Strategie beim Hausverkauf - wie gehe ich am besten vor?

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Ich glaube, wir haben angefangen zu inserieren, als wir uns für die Baufirma entschieden hatten. Da wussten wir, jetzt gehts los! Da wir preislich auch „etwas“ höher herangegangen sind, zog sich der Verkauf ein wenig hin. Uns war bewusst, dass unser Haus wunderschön liegt und sehr gepflegt ist. Wir waren nicht auf den Verkauf angewiesen, was ein enormer Vorteil ist!!! So konnten wir entspannt warten, bis der passende Käufer gefunden war. Bis dann alles über die Bühne gegangen war, wohnten wir sogar schon im neuen Haus. Heute schauen wir manchmal vorbei, halten ein Schwätzchen übern Gartenzaun und staunen, wie sich das alte Zuhause verändert.
 
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Es gibt viele Käufer, die den Markt in Form von Inseraten mit ihren Suchkriterien länger beobachten. Wenn Sie sehen, dass der Preis fällt, wähnen Sie (richtig?) dass der Verkäufer nicht jede Zeit der Welt hat und sehen einen Ansatzpunkt für weitere Verhandlungen. Oder aber sie vermuten einen Haken, der erst im weiteren Verlauf sichtbar wird, weshalb keiner bereit ist das Objekt wirklich zu kaufen. Die so denken werden gleich ganz abgeschreckt.
Letztlich offenbart eine Preisreduktion immer einen Zugzwang auf Seiten des Verkäufers. Das schwächt seine Verhandlungsposition. Wie sehr, hängt wiederum von Lage und Objekt ab.
Letztlich ist es auch eine Frage der wirklichen Nachfrage - wenn ein Objekt offensichtlich (in der Marktbeobachtung) zu hoch eingepreist wurde, bleibt eben im Zweifel nur lange warten auf den "Glücklichen", wie hier schon beschrieben. Un wenn er nicht kommt, muss man gucken wie es weitergeht. Oft sieht man dann - neuer Makler, hoher Preis. Dann plötzlich "von Privat" - aber Preis bleibt..
 
Ich wollte nur ausdrücken, dass ich glaube, die Differenz wird größer sein.
Möglich - wenn jemand als Privatkäufer zu Liebhaber-Preisen kaufen will. Aber ich denke die "den Markt testen" Methode ist wirklich sinnvoll. Bisher hast du sein initiales, sicher nicht letztes Angebot. Ansonsten nur die Aussagen der Makler. Jetzt musst du gucken, dass du an andere Angebote kommst - und ob diese im Bereich der Makler-Schätzungen liegen..
 
Ich würde in der heutigen Zeit auf keinen Fall abseits des Marktes verkaufen. Da wird man nur übers Ohr gezogen.

Mitte letzten Jahres habe ich mein Elternhaus verkauft. Am Ende haben wir 25 TEUR mehr bekommen als inseriert - und es war schon zu einem frechen Preis drin. Letztlich wollten 6 Interessenten das Haus zum inserierten Preis kaufen. Wir haben uns dann für ein verdecktes Bieterverfahren entschieden.

Das Haus wurde von einem gut verdienenden Paar gekauft. Trotzdem hatte die finanzierende Bank am Ende Bauchschmerzen mit dem Kaufpreis, da aus deren Sicht zu hoch. Ende vom Lied: Darlehen aus der Familie + ein Verkäuferdarlehen über 20 TEUR und das Ding war durch.
Hmm, gutes Beispiel für die Marktlage - völlige Überhitzung. Private Bieterverfahren, Finanzierung völlig überhöht (Verkäufer-Darlehen + Geld aus der Familie, damit man einen Bankkredit kriegt) - und der Verkäufer hat immer noch Angst vorm über's Ohr gehauen werden.. ;)
 
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