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Anfloria4422.08.17 08:37Hallo zusammen,
ich beschäftige mich aktuell mit einem Phänomen bei IKEA Malm-Kommoden und hoffe, hier auf ein bisschen Expertenwissen. Zwar sind die Kommoden preislich attraktiv und vom Design her schlicht und elegant, aber viele Nutzer klagen, dass sie ziemlich wackelig sind – was zu einem Sicherheits- und Stabilitätsproblem führen kann. Meine Frage lautet also: Warum sind Malm-Kommoden oft wackelig, obwohl sie auf den ersten Blick stabil wirken? Liegt es an der Konstruktion, der Materialwahl oder eventuell am Zusammenbau? Vielleicht spielt auch die Belastung oder der Untergrund eine Rolle? Ich freue mich auf fundierte Erklärungen, gerne auch mit Hinweisen, wie man das Problem eventuell beheben kann oder welche Alternativen es gibt.
ich beschäftige mich aktuell mit einem Phänomen bei IKEA Malm-Kommoden und hoffe, hier auf ein bisschen Expertenwissen. Zwar sind die Kommoden preislich attraktiv und vom Design her schlicht und elegant, aber viele Nutzer klagen, dass sie ziemlich wackelig sind – was zu einem Sicherheits- und Stabilitätsproblem führen kann. Meine Frage lautet also: Warum sind Malm-Kommoden oft wackelig, obwohl sie auf den ersten Blick stabil wirken? Liegt es an der Konstruktion, der Materialwahl oder eventuell am Zusammenbau? Vielleicht spielt auch die Belastung oder der Untergrund eine Rolle? Ich freue mich auf fundierte Erklärungen, gerne auch mit Hinweisen, wie man das Problem eventuell beheben kann oder welche Alternativen es gibt.
Hallo Anfloria44,
deine Frage ist sehr interessant und wird tatsächlich häufig gestellt. Die Malm-Kommoden sind standardmäßig aus Spanplatten gefertigt, also einer Holzwerkstoffplatte, die mit furnierter Oberfläche versehen ist. Das verleiht ihnen zwar ein ansprechendes Aussehen bei niedrigem Preis, führt aber auch oft zu Stabilitätsproblemen.
Die wackelige Wirkung entsteht vor allem durch die Konstruktion mit wenigen tragenden Elementen und relativ großen Flächen, die sich bei Belastung bewegen können. Zudem sind die Verbindungselemente meist einfache Dübel oder Schrauben, die sich mit der Zeit lockern.
Hinzu kommt, dass die Böden und Seitenwände nicht unbedingt verstärkt sind – dadurch kann es bei unebenen Böden oder bei schwerer Beladung zum Kippeln kommen. Ein sorgfältiger und korrekter Zusammenbau sowie das Nachziehen der Schrauben kann einiges bewirken, aber die grundsätzlichen Material- und Konstruktionsaspekte bleiben.
Falls du möchtest, kann ich dir Tipps geben, wie man die Kommode stärker macht, ohne gleich das ganze Möbelstück austauschen zu müssen.
deine Frage ist sehr interessant und wird tatsächlich häufig gestellt. Die Malm-Kommoden sind standardmäßig aus Spanplatten gefertigt, also einer Holzwerkstoffplatte, die mit furnierter Oberfläche versehen ist. Das verleiht ihnen zwar ein ansprechendes Aussehen bei niedrigem Preis, führt aber auch oft zu Stabilitätsproblemen.
Die wackelige Wirkung entsteht vor allem durch die Konstruktion mit wenigen tragenden Elementen und relativ großen Flächen, die sich bei Belastung bewegen können. Zudem sind die Verbindungselemente meist einfache Dübel oder Schrauben, die sich mit der Zeit lockern.
Hinzu kommt, dass die Böden und Seitenwände nicht unbedingt verstärkt sind – dadurch kann es bei unebenen Böden oder bei schwerer Beladung zum Kippeln kommen. Ein sorgfältiger und korrekter Zusammenbau sowie das Nachziehen der Schrauben kann einiges bewirken, aber die grundsätzlichen Material- und Konstruktionsaspekte bleiben.
Falls du möchtest, kann ich dir Tipps geben, wie man die Kommode stärker macht, ohne gleich das ganze Möbelstück austauschen zu müssen.
Interessant, was du da sagst, Katau.
Ich frage mich allerdings, ob das allein die ganze Erklärung ist. Spanplatten gibt es ja in verschiedenen Qualitäten und Stärken. Vielleicht ist IKEA hier eher bemüht, die Kosten möglichst niedrig zu halten – aber es könnte auch am Design liegen. Wenn man die Kommode durchdacht verstärkt, dann wird sie zwar teurer, aber stabiler.
Außerdem sollte man nicht die Rolle des Zusammenbaus unterschätzen. Eine Anleitung, die nicht sehr präzise ist, oder unachtsames Schrauben können dazu führen, dass eine eigentlich stabile Kommode wackelt.
Ein weiterer Punkt, den ich beobachte: Malm-Kommoden haben flache Schubladenführungen, keine Metallschienen mit Laufrollen, was die Seiten manchmal belastet und das Möbel anfälliger für Bewegung macht.
Man müsste mal eine systematische Analyse sehen, die Material, Konstruktion und Montage genauer durchleuchtet.
Katau schrieb:
Die Malm-Kommoden sind standardmäßig aus Spanplatten gefertigt [...] was zu Stabilitätsproblemen führt.
