Ich beschäftige mich aktuell mit einer Thematik, die für alle relevant sein dürfte, die sich mit dem Malm-Lithostratigraphiekomplex in Gebäuden oder Gesteinsformationen auseinandersetzen: Welche Schutzmaßnahmen helfen gegen Feuchtigkeit bei Malm?
Ich meine damit konkret, welche baulichen oder chemischen Techniken man verlässlich einsetzen kann, um das Eindringen von Wasser oder Feuchtigkeit zu minimieren beziehungsweise das Gestein vor einer Zerstörung durch Feuchtigkeitseinwirkung zu bewahren.
Mich interessieren vor allem Hinweise und Erfahrungen zur Abdichtung, Feuchtigkeitsschutz bei Bauprojekten in Malmgebieten, aber auch praktische Tipps zum Umgang mit der charakteristischen Porosität und des Kalksteintypus. Gibt es etablierte Verfahren, die bevorzugt empfohlen werden? Welche Fehler sollte man definitiv vermeiden?
Danke im Voraus für euren Input!
Ich meine damit konkret, welche baulichen oder chemischen Techniken man verlässlich einsetzen kann, um das Eindringen von Wasser oder Feuchtigkeit zu minimieren beziehungsweise das Gestein vor einer Zerstörung durch Feuchtigkeitseinwirkung zu bewahren.
Mich interessieren vor allem Hinweise und Erfahrungen zur Abdichtung, Feuchtigkeitsschutz bei Bauprojekten in Malmgebieten, aber auch praktische Tipps zum Umgang mit der charakteristischen Porosität und des Kalksteintypus. Gibt es etablierte Verfahren, die bevorzugt empfohlen werden? Welche Fehler sollte man definitiv vermeiden?
Danke im Voraus für euren Input!
Grundsätzlich ist die Feuchtigkeit ein notorisches Problem bei Malmkalk, da dieser von Natur aus eine relativ hohe Porosität besitzt. Deshalb ist oft nicht nur eine oberflächige Abdichtung notwendig, sondern eine Kombination verschiedener Maßnahmen.
Zunächst sollte man verstehen, wie genau das Wasser ins Gestein eintritt – sei es durch Kapillarwirkung, Kondensation oder direktes Sickerwasser. In der Regel empfehle ich für Bauwerke mit Malm die Anwendung von hydrophoben Imprägnierungen, die tief in das Gestein eindringen und dadurch die Kapillaren verschließen. Hier ist auf die richtige Auswahl des Imprägniermittels zu achten, da manche Produkte bei kalkhaltigen Gesteinen nur sehr begrenzt wirken.
Weiterhin ist eine Drainage ober- und unterhalb der Konstruktion hilfreich, um das Wasser gezielt abzuleiten und Druck auf die Bausubstanz zu minimieren. Feuchtigkeitssperren aus Bitumenbahnen oder Kunststofffolien sind zwar üblich, aber im Malm eher als Ergänzung zu sehen, da Risse oder Porositäten trotzdem Feuchtigkeit durchlassen können.
Zunächst sollte man verstehen, wie genau das Wasser ins Gestein eintritt – sei es durch Kapillarwirkung, Kondensation oder direktes Sickerwasser. In der Regel empfehle ich für Bauwerke mit Malm die Anwendung von hydrophoben Imprägnierungen, die tief in das Gestein eindringen und dadurch die Kapillaren verschließen. Hier ist auf die richtige Auswahl des Imprägniermittels zu achten, da manche Produkte bei kalkhaltigen Gesteinen nur sehr begrenzt wirken.
Weiterhin ist eine Drainage ober- und unterhalb der Konstruktion hilfreich, um das Wasser gezielt abzuleiten und Druck auf die Bausubstanz zu minimieren. Feuchtigkeitssperren aus Bitumenbahnen oder Kunststofffolien sind zwar üblich, aber im Malm eher als Ergänzung zu sehen, da Risse oder Porositäten trotzdem Feuchtigkeit durchlassen können.
Meo-nu schrieb:Kannst du etwas zu deinem konkreten Anwendungsfall sagen? Handelt es sich um Außenwände, Keller, Tunnel oder etwas anderes? Die genauen Umgebungsbedingungen sind wichtig, um gezielter zu antworten.
Welche Schutzmaßnahmen helfen gegen Feuchtigkeit bei Malm?
Danke für die Hinweise, danial60 und Lidan56!
Zu meinem konkreten Fall: Es geht um ein älteres Gebäude, dessen Mauern teilweise bis in Malm-Untergrund fundiert sind. Die Kellerwände sind ziemlich feucht, vermutlich aufgrund von aufsteigender Feuchtigkeit und teils durch eindringendes Wasser. Ich suche Maßnahmen, die auch bei einer Sanierung ohne komplette Entkernung oder Neubau funktionieren.
Es wäre super, wenn ihr auch zu den Unterschieden zwischen Innen- und Außenabdichtung sowie zu chemischen Mitteln etwas sagen könntet – gerade im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Wie wichtig ist zum Beispiel eine Kombination aus verschiedenen Verfahren?
Zu meinem konkreten Fall: Es geht um ein älteres Gebäude, dessen Mauern teilweise bis in Malm-Untergrund fundiert sind. Die Kellerwände sind ziemlich feucht, vermutlich aufgrund von aufsteigender Feuchtigkeit und teils durch eindringendes Wasser. Ich suche Maßnahmen, die auch bei einer Sanierung ohne komplette Entkernung oder Neubau funktionieren.
