Nutzkeller: Dämmen, Heizen, Decke erhöhen?

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B

blubbernase

Das mit der kwl hab ich auch schon rausgebekommen, dass das nicht geht.

Wir sind am eruieren wie wir das mit dem Belüftung machen.
 
F

Fuchur

Falls der Keller außerhalb der thermischen Hülle bleibt, ist die Einbeziehung der KWL in den Keller sicher keine gute Idee (bzw vermutlich nicht einmal zulässig).
Also das haben wir sowohl im letzten als auch im aktuellen Haus so. Gab bislang noch nie Probleme und persönlich meine ich, dass die Vorteile überwiegen.
 
B

blubbernase

Also das haben wir sowohl im letzten als auch im aktuellen Haus so. Gab bislang noch nie Probleme und persönlich meine ich, dass die Vorteile überwiegen.
Der Technikmensch von Gussek meinte, dass wegen der WRG der KWL wir diese nicht in den unbeheizten und ungedämmten keller mit einbeziehen können.
 
F

Fuchur

Ohje, mit Gussek habe ich gerade bei Haustechnik meine eigenen Erfahrungen gemacht und haben unseren Bauvertrag nach einem halben Jahr gekündigt, ich hoffe ihr habt da mehr Glück.

Gerade mal die Daten ausgelesen: Außen 1,1°C, Zuluft 16,1°C, Keller 18,4°C. Ja, es geht etwas Wärme verloren, aber zumindest hinsichtlich Feuchte gibt es da kein Problem. Im Gegenteil hole ich Feuchtigkeit raus - und nutze gleich noch die Abwärme vom Technikraum im Keller.
 
Hangman

Hangman

Gerade mal die Daten ausgelesen: Außen 1,1°C, Zuluft 16,1°C, Keller 18,4°C. Ja, es geht etwas Wärme verloren, aber zumindest hinsichtlich Feuchte gibt es da kein Problem. Im Gegenteil hole ich Feuchtigkeit raus - und nutze gleich noch die Abwärme vom Technikraum im Keller.
Nur damit wir nicht aneinander vorbei schreiben: dass das KWL Gerät im Keller stehen kann ist klar, ebenso die Verrohrung von Aussen- und Fortluft. Aber ein ungedämmter und unbeheizter Keller außerhalb der thermischen Hülle und dennoch die Haus KWL Zu/Abluft auch in dem Keller? Also ich würde mich das nicht trauen...
 
F

Fuchur

Unsere KWL steht im Dachboden. Alle Kellerräume sind mit Zu- oder Abluft angeschlossen. Der Kellerflur gehört zur thermischen Hülle, da offenes Treppenhaus. Ansonsten gibt es nur eine Perimeterdämmung außen, ich glaube 10cm und den Styropor unter dem Estrich, keine Dämmung unter der Bodenplatte. Im größten Raum haben wir sogar FBH legen lassen, die bedarfsweise mal aktiviert wird.

Vor was hast du denn Angst? Ich will nicht ausschließen, dass die Wärmeverluste für Probleme sorgen können bei Zielgröße KfW-40 o.ä., wir haben normal ENEV gebaut.
 
F

Fuchur

Kann ich gerne tun, aber nicht öffentlich im Forum. Bei konkreten Fragen schreibe mich einfach an.

Ein Beispiel:
Wir wollten eine KNX-Installation haben. Planung war alles fertig, Raumkonzept lag vor, es ging eigentlich nur darum, dass die richtigen Kabel an die richtigen Stellen geführt werden. Nach wochenlangen Diskussionen gab es eine Telefonkonferenz zwischen dem Elektriker, dem "Verkäufer" und der Planungsabteilung über geschlagene 4 Stunden - wohlgemerkt ohne mich. Ergebnis: Man sagte mir wörtlich: "Wir wissen eigentlich nicht genau was Sie wollen, aber wir können schon sagen, das kostet mindestens 50T € Aufpreis alleine für die Verkabelung zzgl. Technik. Und wir müssten dazu eine Planung beim Elektriker hier mit Ihnen machen, dafür veranschlagen wir 5 Tage, die wir mit je 1000€ berechnen müssen."
Übersetzt: Wir können das nicht, aber Firmenphilosophie ist, wir machen alles möglich. Wir müssen nur dafür sorgen, dass der Kunde das freiwillig nicht mehr will.

Wir kamen auch nur aus dem Bauvertrag raus, weil wir eine selbst formulierte Widerrufsklausel in den Vertrag haben aufnehmen lassen. Kurz nach Bestätigung der Kündigung war unser lokaler Verkäufer nicht mehr für Gussek tätig...
 
Zuletzt bearbeitet:
11ant

11ant

Unsere KWL steht im Dachboden. Alle Kellerräume sind mit Zu- oder Abluft angeschlossen. Der Kellerflur gehört zur thermischen Hülle, da offenes Treppenhaus. [...], wir haben normal ENEV gebaut.
Bei EnEV ist das auch Privatsache, einen Kaltkeller mit an die gemeinsame KWL anzuschließen - in den edlen KfW-Fettstufen sehe ich da (mit wie ohne WRG) zwei separate KWL-Kreise angesagt sein.
 
