ᐅ Grundrissoptimierung Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung
Erstellt am: 19.01.26 10:26
ypg schrieb:
Die Zitierfunktion klappt hier leider nur mangelhaft. Man kann nicht sortieren oder auswählen oder alte Zitate löschen deshalb ohne: der Kalksandstein, der ist natürlich falsch durch die Ersetzfunktion des Forums falsch übersetzt - es soll Kniestock heißen.Armer Klaus Schmitz. Da hat die Auto-ersetzen-Funktion mal wieder das Auto durch die Bahn ersetzt.
DieHnnH schrieb:
Vollgeschoss im OG ist möglich. Wir haben uns eben eine Kostenersparnis durch die Kniestocksenkung erhofft. Aber nicht um jeden Preis. Wenn dadurch andere Probleme, siehe zB Fenster, entstehen, ist die Frage des Mehrwerts neu zu bewerten.Nein, ein Kniestock 170 cm ist ggü. einem "Kniestock 100%" aka Anstattvilla-OG eben keine Kniestocksenkung, sondern eine Tieferziehung der Fußpfetten eines dann Satteldaches, wo ansonsten ein Binderdach hätte gewählt werden können. Rein befensterungstechnisch sind auch ein Kniestock 220 oder 180 okay. Preislich haut hier die vorgenannte Auswirkung auf die Dachkonstruktion rein. Für mich als "VW Golf Fahrersitz 95 Prozent Mann" würde ein Kniestock 160 bedeuten, im Stehen den oberen Fensterrahmen optisch voll als Brett vor dem Kopf zu haben. 10 cm mehr haben den gleichen Effekt für die längeren Jungs von heute. Und aufpreistechnisch rechnen die GU / Haushersteller einen Kniestock 170 eben nicht als "220 weniger einen halben Meter", sondern als "120 plus einen halben Meter" und haben dann eine Überdosis Dollarzeichen in den Augen.
ypg schrieb:
Bei Technik auf dem Dachboden nicht vergessen, dass es viele (aus statischen Gründen) gar nicht anbieten. Die meisten bieten noch nicht einmal den begehbaren Dachboden an.Ich hatte zwar als konkretes Einzelbeispiel @Golfi90 gewählt, wo es tatsächlich um den Einbau im Dachraum ging, denke hier aber eher banal und kostenmäßig zivil an Technik im OG/DG unterhalb eines evtl. Spitzbodens.
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DieHnnH schrieb:
bei 1,7m Kniestock funktionieren normal öffnende Fenster im Südwesten und Nordosten nicht.Das stimmt. Allerdings kann man Fenster setzen. Die wären dann kniehoch und dienen nur einem Effekt. Danwood bietet solche Fenster in ihren Häusern an. Ich war mal in so einem oder hab es auf einem Blog gelesen, dass man diese dann halt nur mit Schlüssel aus Sicherheitsgründen öffnen kann. Sie dienen nicht der Belüftung.
Nochmal Quick&Dirty als Inspiration:
Vielen Dank @ypg für deine Zeit und deine Ideen.
Die ersten Ideen haben mir schon gut gefallen, macht es oben deutlich angenehmer gefühlt. Wir werden das mal nachbauen am Wochenende!
Die Idee, den Technikraum unten zu haben und einen Hauswirtschaftsraum-Raum oben, gefällt mir sehr. Wäsche fällt oben an etc.. Unten hat man einen Roboter, der einem die Böden reinigt, oben braucht man dafür öfter den normalen Staubsauger etc.
Bei deinem neuen Entwurf hast du Küche und Wohnzimmer getauscht. Da schwanke ich auch hin und her, weil das so herum natürlich die Küche breiter und damit auch eine Insel realistischer macht. Gleichzeitig macht es möglich, dass hinter der Küche der Technikraum sein kann. Das geht mit dem Wohnzimmer an dieser Stelle nicht, weil man somit keinen geeigneten Stellplatz mehr für Leinwand/TV hätte. Zwei gute Gründe, es so herum anzuordnen.
