Strategie beim Hausverkauf - wie gehe ich am besten vor?

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ok, ein wenig mehr Mut tut mir sicher gut :)
Ich werde ein Exposé erstellen, inserieren und dann mal sehen was passiert.
Ist ja quasi auch alles fast vor der Tür, das wäre ne Idee.
Aber lustig, vor 2 Monaten hat hier jemand geklingelt und gefragt, ob wir evtl. jemanden kennen, der hier in der Nachbarschaft ein Haus verkaufen möchte. Sie würden schon so lange suchen :)
Absolut !
Du sagst, es ist ein gutes und gepflegtes Haus - dann wirst Du es gut verkaufen !!!
Das spricht sich dann schon rum, dass Du verkaufst. Der Käufer kommt meist von dort, wo man ihn nichnt vermutet. An Fremde verkauft sich eh besser.
Ich war seeehr mutig aber ich hatte auch Alles top in Schuss. Wie gesagt, ratzfatz trotz des hohen Preises.
Die Lage ist sehr sehr begehrt!
Na also !
Unsere Straße liegt auf der Karte bei „sehr gute Wohnlage“. 2 Straßen weiter war es „gute Wohnlage“. Also das sagte sie auch, dass es schon nur einige Straßen weiter Preislich Unterschiede gibt.
Ehrlich gesagt schenkte ich diesen Szenarien nicht ganz so viel Bedeutung. Es gibt doch keine Auswahl heutzutage. Ich hätte lieber gekauft als neu gebaut und trotz sehr großem Radius fanden wir Nichts.
Du brauchst Dir ja keine Sorge machen, dass Du Jemand übers Ohr haust. Wenn Du einen sehr hohen Preis bekommst dann war dieser dem Markt gerecht. Unterschätze nicht, wieviele Leute aktuell ein Haus zu kaufen suchen und keine guten Häuser finden können.
 
Der Typ scheint ja nur drauf zu warten, hat direkt 5 min. später geantwortet, dass dies sein finales Angebot sei
Dann ist er kein "Kapitalanleger" - aber immerhin höflich genug, sich zurückzumelden. Nundenn, mit dem "Rest" des Ablaufplanes kannst Du ja dennoch etwas anfangen.
lass doch mal beim Bäcker, Kita, Nachbarn, Sportverein verlauten, dass ihr demnächst verkaufen wollt.
Ja, man glaubt garnicht, was manche Leute neben denen man nichtsahnend beim Bäcker wartet für liquide Mittel haben ;-) oder wo man nie darüber nachgedacht hat ob die Kinder haben, und dann haben die sogar gleich welche im hauskaufwilligen Alter ...
 
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Ich habe mehrere Jahre Immos für den Verkauf fotografiert. Für Makler und für Private Verkäufer.
Und ich habe selbst mein Haus verkauft. Leider dennoch nicht so schnell wie gedacht. Ich bin halt kein Verkäufer, sondern Fotograf. Das Problem heutzutage ist, dass jeder von uns denkt, er könne alles selbst, und andere verdienen zu viel an ihren Dienstleistungen.
Das gilt nicht nur für Makler, auch bei Fotografen, Näherinnen, Köchen und viele andere Handwerker wie auch Dienstleistungen,


Heutzutage ist es ja nicht das Problem, an Kaufinteressenten zu gelangen, denn jeder Kaufinteressent sucht im Netz und bei den gängigen Anbietern.
Man kann aber leider in seiner Offerte vieles falsch machen.
Das fängt mit den Fotos an und hört mit dem Preis auf.
Ein Inserat, welches aufgrund Fehler auf wenig Interesse stößt, wird auch kein drittes Mal aufgerufen. Der Suchende denkt: ach, das schon wieder. Usw.

Der Markt macht natürlich einiges einfacher. Da wird ein Fehler hie und da nicht so viele Folgen haben, da Suchende sich auch schlecht präsentierte oder zu hoch angesetzte Objekte anschauen, bevor sie sich gar nichts anschauen.

Beim ersten Anlauf haben wir über 400.000 angegeben, beim zweiten Anlauf unter 400.000.
Auch mit 415000€ auf den Markt zu gehen ist falsch. (Pinki, ist jetzt nur ein Beispiel)
400 will man haben, schlägt was drauf. ... der Suchende gibt als Limit 400 ein und, schon wird das Haus weggefiltert.