Es wäre super, wenn ihr auch zu den Unterschieden zwischen Innen- und Außenabdichtung sowie zu chemischen Mitteln etwas sagen könntet – gerade im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Wie wichtig ist zum Beispiel eine Kombination aus verschiedenen Verfahren?
Das klingt nach einer typischen klassische Herausforderung bei Altbaukellern mit Malm-Fundamenten.
Eine Außendämmung und Abdichtung funktioniert bei bestehenden Gebäuden oft nur mit großem Aufwand oder gar nicht praktikabel, da der Erdaushub und aufwendige Drainagen nötig wären. Deshalb setze ich oft auf eine Innenabdichtung in Kombination mit Luftentfeuchtern und kontrollierter Lüftung, um die Feuchtigkeit im Raum zu regulieren.
Chemische Abdichtungen oder Injektionsverfahren können das Eindringen von Feuchtigkeit stoppen oder zumindest verringern. Allerdings sollten diese Verfahren immer von Fachleuten geplant werden, da falsch ausgewählte Mittel oder fehlerhafte Verarbeitung zu Schäden am Mauerwerk führen können.
Auch die Kombination von Innenabdichtung mit Abdichtungslacken und eventuell einer mineralischen Beschichtung eignet sich gut, um Feuchtigkeit zu bremsen und trotzdem Diffusionsoffenheit zu erhalten. So bleibt der Baustoff atmungsaktiv und der Feuchtigkeitsaustausch wird reguliert – wichtig, um Schimmel zu vermeiden.
Eine Außendämmung und Abdichtung funktioniert bei bestehenden Gebäuden oft nur mit großem Aufwand oder gar nicht praktikabel, da der Erdaushub und aufwendige Drainagen nötig wären. Deshalb setze ich oft auf eine Innenabdichtung in Kombination mit Luftentfeuchtern und kontrollierter Lüftung, um die Feuchtigkeit im Raum zu regulieren.
Chemische Abdichtungen oder Injektionsverfahren können das Eindringen von Feuchtigkeit stoppen oder zumindest verringern. Allerdings sollten diese Verfahren immer von Fachleuten geplant werden, da falsch ausgewählte Mittel oder fehlerhafte Verarbeitung zu Schäden am Mauerwerk führen können.
Auch die Kombination von Innenabdichtung mit Abdichtungslacken und eventuell einer mineralischen Beschichtung eignet sich gut, um Feuchtigkeit zu bremsen und trotzdem Diffusionsoffenheit zu erhalten. So bleibt der Baustoff atmungsaktiv und der Feuchtigkeitsaustausch wird reguliert – wichtig, um Schimmel zu vermeiden.
Meo-nu schrieb:Falls der Keller jedoch stark mit Wasser belastet ist, ist außen abdichten effektiver, aber wie gesagt, ist das bei Sanierungen oft schwierig.
Unterschiede zwischen Innen- und Außenabdichtung sowie zu chemischen Mitteln
Aus technischer Sicht muss man folgende Punkte als Grundlage nehmen:
1. Analyse der Feuchtigkeitsquelle: ist es aufsteigende Feuchte, Sickerwasser oder Kondensation?
2. Gezielte Abdichtung: Außenabdichtung bei Wasseranfall von außen, Innenabdichtung, wenn Außenabdichtung nicht möglich.
3. Hydrophobe Imprägnierungen nur zur Ergänzung, nicht als alleinige Maßnahme.
4. Drainagesysteme zur Entwässerung des Erdreichs.
5. Nutzung von kapillarbrechenden Schichten (z. B. Kies, Splitt) zwischen Fundament und Mauerwerk.
In deinem Fall, Meo-nu, bei Kellerwänden mit Malm im Untergrund, ist die Kombination aus Drainage, Außenabdichtung und ergänzender Innenabdichtung ideal, falls die bauliche Umsetzung machbar ist. Wenn nicht, dann konsequente Innenabdichtung mit diffusionsoffenen Systemen.
1. Analyse der Feuchtigkeitsquelle: ist es aufsteigende Feuchte, Sickerwasser oder Kondensation?
2. Gezielte Abdichtung: Außenabdichtung bei Wasseranfall von außen, Innenabdichtung, wenn Außenabdichtung nicht möglich.
3. Hydrophobe Imprägnierungen nur zur Ergänzung, nicht als alleinige Maßnahme.
4. Drainagesysteme zur Entwässerung des Erdreichs.
5. Nutzung von kapillarbrechenden Schichten (z. B. Kies, Splitt) zwischen Fundament und Mauerwerk.
In deinem Fall, Meo-nu, bei Kellerwänden mit Malm im Untergrund, ist die Kombination aus Drainage, Außenabdichtung und ergänzender Innenabdichtung ideal, falls die bauliche Umsetzung machbar ist. Wenn nicht, dann konsequente Innenabdichtung mit diffusionsoffenen Systemen.
danial60 schrieb:Hier stimme ich voll zu, denn ohne Drainage ist die beste Abdichtung wenig wert.
Drainage ober- und unterhalb der Konstruktion hilfreich
Nadine schrieb:Das ist korrekt und verhindert oft auch Schimmelbildung.
Innenabdichtung mit Abdichtungslacken und mineralischen Beschichtungen eignet sich gut, um Feuchtigkeit zu bremsen
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