Strategie beim Hausverkauf - wie gehe ich am besten vor?

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Wir haben es so gemacht: verkauft im Dezember, im Februar ist das Geld geflossen, im September Übergabe, irgendwie so.
Wir wohnten quasi mietfrei.
Ich gebe immer den Tipp: setzt Euch zusammen an den Tisch und begegnet Euch auf Augenhöhe.
Das hätte ich wirklich gerne getan.

Ich hätte auch, direkt ab Kaufpreiszahlung, die ortsübliche Miete gezahlt. Mir geht es nicht darum, ob ich am Ende 5k mehr oder weniger bekommen habe, sondern mehr um die reibungslose Abwicklung und das man sich beiderseitig einig ist und ein Gutes Gefühl beim Verkauf/Kauf hat.

Aber wenn jemand direkt 100k weniger bietet und schon sagt, das sei final, dann ist das für mich keine Grundlage für weitere Gespräche.

Ich beobachte den Markt weiter, aktuell ist eine DHH eine Straße weiter inseriert und wenn ich da den vom Makler angesetzten Preis sehe, muss ich bei mir nochmal ne Schippe drauf legen :D :D
 
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Nein, sie hat gefragt, ich hab geantwortet, sie hat sich bedankt und ist gegangen.
Dann könnt Ihr jetzt per Schnick-Schnack-Schnuck ausknobeln, wer die größere Schlafmütze war. So verpaßt man Geschäftsgelegenheiten.
Aber wenn jemand direkt 100k weniger bietet und schon sagt, das sei final, dann ist das für mich keine Grundlage für weitere Gespräche.
In diesem Fall ist zumindest sofort klar, daß nur einer der Beteiligten ein Depp ist, und wer :)
Aber, wie gesagt: wenigstens war er so höflich, Dir gleich Klarheit zu geben. Viele Zeitgenossen sind heute erst ganz verzweifelt unglaublich interessiert und sagen am Ende noch nicht einmal mehr ab. Insofern würde ich mich bei ihm bedanken: wer weiß, wem der dann weitererzählt wie nett Du bist und wer von denen die das hören Dein Objekt möchte und Geld hat.
 
sondern mehr um die reibungslose Abwicklung und das man sich beiderseitig einig ist und ein Gutes Gefühl beim Verkauf/Kauf hat.
Ja, es muss auf eine WinWin-Situation hinauslaufen. Für jeden muss etwas Positives sein. Dann fragt man auch nicht später zu anderen Konditionen an. Dann ist das final.
ber wenn jemand direkt 100k weniger bietet und schon sagt, das sei final, dann ist das für mich keine Grundlage für weitere Gespräche.
Das ist frech. Kenn ich. Unser schönes Bad madig geredet (" das Bad ist nichts für eine 4-köpfige Familie, da muss ich umbauen... das grosse Kinder-Zimmer muss ich für meine Kinder teilen"), obwohl er in einem 2-3-Personen-Haus gestanden hat. Man muss ein Haus und den Preis nicht schlecht reden. Das ist Unfug. Die haben es nicht verdient. Wenn man als Käufer sagt "schönes Haus, aber 50000€ zu viel, wie können wir uns einigen?", das wird dann ein eher angenehmeres Gespräch. Das ist die Augenhöhe, die vielen fehlt.
"Du musst verkaufen? Dann geh gefälligst mit dem Preis runter". So nicht!
 
Das Problem heutzutage ist, dass jeder von uns denkt, er könne alles selbst, und andere verdienen zu viel an ihren Dienstleistungen.
Sind wir nichb Alle ein Stück weit Bundestrainer, Polizist, Architekt, Koch, Fotograf.......
Ich versuche zumindest für mich zu klären, was ich kann und was nicht. Vlt. hat man da erfahrungsbedingt schon einige Dinge auch schmerzhaft lernen dürfen/müssen. Von daher habe ich das Fotografieren lassen, vorher technisch instandhalten lassen und würde vlt. notfalls auch eine Immobilie gegen Gebühr schätzen lassen. Den Verkauf meiner eigenen Immobilie würde ich aber immer selbst machen wollen; dies nicht nur aber auch aus Gründen des Maklerhonors und eben weil es mir Spass macht.
Unser schönes Bad madig geredet
Kam einer in die Wohnung und meinte, die Fenster seien zu viele, die Decke zu hoch ohje und dies und das und überhaupt. Dieses Gespräch habe ich beendet und ihm gesagt, dass es zwischen uns nix wird. Ich habe kein Schnäppchen zu verkaufen, sondern eine gute Immobilie und dafür verlange ich diesen Preis; im Gegenzug erhält der Käufer ein Objekt ohne jegliche Leichen im Keller. Das ist meine Herangehensweise. Etwas schlechtreden finde ich unmöglich und das beendet bei mir immer das Gespräch, auch beim Autrokauf. Ich selbst verhalte mich beim Kauf auch nicht so.
Wenn man als Käufer sagt "schönes Haus, aber 50000€ zu viel, wie können wir uns einigen?", das wird dann ein eher angenehmeres Gespräch. Das ist die Augenhöhe, die vielen fehlt.
"Du musst verkaufen? Dann geh gefälligst mit dem Preis runter". So nicht!
Yeppp, 100 Punkte !
 
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