Das Wohnzimmer wäre damit im Südwesten, was mir auch wiederum aus zwei Gründen nicht gefällt:
- Im Wohnzimmer darfs gerne dunkler sein, da passt der Norden ganz gut
- Ich lass mir lieber von der Straße in die Küche als ins Wohnzimmer schauen (je nachdem wie man dann natürlich das Haus platziert ist vor dem Haus mehr oder weniger Platz bis zur Straße)
Ok, ich sehe, dass ich mich da mehr mit befassen muss, um das Thema Kniestock & Auswirkungen ordentlich zu verstehen.
Die ersten Ideen haben mir schon gut gefallen, macht es oben deutlich angenehmer gefühlt. Wir werden das mal nachbauen am Wochenende!
Die Idee, den Technikraum unten zu haben und einen Hauswirtschaftsraum-Raum oben, gefällt mir sehr. Wäsche fällt oben an etc.. Unten hat man einen Roboter, der einem die Böden reinigt, oben braucht man dafür öfter den normalen Staubsauger etc.
Bei deinem neuen Entwurf hast du Küche und Wohnzimmer getauscht. Da schwanke ich auch hin und her, weil das so herum natürlich die Küche breiter und damit auch eine Insel realistischer macht. Gleichzeitig macht es möglich, dass hinter der Küche der Technikraum sein kann. Das geht mit dem Wohnzimmer an dieser Stelle nicht, weil man somit keinen geeigneten Stellplatz mehr für Leinwand/TV hätte. Zwei gute Gründe, es so herum anzuordnen.
Das Wohnzimmer wäre damit im Südwesten, was mir auch wiederum aus zwei Gründen nicht gefällt:
- Im Wohnzimmer darfs gerne dunkler sein, da passt der Norden ganz gut
- Ich lass mir lieber von der Straße in die Küche als ins Wohnzimmer schauen (je nachdem wie man dann natürlich das Haus platziert ist vor dem Haus mehr oder weniger Platz bis zur Straße)
11ant schrieb:
Und aufpreistechnisch rechnen die GU / Haushersteller einen Kniestock 170 eben nicht als "220 weniger einen halben Meter", sondern als "120 plus einen halben Meter" und haben dann eine Überdosis Dollarzeichen in den Augen.
Ok, ich sehe, dass ich mich da mehr mit befassen muss, um das Thema Kniestock & Auswirkungen ordentlich zu verstehen.
DieHnnH schrieb:
Ok, ich sehe, dass ich mich da mehr mit befassen muss, um das Thema Kniestock & Auswirkungen ordentlich zu verstehen.Das sind sehr unterschiedliche: bautechnische, baurechtliche und preisliche. Atypisch ist in Eurem Fall, daß Ihr die Vollgeschossigkeit auf der Ebene II nicht vermeiden, sondern hier ausdrücklich haben wollt. Wenn es die Haushöhe erlaubt, ist die Vollgeschossigkeit geradwandig günstiger zu erreichen als mit einem Hochkniestock. Ein Tieferziehen der Traufhöhe führt zu einem Dachstuhl mit Sparren und Pfetten, wo über einem geradwandigen OG auch ein Binderdach möglich wäre. Und wie im externen Beitrag ausgeführt, kommt der Kniestockhöhe eben auch eine Zweitbedeutung als Fensterscheide hinzu.
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Danke @11ant für die Erklärung. Wir haben nachgefragt: Kniestock von 2m geht mit normalen Fenstern. Das kostet ca. 7000 € weniger als 2,3m.
Wir möchten kein Binderdach, da wir den Dachboden als Stauraum nutzen möchten.
@ypg vielen Dank auch dir nochmal.
Ich habe das mal versucht, umzusetzen (Fenster fehlen teilweise noch und sind nicht ganz richtig, vor allem im OG).
EG

OG

OG Alternative

Die Anordnung der Badmöbel find ich bei beiden Fälle noch nicht optimal, allerdings gefällt es mir mit dem Hauswirtschaftsraum Raum im OG und den Kleiderschränken im Arbeitszimmer sehr gut.
Das Bett im Gäste/Hobbyraum ist ein Platzhalter, im echten Leben kommt ein Sofa mit Ausziehfunktion hier her.
Mir gefällt es so jetzt ganz gut. Welche Schwachstellen seht ihr noch?
Wir möchten kein Binderdach, da wir den Dachboden als Stauraum nutzen möchten.
@ypg vielen Dank auch dir nochmal.
