Wenn die Preise fallen...

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Jean-Marc

Jean-Marc

Für sinkende Preise müsste sich die Zahl der Interessenten für Wohneigentum spürbar reduzieren, sich das Angebot an verfügbaren und attraktiven Immobilien deutlich erhöhen oder aber die Zinsen stark ansteigen. Aktuell ist nichts davon in Sicht. Allenfalls ist eine Stabilisierung des Preisanstiegs auf dem Niveau der Inflationsrate denkbar.
 
N

nordanney

Für sinkende Preise müsste sich die Zahl der Interessenten für Wohneigentum spürbar reduzieren, sich das Angebot an verfügbaren und attraktiven Immobilien deutlich erhöhen oder aber die Zinsen stark ansteigen. Aktuell ist nichts davon in Sicht. Allenfalls ist eine Stabilisierung des Preisanstiegs auf dem Niveau der Inflationsrate denkbar.
Gute Zusammenfassung der Situation am Markt. Selbst wenn der Anstieg der Preise - und davon ist auszugehen, da sich alle Bauunternehmer momentan die Taschen voll machen - in 2022 enden sollte, dauert es dann noch einmal ein paar Jahre, bis die Preise wieder zurückgekommen sind. Das alles dann aber noch auf einem eingeschwungen hohen Niveau.
Sollten die Zinsen steigen, was zu fallenden Preisen führen wird, gibst Du die Ersparnis beim Bau über die nächsten 30 Jahre in der Zinsbelastung wieder aus.

Man sollte sich also von der Hoffnung trennen, dass es in den nächsten 5-10 Jahren deutlich besser wird - meine persönliche Meinung und meine Erfahrungen am Markt.
 
M

Mottenhausen

Das Grundproblem ist: wenn die Preise fallen, dann weil keiner mehr Interesse am Bauen oder Kaufen hat. Sei es wegen Rezension, hoher Arbeitslosigkeit, Wirtschaftslage, teurer Finanzierung, zu starker Inflation usw. usw. Also genau dann, wenn allen Bauwilligen die Lust vergeht, auch dir. Es denken immer alle sie warten auf Tag X wenn die Preise fallen wenn keiner mehr Interesse hat und sie wären dann die einzige Person auf dem Markt, die noch Interesse hat. Das klappt nicht. Man kann sich da praktisch nicht antizyklisch verhalten.
 
B

Bookstar

Ist nicht ganz korrekt. Wenn man z.B. viel EK hat, könnten einem steigende Zinsen egal sein. Oder hohe Arbeitslosigkeit muss einen nicht betreffen, wenn man Beamter ist usw.

Aber ich weiß was du meinst...
 
face26

face26

Es fehlt Wohnraum. Es wird immer noch weniger gebaut als nachgefragt. Das wird wohl erst in drei vier Jahren sich ausgleichen. Und dann sinken deswegen immer noch keine Preise. Von Angebot und Nachfrage sehe ich daher keinen Anlass zu sinkenden Preisen.
Abkühlen der Wirtschaft? Ja mag kommen, glaube aber das führt eher zu einpendeln von Angebot und Nachfrage aber nicht zu sinkenden Preisen.
Zinsen? Jo, was sagt ein alter Hase/Kollege aus dem Finanzierungsbereich immer? Zinsen billig, Häuser teuer, Zinsen teuer Häuser billig. Was links nicht zahlst, zahlst rechts. ( Ausnahme Du hast extrem viel EK )

Darauf zu wetten, dass in Zukunft Immobilien billiger werden halte ich für eine Wette. Heißt nicht, dass das nicht passieren kann. Aber wenn man mal in die Vergangenheit guckt, gabs nicht so oft fallende Immobilienpreise und wenn, dann war die Stimmung so mies, dass man sich mal Gedanken machen sollte ob man selber in so ner Phase bauen würde wenn die sich wiederholt.
 