Zu Deiner Frage:

und wie viel ich vom Preis abziehen würde, wenn ich während der Bauzeit keine Miete zahlen müsste.
Wir haben es so gemacht: verkauft im Dezember, im Februar ist das Geld geflossen, im September Übergabe, irgendwie so.
Wir wohnten quasi mietfrei.
Ich gebe immer den Tipp: setzt Euch zusammen an den Tisch und begegnet Euch auf Augenhöhe. Meist ist es ja so, dass wenn jmd eine Forderung stellt, er als Feind angesehen wird. Man ist argwöhnisch und will auf Teufel dem anderen nichts geben - keine Rechte, kein Geld. Man will selbst als Gewinner dastehen.
Dabei kann das Leben so einfach sein: einigen, sodass jeder für sich zufrieden sein kann. Ohne Kampf.
Und ja: bei uns war es ungefähr immer eine Kaltmonatsmiete, also unser Abtrag, den wir nicht mehr zahlen mussten. Das war dann eine einfache 5-stellige Summe, die wir mental runter gegangen sind :cool:
 
Und ich habe selbst mein Haus verkauft. Leider dennoch nicht so schnell wie gedacht. Ich bin halt kein Verkäufer, sondern Fotograf. Das Problem heutzutage ist, dass jeder von uns denkt, er könne alles selbst, und andere verdienen zu viel an ihren Dienstleistungen.
Das gilt nicht nur für Makler, auch bei Fotografen, Näherinnen, Köchen und viele andere Handwerker wie auch Dienstleistungen,
Zwei Denkfehler - als du verkauft hast, war der Markt noch kein absoluter Verkäufermarkt - das war bis vor kurzem noch ganz anders.

Und das heutige Problem ist, das jeder an jeder Stelle das Maximum rausholen will, den "perfect deal" - wie in diesem Thread schon zu lesen. So will dann eben auch der Koch nach MinMax für schnell zusammen erwärmte Komponenten das Geld für richtig gute Handwerksküche. Und so will der Automatik-Knipser für seine Elaborate Künstlerpreise. Oder der Lackschuh-Träger mit reiner Aufschließ-Kompetenz seine 7% für etwas, was wirklich engagierte Makler mit hohem Invest begleiten.

Umgekehrt zahle ich gerne einem erfahrenden Gutachter seine 1-2 Stunden, wenn er mir nach der Besichtigung klar sagen kann, das der gewünschte Preis mindestens 100.000€ zu hoch ist. Passt übrigens gut zu diesem Thread. Der wirkliche Preis ist das, was am Ende (wann immer das kommt) jemand bezahlt. Die Meinung des Gutachters, des Investors oder des Maklers sind nur Marken - wenn mein Preis das höchste Angebot ist, kann der Verkäufer es annehmen, oder weiter warten, ob sich noch jemand findet.

Das ist eben die gefährliche, weil spaltende Erosion der Mitte. Die "lohnt" sich angeblich nämlich nicht.

Man kann aber leider in seiner Offerte vieles falsch machen.
Das fängt mit den Fotos an und hört mit dem Preis auf.
Ein Inserat, welches aufgrund Fehler auf wenig Interesse stößt, wird auch kein drittes Mal aufgerufen. Der Suchende denkt: ach, das schon wieder. Usw.

Der Markt macht natürlich einiges einfacher. Da wird ein Fehler hie und da nicht so viele Folgen haben, da Suchende sich auch schlecht präsentierte oder zu hoch angesetzte Objekte anschauen, bevor sie sich gar nichts anschauen.

Auch mit 415000€ auf den Markt zu gehen ist falsch. (Pinki, ist jetzt nur ein Beispiel)
400 will man haben, schlägt was drauf. ... der Suchende gibt als Limit 400 ein und, schon wird das Haus weggefiltert.
Auf welche Fotos jemand im Detail anspringt ist wohl Geschmackssache. Auch hier gilt eben solide vorgehen - Außensicht, denn man will nichts verstecken, vernünftige Beleuchtung & vorher aufräumen. Grundrisse. Irgendwelche pseudokünstlerischen Maklerfotos ala Rose im Garten mit viel Bokeh wäre vielleicht beim Objektivverkauf sinnvoll, bei der Immobilie maximal ein "schadet halt nicht". Auf Preisfilter würde ich auch nicht viel geben, ist bei Suchen eher zweitrangig.
Das mag in einem anderen Bereich des Immobilienzyklus wieder anders werden. Das ist ja das tolle an Foren. Guckt man da in die Beiträge von 2007-09, kann man noch lesen, wie RH in toller Lage eben 2 Jahre im Verkauf waren. Da ist dann ein guter Makler vielleicht schon wieder von Nöten..
 
ok, ein wenig mehr Mut tut mir sicher gut :)

Ich werde ein Exposé erstellen, inserieren und dann mal sehen was passiert.

Ist ja quasi auch alles fast vor der Tür, das wäre ne Idee.

Aber lustig, vor 2 Monaten hat hier jemand geklingelt und gefragt, ob wir evtl. jemanden kennen, der hier in der Nachbarschaft ein Haus verkaufen möchte. Sie würden schon so lange suchen :)
Genau. Die Kosten sind gering, und du hast Zeit. Was soll dir passieren? Wenn du Angebote passend zu deiner ersten Preisposition bekommst, kannst du immer noch weiter überlegen. Und umgekehrt genauso. Und zur Not stellst du in 8 Wochen eben eine neue Anzeige mit einem neuen Angebot ein..
 
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