Hallo zusammen, ich habe ein Malm Bett von IKEA und mir ist aufgefallen, dass es insbesondere bei niedrigen Temperaturen, also wenn es kälter ist, anfängt zu quietschen. Meine Frage ist: Warum quietschen MALM Betten bei Kälte? Ich vermute, dass es mit dem Material oder der Bauweise zusammenhängen könnte, aber ich würde gerne wissen, was genau dazu führt, dass das Bett dann Geräusche macht, obwohl es bei wärmeren Temperaturen ruhig ist. Vielleicht spielen Faktoren wie die Holzquellung oder Metallverbindungen eine Rolle? Ich freue mich auf eure Einschätzungen oder Erfahrungen damit.
Die Ursache für das Quietschen von MALM Betten bei kalten Temperaturen lässt sich fachlich auf die thermische Ausdehnung und Kontraktion verschiedener Materialien zurückführen. Holz und Metall reagieren unterschiedlich auf Temperaturschwankungen: Holz zieht sich bei Kälte üblicherweise minimal zusammen, während Metall sich weniger stark verändert. Die unterschiedlichen Ausdehnungen führen zu Bewegungen und Reibungen an den Verbindungsstellen, etwa Schrauben oder Aufnahmen, was das Quietschen verursacht. Hinzu kommt, dass Feuchtigkeit bei Kälte in der Luft geringer ist, was das Holz möglicherweise etwas trockener und spröder macht, wodurch Geräusche verstärkt wahrgenommen werden. Eine präzise Justierung und regelmäßige Wartung der Schrauben kann zumindest den Geräuschpegel reduzieren.
Ich ergänze das gerne um eine kleine Erklärung, wie genau diese Geräusche entstehen. Das MALM Bett besteht aus Holzplatten und Schraubverbindungen. Bei Kälte zieht sich das Holz leicht zusammen, wodurch die Verbindung zu den Metallteilen fester oder auch ungleichmäßig wird. Wenn man sich dann bewegt oder das Gewicht sich verteilt, entstehen mikroskopische Reibebewegungen zwischen Holz und Metall. Diese Reibung löst die bekannten Quietscher aus.
Tipp: Das Auftragen eines trockenen Schmiermittels wie Polytetrafluorethylen (PTFE) oder eines speziellen Möbelwachses an den Verbindungsstellen kann dazu beitragen, das Quietschen zu mindern. Bitte kein Öl verwenden, da das Holz sonst aufquellen und sich verändern könnte.
Tipp: Das Auftragen eines trockenen Schmiermittels wie Polytetrafluorethylen (PTFE) oder eines speziellen Möbelwachses an den Verbindungsstellen kann dazu beitragen, das Quietschen zu mindern. Bitte kein Öl verwenden, da das Holz sonst aufquellen und sich verändern könnte.
gadalu schrieb:
unterschiedliche Ausdehnung führen zu Bewegungen und ReibungenDas leuchtet mir ein, insbesondere die unterschiedliche Ausdehnung von Holz und Metall macht Sinn. Gibt es evidenzbasierte Hinweise darauf, dass bestimmte Holzarten oder Verarbeitungsarten bei IKEA Betten dieses Problem mehr oder weniger zeigen?
Außerdem: Können latent vorhandene Feuchtigkeitsschwankungen bei Kälte die Geräusche verstärken, ist also der Luftfeuchtigkeitsfaktor entscheidend für das Quietschen?
Zur Thematik der Holzarten und deren Neigung zum Quietschen: MALM Betten verwenden hauptsächlich MDF-Platten (mitteldichte Faserplatte) mit einer Oberfläche aus Lack oder Folie. MDF reagiert sehr empfindlich auf Feuchtigkeitsschwankungen, was die Spannung an Verbindungen verstärken kann.
Bei Kälte ist oft die Luftfeuchtigkeit im Raum niedriger, was das MDF trockener und damit etwas spröder macht. Die Kombination aus Kälte und reduzierter Luftfeuchtigkeit lässt das Material sich minimal zusammenziehen, was an den Verbindungsstellen die Reibkraft erhöht.
Daher sind Feuchtigkeitsschwankungen ein relevanter Faktor für das Auftreten von Quietschen.
Eine Möglichkeit, das zu minimieren, besteht darin, eine konstante Raumtemperatur zu halten und möglichst gleichbleibende Luftfeuchtigkeit (ca. 40-60 %) zu gewährleisten.
Bei Kälte ist oft die Luftfeuchtigkeit im Raum niedriger, was das MDF trockener und damit etwas spröder macht. Die Kombination aus Kälte und reduzierter Luftfeuchtigkeit lässt das Material sich minimal zusammenziehen, was an den Verbindungsstellen die Reibkraft erhöht.
Daher sind Feuchtigkeitsschwankungen ein relevanter Faktor für das Auftreten von Quietschen.
Eine Möglichkeit, das zu minimieren, besteht darin, eine konstante Raumtemperatur zu halten und möglichst gleichbleibende Luftfeuchtigkeit (ca. 40-60 %) zu gewährleisten.
F
Friedrich05.09.22 11:27Ich kenne das Problem auch aus eigener Erfahrung. Es ist wirklich frustrierend, wenn man sich nachts umdreht und dieses Quietschen hört. Was mir geholfen hat, war eine gründliche Überprüfung aller Schrauben und Verbindungselemente. Oft sind diese etwas locker, was die Bewegung noch verstärkt.
Ich habe außerdem beobachtet, dass bei mir persönlich die Geräusche häufiger auftreten, wenn ich frische kalte Luft ins Zimmer lasse, also durch zu häufiges Lüften. Seitdem ich mehr auf gleichmäßige Raumtemperatur achte, hat sich das deutlich gebessert.
Vielleicht kann auch eine kleine Weichholz-Probe zwischen Verbindungspunkte gelegt werden, um die Reibung zu verringern – hier wäre die Sachkenntnis der Community aber wichtig.
Ich habe außerdem beobachtet, dass bei mir persönlich die Geräusche häufiger auftreten, wenn ich frische kalte Luft ins Zimmer lasse, also durch zu häufiges Lüften. Seitdem ich mehr auf gleichmäßige Raumtemperatur achte, hat sich das deutlich gebessert.
Vielleicht kann auch eine kleine Weichholz-Probe zwischen Verbindungspunkte gelegt werden, um die Reibung zu verringern – hier wäre die Sachkenntnis der Community aber wichtig.
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