Hallo zusammen, ich beschäftige mich gerade mit dem Thema, wie man die Geräusche von Malm-Kommoden-Schubladen dämmen kann. Die Standard-Malm von IKEA hat ja oft das Problem, dass die Schubladen beim Öffnen und Schließen sehr laut klappen oder sogar quietschen, was gerade in ruhigen Momenten wirklich störend sein kann. Ich würde gerne wissen, welche praktikablen Methoden euch bekannt sind, um diese Schreie der Schubladen effektiv zu dämpfen oder zumindest leiser zu machen, ohne die Funktion oder die Optik der Kommode zu beeinträchtigen. Interessant sind für mich sowohl technische Lösungen wie Dämpfer oder selbstklebende Materialien als auch Tipps zur Wartung der Schubladenmechanik, weil ich vermute, dass da oft Hebel angesetzt werden kann. Freue mich auf eure Erfahrungswerte und Meinungen, idealerweise mit ein bisschen Hintergrundwissen dazu, damit ich die Maßnahmen besser einordnen kann.
Dein Anliegen ist durchaus berechtigt, denn die Geräuschproblematik bei Malm-Schubladen basiert häufig auf mehreren Faktoren, die zusammenspielen. Zuerst einmal ist die Standard-Führungsschiene aus Metall oftmals die Hauptquelle des lauten Geräuschs, besonders wenn sie trocken läuft oder mechanische Spiel hat. Um das leise Schließen zu ermöglichen, kann man sogenannte Dämpfungspuffer aus Silikon oder Gummi anbringen, die den Aufprall abfedern. Manchmal hilft auch ein Schmieren der Laufschienen mit einem trockenen Schmiermittel, z.B. Graphitpulver, denn Öl greift die Kunststoffteile an und zieht Staub an. Allerdings sollte man vorher prüfen, ob die Schublade richtig ausgerichtet ist, denn schiefe Laufbahnen verursachen zusätzlich Reibung und Geräusche. Hast du bei deinen Schubladen schon mal eine genaue Inspektion durchgeführt? Auch die Kunststoffgleiter, die oft an den Seiten oder unten angebracht sind, können ersetzt werden – oftmals sind diese relativ günstig beim Hersteller oder Drittanbietern erhältlich. Eine weitere Frage wäre, ob es dir auch darum geht, das Geräusch beim Öffnen zu verringern oder nur beim Schließen.
TYRELL schrieb:
Zuerst einmal ist die Standard-Führungsschiene aus Metall oftmals die Hauptquelle des lauten Geräuschs, besonders wenn sie trocken läuft oder mechanische Spiel hat.Das kann ich bestätigen, aber warum wird dann nicht bei IKEA von Anfang an Dämpfungsmaterial integriert? Gibt es wirklich so große Kostenunterschiede oder technische Hürden? Ich halte es für wenig glaubhaft, dass ein einfaches Nachrüsten notwendig ist, wenn man gute Konzepte hätte. Zudem sollte man auch klar definieren, ob man nur Aufpralldämpfer meint oder die gesamte Mechanik leiser bekommt, denn eine verschlissene Schiene kann man nicht einfach mit einem Silikonstopfen sanieren. Wäre interessant zu erfahren, ob es relevante Langzeiterfahrungen mit originalen und Nachrüst-Dämpfern gibt.
L
Landontau18.10.20 07:13Ich habe mir das Ganze mal systematisch angeschaut und würde empfehlen, die Geräuschreduzierung der Malm-Schubladen in drei Schritte einzuteilen:
1. Zustand der Laufschiene prüfen: Spiel, Verschmutzungen und Ausrichtung. Hier lohnt es sich, mit einem Feinmechanikeröl oder Graphit zu schmieren – Öl nicht zu viel, sonst zieht es Staub an.
2. Austausch oder Ergänzung der Gummipuffer: Die kleinen Anschlagdämpfer absorbieren beim Schließen die Energie, damit nicht alles knallt. Gibt es als Ersatzteile oder universelle Silikonpuffer.
3. Alternativ: Selbstklebende Filzstreifen oder Schaumstoff an der Innenseite der Führungsschienen oder der Schubladenrückseite, um zusätzliche Schalldämpfung zu erzielen.
Für Heimwerker ist es sinnvoll, diese Maßnahmen nacheinander zu probieren und zu beobachten, wie der Klang sich verändert. Kleine Details wie ein leichtes Nachjustieren der Schublade können oft unterschätzt werden.
Außerdem: Der Klang wird auch durch die Auflagefläche der Schublade auf dem Korpus mitbestimmt – hier ggf. kleine Filzgleiter setzen!
Klingt alles etwas technisch, ist aber mit einfachen Mitteln machbar. Wer möchte, frage ich gerne nach den passenden Ersatzteilen und Bezugsquellen!
1. Zustand der Laufschiene prüfen: Spiel, Verschmutzungen und Ausrichtung. Hier lohnt es sich, mit einem Feinmechanikeröl oder Graphit zu schmieren – Öl nicht zu viel, sonst zieht es Staub an.
2. Austausch oder Ergänzung der Gummipuffer: Die kleinen Anschlagdämpfer absorbieren beim Schließen die Energie, damit nicht alles knallt. Gibt es als Ersatzteile oder universelle Silikonpuffer.
3. Alternativ: Selbstklebende Filzstreifen oder Schaumstoff an der Innenseite der Führungsschienen oder der Schubladenrückseite, um zusätzliche Schalldämpfung zu erzielen.
Für Heimwerker ist es sinnvoll, diese Maßnahmen nacheinander zu probieren und zu beobachten, wie der Klang sich verändert. Kleine Details wie ein leichtes Nachjustieren der Schublade können oft unterschätzt werden.
Außerdem: Der Klang wird auch durch die Auflagefläche der Schublade auf dem Korpus mitbestimmt – hier ggf. kleine Filzgleiter setzen!
Klingt alles etwas technisch, ist aber mit einfachen Mitteln machbar. Wer möchte, frage ich gerne nach den passenden Ersatzteilen und Bezugsquellen!
Zusätzlich zur Mechanik spielen auch Materialeigenschaften eine Rolle: Die Malm-Schubladen sind aus Spanplatte mit Melamin-Oberfläche, die verhältnismäßig hart und schall-reflektiv ist. D.h. Geräusche brechen nicht, sondern werden verstärkt übertragen.
Eine wirksamere Dämpfung erzielt man durch das Einbringen weicher Materialien in kritischen Kontaktstellen. Selbstklebender Schaumstoff in 2-3 mm Stärke absorbiert den Schall gut.
Achte außerdem darauf, dass die Schubladenführung keine verbogenen oder beschädigten Kanten hat. Diese erhöhen mechanische Reibung und erzeugen Geräusche.
Nochmal zur Schmierung: Ölhaltige Substanzen sind langfristig nicht zu empfehlen, da sie Staub binden und zu erhöhtem Verschleiß führen.
Eine wirksamere Dämpfung erzielt man durch das Einbringen weicher Materialien in kritischen Kontaktstellen. Selbstklebender Schaumstoff in 2-3 mm Stärke absorbiert den Schall gut.
Achte außerdem darauf, dass die Schubladenführung keine verbogenen oder beschädigten Kanten hat. Diese erhöhen mechanische Reibung und erzeugen Geräusche.
Nochmal zur Schmierung: Ölhaltige Substanzen sind langfristig nicht zu empfehlen, da sie Staub binden und zu erhöhtem Verschleiß führen.
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