B

bauhead2018

Also ich glaube nicht an einem 50% Einbruch in nächster Zeit!
Aber faktisch sind die Preise seit 2010 um ~35 Prozent gestiegen!
Bis 2010 hätte man Verluste mit einer Immobilie gemacht!

Es werden Kredite geschürt, die nicht vertretbar sind und Weltwirtschaftliche Probleme können zumindest eine Chance bieten, was aber schon immer so war!

Mein Ek ist sicherlich nicht riesig, aber etwas alten Speck habe ich schon weshalb ich mich zumindest in Stellung bringen möchte, das heißt vom Gesamtvolumen liege ich bei 15- 20 %.
Wenn dann in naher Zukunft keine Besserung da war, kann ich immer noch ohne Verlust mein Grundstück verkaufen und mich als Mieter auf meine Rucklagenbildung konzentrieren!

Oder mir eben eingestehen das bauen ein Luxus ist, den ich mir leisten kann und will!

Ich sag erst mal Danke für die schnelle Antworten, falls jemand noch weitere Einwände hat die nicht rein hypothetisch sind, sondern mir mit dem Problem Kaufen oder Bauen bei fallenden Preisen weiterhelfen kann gerne her damit!

 
face26

face26

Aber faktisch sind die Preise seit 2010 um ~35 Prozent gestiegen!
Bis 2010 hätte man Verluste mit einer Immobilie gemacht!

Die Aussage ist so pauschal wie sie falsch ist...

Es werden Kredite geschürt, die nicht vertretbar sind und Weltwirtschaftliche Probleme können zumindest eine Chance bieten, was aber schon immer so war!
Gibts, gabs schon immer meiner Meinung nach ist da kein signifikanter Anstieg zu erkennen. Die Wohnkreditrichtlinie hat da einiges ausgebremst.

Mein Ek ist sicherlich nicht riesig, aber etwas alten Speck habe ich schon weshalb ich mich zumindest in Stellung bringen möchte, das heißt vom Gesamtvolumen liege ich bei 15- 20 %.
Das sind die Nebenkosten. Bei steigenden Zinsen hast da trotzdem das Problem das 80% finanzieren musst.

Aber um mal mit Deinem Gedanken zu spielen, Bestand fällt vor Neubau.
Weil zum einen das Angebot an Grundstücken trotzdem knapp bleibt, Bestandsangebot durch Verkäufe erhöhen könnte.
Außerdem ist die Zeitverzögerung beim Neubau länger.
Hinzu kommt, dass im Neubau sich generell mehr Finanzkraft verbirgt was vermutlich auch in schlechterem Umfeld so sein wird.
Das ganze beziehe ich auf EFH‘s.
 
A

Alex124

Ich wollte dieses Grundstück abzahlen und bei passender Gelegenheit (Baukosten) anfangen zu bauen.
Es wird nicht die EINE Antwort geben, aber vielleicht gibt es ja noch einige Parameter die ich nicht beachtet habe!
Diese "Gelegenheit" wird nicht kommen, bzw. so gering ausfallen, dass es keine wirkliche "Gelegenheit" gibt. Was bringt es, wenn es jetzt weiterhin jedes Jahr mehr als 5% hoch geht und es irgendwann einen 6% Dämpfer gibt.

Meine persönliche Meinung: Die Bau-Preise werden dir davon laufen und du ärgerst dich von Jahr zu Jahr.

Ein anderer Parameter: Das Leben ist kurz, baust du jetzt, wohnst du 10 Jahre länger in "deinem" Haus und musst dich nicht mit anderen Mietern rumärgern, die einem bei einer Mietwohnung ja schon deutlich näher auf der Pelle hängen, als wenn man sein eigenes Grundstück mit Haus hat.
Ein Haus ist halt auch Lebensqualität, also lieber 10 Jahre "besser" wohnen als einen Vermieter zu füttern.
Das Leben ist kurz, mach was draus.
 
Zuletzt aktualisiert 28.06.2022
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