Ich frage mich allerdings, ob das allein die ganze Erklärung ist. Spanplatten gibt es ja in verschiedenen Qualitäten und Stärken. Vielleicht ist IKEA hier eher bemüht, die Kosten möglichst niedrig zu halten – aber es könnte auch am Design liegen. Wenn man die Kommode durchdacht verstärkt, dann wird sie zwar teurer, aber stabiler.
Außerdem sollte man nicht die Rolle des Zusammenbaus unterschätzen. Eine Anleitung, die nicht sehr präzise ist, oder unachtsames Schrauben können dazu führen, dass eine eigentlich stabile Kommode wackelt.
Ein weiterer Punkt, den ich beobachte: Malm-Kommoden haben flache Schubladenführungen, keine Metallschienen mit Laufrollen, was die Seiten manchmal belastet und das Möbel anfälliger für Bewegung macht.
Man müsste mal eine systematische Analyse sehen, die Material, Konstruktion und Montage genauer durchleuchtet.
C
cassandra22.08.17 10:19Ich möchte die Diskussion mit Fakten untermauern:
Malm-Kommoden nutzen hauptsächlich Spanplatten mit einer Dicke von ca. 16 mm für die Seiten und Rückwände. dies ist zwar kosteneffizient, aber im Vergleich zu Massivholz oder MDF-Materialien weniger stabil und neigt, besonders bei höheren Belastungen, zu Verformung.
Die Verbindungselemente bestehen meist aus Minifix-Verbinder und Holzdübeln, die eine gewisse Elastizität zulassen – was in Verbindung mit der Platte schnell zu kleinen Bewegungen führen kann.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die unebene Montagefläche. Ohne ausgleichende Stellfüße oder Verstellmöglichkeiten bleiben kleinere Bodenunebenheiten ohne Kompensation und führen direkt zu Wackeln.
Daher lässt sich festhalten, dass es mehrere Faktoren sind: Materialqualität, Verbindungstechnik, Design der Schubladen und Montagebedingungen.
Malm-Kommoden nutzen hauptsächlich Spanplatten mit einer Dicke von ca. 16 mm für die Seiten und Rückwände. dies ist zwar kosteneffizient, aber im Vergleich zu Massivholz oder MDF-Materialien weniger stabil und neigt, besonders bei höheren Belastungen, zu Verformung.
Die Verbindungselemente bestehen meist aus Minifix-Verbinder und Holzdübeln, die eine gewisse Elastizität zulassen – was in Verbindung mit der Platte schnell zu kleinen Bewegungen führen kann.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die unebene Montagefläche. Ohne ausgleichende Stellfüße oder Verstellmöglichkeiten bleiben kleinere Bodenunebenheiten ohne Kompensation und führen direkt zu Wackeln.
Daher lässt sich festhalten, dass es mehrere Faktoren sind: Materialqualität, Verbindungstechnik, Design der Schubladen und Montagebedingungen.
Aus meiner Erfahrung ist das Wackeln bei Malm-Kommoden auch oft auf die fehlende Rückwandverstärkung zurückzuführen.
Genau das: Die Rückwand ist meist nur dünne Hartfaserplatte, die zusammengenagelt oder geklebt wird und keine großen Lasten trägt.
Wenn man an der Kommode zieht und sie anschubst, merkt man, dass die Rückwand kaum zur Versteifung beiträgt. Ändert man die Rückwand auf eine dickere Platte oder bringt eine zusätzliche Stütze an, wird das Möbel deutlich stabiler.
Die meisten Benutzer nehmen diese Prozedur aber nicht vor, weshalb der Eindruck von Instabilität entsteht. Vielleicht könnte man als Tipp raten, bei self-made Umbauten auf eine stabilere Rückwand sowie bessere Verbindungselemente zu achten.
cassandra schrieb:
Malm-Kommoden nutzen hauptsächlich Spanplatten mit einer Dicke von ca. 16 mm für die Seiten und Rückwände.
Genau das: Die Rückwand ist meist nur dünne Hartfaserplatte, die zusammengenagelt oder geklebt wird und keine großen Lasten trägt.
Wenn man an der Kommode zieht und sie anschubst, merkt man, dass die Rückwand kaum zur Versteifung beiträgt. Ändert man die Rückwand auf eine dickere Platte oder bringt eine zusätzliche Stütze an, wird das Möbel deutlich stabiler.
Die meisten Benutzer nehmen diese Prozedur aber nicht vor, weshalb der Eindruck von Instabilität entsteht. Vielleicht könnte man als Tipp raten, bei self-made Umbauten auf eine stabilere Rückwand sowie bessere Verbindungselemente zu achten.
Ich möchte ergänzen, dass auch der Aufstellort eine Rolle spielt. Bei Teppichen oder unebenen Böden besteht eine erhöhte Gefahr für Wackeln.
Das ist ein wichtiger Punkt: Möbel sollten möglichst auf festen, ebenen Untergründen stehen. Manchmal sind kleine Unterlegscheiben oder Stellfüße schon ausreichend, um das Wackeln zu reduzieren. Zusätzlich würd ich empfehlen, die Kommoden an der Wand zu befestigen, was auch den Kipp-Schutz erhöht.
Anfloria44 schrieb:
Vielleicht spielt auch die Belastung oder der Untergrund eine Rolle?
Das ist ein wichtiger Punkt: Möbel sollten möglichst auf festen, ebenen Untergründen stehen. Manchmal sind kleine Unterlegscheiben oder Stellfüße schon ausreichend, um das Wackeln zu reduzieren. Zusätzlich würd ich empfehlen, die Kommoden an der Wand zu befestigen, was auch den Kipp-Schutz erhöht.
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