Ich habe das mal versucht, umzusetzen (Fenster fehlen teilweise noch und sind nicht ganz richtig, vor allem im OG).
EG
OG
OG Alternative
Die Anordnung der Badmöbel find ich bei beiden Fälle noch nicht optimal, allerdings gefällt es mir mit dem Hauswirtschaftsraum Raum im OG und den Kleiderschränken im Arbeitszimmer sehr gut.
Das Bett im Gäste/Hobbyraum ist ein Platzhalter, im echten Leben kommt ein Sofa mit Ausziehfunktion hier her.
Mir gefällt es so jetzt ganz gut. Welche Schwachstellen seht ihr noch?
Warum hat das EG so schmalbrüstige Außenwände ?
Na ja, was heißt "normal". Fassadenfenster gehen, durchaus schon bei deutlich weniger Kniestockhöhe. Bei Kniestock 200 wird - Ringanker und Rollladen abgezogen - bei etwa 1,5 m Höhe (statt wie sonst bei etwa 2,2 m) die Oberkante des Wandausschnittes liegen, und die Glasoberkante dann bei etwa 1,4 m.
Das ist kein zwingender Ausschluß. Zum einen gibt es verschiedenerlei Bindervarianten, und zum anderen wäre eine Vollüberspitzbodung häufig ebenso unnötig wie eine Vollunterkellerung. Es ist eben nur so, daß bei einem Dachstuhl mit Sparren und Pfetten die Fußpfetten naturgemäß nicht unterhalb der Traufe liegen können. Die Möglichkeit - wohlgemerkt "Möglichkeit", nicht Zwang - der Variante Binderdach ist daher darauf angewiesen, den Untergurt niedrigstenfalls in die Ebene der Grenze zwischen Wohn-Dachraum und Spitzboden legen zu können. Binder sind nicht minderwertig / schlecht / nachteilig: sie ermöglichen, die oberste Geschossdecke in Kongruenz / "Personalunion" mit der Basis des Dachstuhles auszuführen. In der Praxis erlaubt dies eine stärkere Emanzipation der Geschoßgrundrisse OG/EG voneinander, u.a. durch Einsatzmöglichkeiten für Leichtbauwände im OG, wo sie unter einer Betondecke ausgeschlossen wären. Konstruktion und Nutzung von OG und DG sind ein komplex zu betrachtendes Feld.
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DieHnnH schrieb:
Wir haben nachgefragt: Kniestock von 2m geht mit normalen Fenstern. Das kostet ca. 7000 € weniger als 2,3m.
Na ja, was heißt "normal". Fassadenfenster gehen, durchaus schon bei deutlich weniger Kniestockhöhe. Bei Kniestock 200 wird - Ringanker und Rollladen abgezogen - bei etwa 1,5 m Höhe (statt wie sonst bei etwa 2,2 m) die Oberkante des Wandausschnittes liegen, und die Glasoberkante dann bei etwa 1,4 m.
DieHnnH schrieb:
Wir möchten kein Binderdach, da wir den Dachboden als Stauraum nutzen möchten.
Das ist kein zwingender Ausschluß. Zum einen gibt es verschiedenerlei Bindervarianten, und zum anderen wäre eine Vollüberspitzbodung häufig ebenso unnötig wie eine Vollunterkellerung. Es ist eben nur so, daß bei einem Dachstuhl mit Sparren und Pfetten die Fußpfetten naturgemäß nicht unterhalb der Traufe liegen können. Die Möglichkeit - wohlgemerkt "Möglichkeit", nicht Zwang - der Variante Binderdach ist daher darauf angewiesen, den Untergurt niedrigstenfalls in die Ebene der Grenze zwischen Wohn-Dachraum und Spitzboden legen zu können. Binder sind nicht minderwertig / schlecht / nachteilig: sie ermöglichen, die oberste Geschossdecke in Kongruenz / "Personalunion" mit der Basis des Dachstuhles auszuführen. In der Praxis erlaubt dies eine stärkere Emanzipation der Geschoßgrundrisse OG/EG voneinander, u.a. durch Einsatzmöglichkeiten für Leichtbauwände im OG, wo sie unter einer Betondecke ausgeschlossen wären. Konstruktion und Nutzung von OG und DG sind ein komplex zu betrachtendes Feld.
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