Also ehrlich gesagt halte ich das Verziehen der Rückwand für ein absichtlich kalkuliertes Opfer.
Diese dünnen Platten dienen primär als Stabilitätselement und sind extrem preiswert hergestellt. Wenn sie sich verziehen, hält IKEA ja nichts davon ab, sie für kleines Geld zu ersetzen oder notfalls das ganze Regal neu zu kaufen.
Genau, man könnte argumentieren, dass die Konstruktion ohnehin für den Preis nicht für Jahrzehnte ausgelegt ist. Wer Langlebigkeit will, findet schnell teurere Alternativen.
Diese dünnen Platten dienen primär als Stabilitätselement und sind extrem preiswert hergestellt. Wenn sie sich verziehen, hält IKEA ja nichts davon ab, sie für kleines Geld zu ersetzen oder notfalls das ganze Regal neu zu kaufen.
RENMA schrieb:
Die Befestigung ist oft nur am Rand und nicht flexibel, wodurch Spannungen entstehen, die den Verzug verstärken können.
Genau, man könnte argumentieren, dass die Konstruktion ohnehin für den Preis nicht für Jahrzehnte ausgelegt ist. Wer Langlebigkeit will, findet schnell teurere Alternativen.
Interessant wäre zu wissen, ob die Rückwandverformung durch das Verziehen tatsächlich die Stabilität negativ beeinflusst oder ob es sich hauptsächlich um ein optisches Problem handelt.
Wenn die Stabilität im Vordergrund steht, sollte man vielleicht die Befestigungsmethode überprüfen. Manchmal sind nicht die äußeren Bedingungen, sondern schlechte Montage für Verzug verantwortlich. Eine flexible Rückwandbefestigung könnte in der Theorie schon Spannungen mindern.
Joe52 schrieb:
Das hat mich wirklich gestört, weil das Regal dann wackelig wirkt und auch optisch unschön ist.
Wenn die Stabilität im Vordergrund steht, sollte man vielleicht die Befestigungsmethode überprüfen. Manchmal sind nicht die äußeren Bedingungen, sondern schlechte Montage für Verzug verantwortlich. Eine flexible Rückwandbefestigung könnte in der Theorie schon Spannungen mindern.
S
Sinan-meo06.07.21 08:21Aus meiner Erfahrung vermindert eine gute Luftfeuchteregelung im Raum den Verzug erheblich. Ein Klimagerät oder Luftentfeuchter kann helfen, besonders in älteren Häusern mit feuchtigkeitsbedingten Schwankungen.
Weiterhin empfehle ich, die Rückwand nicht deutlich zu spannen, sondern die Nägel oder Schrauben etwas locker sitzen zu lassen. So kann die Platte arbeiten ohne, dass sie aus den Verankerungen gedrückt wird.
Alternativ erscheint eine dünne Rückwand aus Sperrholz als Ersatz sinnvoll, da diese widerstandsfähiger gegenüber Feuchtigkeit ist.
Weiterhin empfehle ich, die Rückwand nicht deutlich zu spannen, sondern die Nägel oder Schrauben etwas locker sitzen zu lassen. So kann die Platte arbeiten ohne, dass sie aus den Verankerungen gedrückt wird.
Alternativ erscheint eine dünne Rückwand aus Sperrholz als Ersatz sinnvoll, da diese widerstandsfähiger gegenüber Feuchtigkeit ist.
Vielen Dank für die vielfältigen Antworten und Meinungen!
Diese Einschätzung finde ich sehr einleuchtend und erklärt vieles. Das Regal ist in der Tat günstig und Kompromisse in Material und Konstruktion unvermeidbar.
Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Ich denke auch, dass eine zu straffe Befestigung die Spannungen verstärkt.
Bleibt noch die Frage offen, in wie weit der Verzug letztlich die Funktionalität beeinträchtigt. Werde das ggf. beobachten und berichten.
Gilbert schrieb:
Diese dünnen Platten dienen primär als Stabilitätselement und sind extrem preiswert hergestellt.
Diese Einschätzung finde ich sehr einleuchtend und erklärt vieles. Das Regal ist in der Tat günstig und Kompromisse in Material und Konstruktion unvermeidbar.
Sinan-meo schrieb:
die Nägel oder Schrauben etwas locker sitzen zu lassen. So kann die Platte arbeiten ohne, dass sie aus den Verankerungen gedrückt wird.
Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Ich denke auch, dass eine zu straffe Befestigung die Spannungen verstärkt.
Bleibt noch die Frage offen, in wie weit der Verzug letztlich die Funktionalität beeinträchtigt. Werde das ggf. beobachten und berichten.
Zum Thema Stabilität kann ich ergänzen:
Bei mir war es tatsächlich eher das Aussehen, das gestört hat. Das Regal selbst stand weiterhin sicher, da die Seitenwände und die obere Platte die Hauptstabilität liefern.
Dennoch reicht eine gewellte Rückwand manchmal aus, um Türen oder Kanten zu beschädigen, wenn sie zu sehr absteht. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll.
MUMENAR schrieb:
Ob die Rückwandverformung die Stabilität negativ beeinflusst oder ob es sich hauptsächlich um ein optisches Problem handelt.
Bei mir war es tatsächlich eher das Aussehen, das gestört hat. Das Regal selbst stand weiterhin sicher, da die Seitenwände und die obere Platte die Hauptstabilität liefern.
Dennoch reicht eine gewellte Rückwand manchmal aus, um Türen oder Kanten zu beschädigen, wenn sie zu sehr absteht. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll.
Abschließend noch ein kleiner Tipp aus dem "wie man ein Billy vor dem Wellen-Zauber rettet" – Buch ?:
Einfach die Rückwand gelegentlich abnehmen und zum Trocknen hinstellen, besonders nach hohen Luftfeuchten. Ich hab das einmal gemacht und tatsächlich etwas Verbesserung gespürt. Klar, das ist kein 100% Schutz, aber besser als nichts.
Und im Zweifel: Locker befestigen und die Rückwand nicht unnötig festziehen; sie freut sich, wenn sie ein bisschen Raum bekommt, um sich auszudehnen. Dann bleibt das Regal länger schön!
Einfach die Rückwand gelegentlich abnehmen und zum Trocknen hinstellen, besonders nach hohen Luftfeuchten. Ich hab das einmal gemacht und tatsächlich etwas Verbesserung gespürt. Klar, das ist kein 100% Schutz, aber besser als nichts.
Und im Zweifel: Locker befestigen und die Rückwand nicht unnötig festziehen; sie freut sich, wenn sie ein bisschen Raum bekommt, um sich auszudehnen. Dann bleibt das Regal länger schön!
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