Hangman

Hangman

gibt es nur eine Perimeterdämmung außen, ich glaube 10cm und den Styropor unter dem Estrich, keine Dämmung unter der Bodenplatte. Im größten Raum haben wir sogar FBH legen lassen, die bedarfsweise mal aktiviert wird.
Gerade mal die Daten ausgelesen: Außen 1,1°C, Zuluft 16,1°C, Keller 18,4°C. Ja, es geht etwas Wärme verloren, aber zumindest hinsichtlich Feuchte gibt es da kein Problem. Im Gegenteil hole ich Feuchtigkeit raus - und nutze gleich noch die Abwärme vom Technikraum im Keller.
Deine Ausführung und 18,4° Kellertemperatur sind ja nun wirklich nicht ungedämmt und unbeheizt. Keine Ahnung wie @blubbernase es letztlich entscheiden wird, aber wenn es ein reiner Nutzkeller ohne Perimeterdämmung, ohne BoPla/Estrichdämmung und ohne Heizung wird, hätte ich z.B. im Sommer Bedenken bei Kondensationsfeuchte an kalten Kellerwänden. Von Einflüssen und evtl Vorgaben im Hinblick auf KfW mal abgesehen.

Aus meiner Sicht folgt daraus lediglich, die KWL´ von Keller und Wohnteil zu trennen, d.h. zwei zentrale KWL´ ins Haus zu bauen.
Ja, kann man sicher so machen. Ist aus meiner Sicht aber mit Elefanten auf Spatzen geworfen. Für Lüftung mit Feuchteschutz sind die genannten Maico AKE sicher die pragmatischere Variante.
 
11ant

11ant

Ja, kann man sicher so machen. Ist aus meiner Sicht aber mit Elefanten auf Spatzen geworfen. Für Lüftung mit Feuchteschutz sind die genannten Maico AKE sicher die pragmatischere Variante.
Oh, bitte nicht, ich werde nicht gerne geworfen - und auf meinen Freund, den Spatzen vom Wallrafplatz schon garnicht !
Die AKE sind sicherlich ausreichend - ich wollte auch nicht so verstanden werden, als müsse es für den Keller eine noble KWL sein. Die wäre da auch m.E. übertrieben. Ich meinte nur: 1. KWL und KfW Doppelturbo einerseits und Kaltkeller andererseits schlössen einander nicht aus, sondern 2. wenn, dann müßte man die Kreise nur trennen - am saubersten durch vollständig separierte Anlagen. Aber natürlich "geht auch" eine angemessene "statt" einer luxuriösen Lösung.
 
B

blubbernase

ja richtig, KNX und gussek verträgt sich nicht. Dann muss man elektro komplett rausnehmen,
hätte ich z.B. im Sommer Bedenken bei Kondensationsfeuchte an kalten Kellerwänden.
Ich auch! Deswegen ja die Eingangsfrage!
Für Lüftung mit Feuchteschutz sind die genannten Maico AKE sicher die pragmatischere Variante.
Ich hab das mit genommen und spreche mit dem Kellerbauer noch mal drüber.
 
H

HoisleBauer22

Ich möchte an dieser Stelle das Thema etwas erweitern und zwar:
Unser Schlüsselfertig-Massivhausanbieter hat - angeblich wegen des KfW 55 Standards und Kältebrücken - den Keller in die thermische Hülle mitaufgenommen (Dämmung unter Fundamentplatte und Perimeterdämmung ringsum den Keller, wir wollten ein Arbeitszimmer im Keller) und überall im Keller außer im HAR, der unten liegt FBH eingeplant und ballert jetzt 40 Graf Vorlauftemperatur im ganzen Haus durch die Leitungen.
Und jetzt kommt's: Im Gespräch mit einem unabhängigen Energieberater, der auch Architekt ist, erfahre ich von diesem, dass dieses Vorgehen (FBH überall im Keller) völliger Quatsch und nicht nachvollziehbar wäre.
Was sagt ihr dazu?
 
Tolentino

Tolentino

kommt drauf an, wie genutzt. Reine Lagerfläche bräuchte m.E. keine FBH.
Aber brauchst auf jedenfalls Flächenheizung bzw Niedertemperatur Heizkörper.

Auf jeden Fall sind 40°C Vorlauf heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Man versucht heute je nach NAT eher auf 30°C oder gar weniger zu kommen.
Meine Auslegung ist auf 33°C bei NAT -12°C und damit bin ich nicht wirklich glücklich...
 
B

blubbernase

Nach einem längeren Gespräch mit unserem baugutachter/begleiter werden wir den Aufpreis für die kerngedämmte Variante bezahlen.
 
Zuletzt aktualisiert 27.01.2022
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