
AUSTINREN schrieb:
die Rückwände meist nur in Nuten eingerastet sind, ohne zusätzliche Befestigung

Das ist der Kern des Problems. Ich frage mich, ob es wirklich sinnvoll ist, die Rückwand komplett festzukleben – gerade, da eigentlich das Nut-und-Federprinzip eine flexible Fixierung eröffnen soll.

Hat jemand überprüft, ob die Nutprofile eventuell durch Nacharbeit (Kanten glätten / Nuten säubern) optimiert werden können? Manchmal hilft einfaches Abschleifen oder Entfernen von Holzspänen schon, dass das Einschieben der Rückwand besser sitzt.

Würde auch gerne wissen, wie sich langfristig Kleber mit Möbelbewegungen verträgt. Werden hier Spannungen aufgebaut?

Meine favorisierte Idee: Man könnte kleine Winkelbleche von innen an den Ecken anschrauben. Dadurch bleibt das Material beweglich, und die Rückwand wird trotzdem fixiert. Hat das schon jemand probiert oder gar belegt?
P
pautanner
21.10.20 08:17
Natan schrieb:
Man könnte kleine Winkelbleche von innen an den Ecken anschrauben.

Nicht schlecht! Das klingt nach einem robusten und trotzdem reversiblen Trick.

Ich habe bei einer ähnlichen Kommode einfach kleine selbstklebende Filzstücke an den Rückwänden angebracht, die die Platte etwas nach vorne gegen die Seiten drücken – dadurch saß das Teil schon stabiler. Kein Dauerlöser, gibt aber zwischenzeitlich ein Gefühl von "mehr Halt" ;-)

Ansonsten finden Leim und Nägel bei mir auch ihre Anwendung. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass bei Malm die Rückwand tatsächlich etwas wackelig bleibt, wenn man es nicht mit Nägeln oder Winkeln richtig fixiert. Das leichte Material verbiegt sich schnell.

Wer nicht gleich bohren will, kann es auch mal mit etwas Heißkleber probieren. Ist nicht die eleganteste Lösung, funktioniert aber überraschend gut und lässt sich bei Bedarf rückstandslos entfernen. 🙂

Allen, die das Problem kennen, rate ich: Kleine Reparaturen halten in der Regel länger, als man denkt. Einfach mal rantrauen!
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