Hallo zusammen,
mir ist in letzter Zeit mehrfach aufgefallen, dass die Malm Schubladengriffe von IKEA scheinbar sehr häufig abbrechen, obwohl ich sie normal nutze und nicht übermäßig belaste. Mich interessiert, warum das passiert – ist es ein Konstruktionsfehler, Materialschwäche oder liegt es vielleicht an der Befestigungstechnik?
Für mich wirken die Griffe oft relativ dünn und filigran, aber ich weiß nicht, ob das allein der Grund für die häufigen Brüche sein kann. Außerdem habe ich gehört, dass manche Nutzer bei der Montage möglicherweise zu stark anziehen.
Habt ihr Erfahrungen, woran dieser Schaden genau liegt und ob es eine Möglichkeit gibt, dem vorzubeugen? Ich freue mich auf eure Einschätzungen und hilfreiche Tipps!
mir ist in letzter Zeit mehrfach aufgefallen, dass die Malm Schubladengriffe von IKEA scheinbar sehr häufig abbrechen, obwohl ich sie normal nutze und nicht übermäßig belaste. Mich interessiert, warum das passiert – ist es ein Konstruktionsfehler, Materialschwäche oder liegt es vielleicht an der Befestigungstechnik?
Für mich wirken die Griffe oft relativ dünn und filigran, aber ich weiß nicht, ob das allein der Grund für die häufigen Brüche sein kann. Außerdem habe ich gehört, dass manche Nutzer bei der Montage möglicherweise zu stark anziehen.
Habt ihr Erfahrungen, woran dieser Schaden genau liegt und ob es eine Möglichkeit gibt, dem vorzubeugen? Ich freue mich auf eure Einschätzungen und hilfreiche Tipps!
Leote schrieb:
Brüche treten oft am Schraubansatz auf.Das überrascht mich kaum. IKEA-Produkte sind mittlerweile eher Wegwerfartikel denn langlebige Möbel. Die Materialwahl bei MALM-Griffen ist eher auf Kosteneinsparung ausgelegt als auf Dauerhaftigkeit.
Aber mal ehrlich: Erwartet hier jemand wirklich Premiumqualität für so wenig Geld? Vielleicht sollte man einfach weniger erwarten und öfter neu kaufen 😉
Nicht falsch verstehen, ich mag IKEA, aber bei manchen Teilen ist das Risiko des Bruchs eben eingepreist.
Hallo Senenu,
ich kann deine Frage gut nachvollziehen und möchte das mal etwas ausführlicher erklären. Die MALM-Griffe sind, wie Leote schon erwähnt hat, meistens aus ABS-Kunststoff gefertigt. Dieses Material ist in der Herstellung günstig, stabil genug für den normalen Gebrauch – aber eben keine Hochleistungs-Komponente für starke Belastungen.
Das Bruchproblem entsteht häufig an der Befestigungsstelle, also genau dort, wo die Schraube die Zugkräfte überträgt und der Kunststoff am dünnsten ist. Verstärkt wird das Problem oft durch falsche Montage: Wird die Schraube zu fest angezogen, reagiert der Kunststoff mit Mikrorissen, die im Laufe der Zeit zum Bruch führen können.
Außerdem spielt die Nutzung eine Rolle: Wer sehr fest an Griffen zieht oder z.B. schwere Gegenstände in der Schublade lagert, belastet die Griffe mehr als gedacht.
Mein Tipp: Schrauben etwas weniger stark anziehen, und bei starkem Gebrauch eventuell Griffverstärkungen oder alternative Griffe aus Metall ausprobieren.
ich kann deine Frage gut nachvollziehen und möchte das mal etwas ausführlicher erklären. Die MALM-Griffe sind, wie Leote schon erwähnt hat, meistens aus ABS-Kunststoff gefertigt. Dieses Material ist in der Herstellung günstig, stabil genug für den normalen Gebrauch – aber eben keine Hochleistungs-Komponente für starke Belastungen.
Das Bruchproblem entsteht häufig an der Befestigungsstelle, also genau dort, wo die Schraube die Zugkräfte überträgt und der Kunststoff am dünnsten ist. Verstärkt wird das Problem oft durch falsche Montage: Wird die Schraube zu fest angezogen, reagiert der Kunststoff mit Mikrorissen, die im Laufe der Zeit zum Bruch führen können.
Außerdem spielt die Nutzung eine Rolle: Wer sehr fest an Griffen zieht oder z.B. schwere Gegenstände in der Schublade lagert, belastet die Griffe mehr als gedacht.
Mein Tipp: Schrauben etwas weniger stark anziehen, und bei starkem Gebrauch eventuell Griffverstärkungen oder alternative Griffe aus Metall ausprobieren.
Jukin schrieb:
Wird die Schraube zu fest angezogen, reagiert der Kunststoff mit MikrorissenGenau das! Ich habe bei mir ein bisschen mit Gefühl nachgezogen, damit die Griffe nicht ständig wackeln – und siehe da, kein Bruch mehr.
Außerdem habe ich immer das Gefühl, manchmal greifen wir die Griffe zu wie Superman, statt einfach locker schieben oder ziehen. 😄 Vielleicht unterschätzt man genau das die Belastung, die da entsteht.
Kleiner Tipp von mir: Mal bewusst leicht mit der Kraft haushalten, manchmal reicht das schon. 🙂
Zur Ergänzung:
Die MALM Schubladengriffe bestehen typischerweise aus ABS-Kunststoff mit einer dünnen Wandstärke. Untersuchungen zeigen, dass die mechanische Belastbarkeit bei wiederholtem Belasten und relativ schmalen Verbindungsstellen kritisch ist.
Ein Bruch entsteht häufig durch Materialermüdung infolge zyklischer Beanspruchung kombiniert mit Spannungen an der Schraubverbindung. Falsches Anziehen verstärkt lokal die Spannungskonzentration.
Proaktiv empfiehlt sich:
- Schrauben dosiert anziehen, vorzugsweise mit Drehmomentschlüssel (z.B. ca. 1-1,5 Nm).
- Bei häufig genutzten Schubladen auf alternative Griffe aus Metall oder verstärkte Varianten umsteigen.
- Falls Bruchgefahr besteht, lässt sich mit dünnem Teflonband unter der Mutter manchmal eine bessere Kraftverteilung erzielen.
Diese Maßnahmen minimieren das Risiko ohne teuer in komplett neues Mobiliar investieren zu müssen.
Die MALM Schubladengriffe bestehen typischerweise aus ABS-Kunststoff mit einer dünnen Wandstärke. Untersuchungen zeigen, dass die mechanische Belastbarkeit bei wiederholtem Belasten und relativ schmalen Verbindungsstellen kritisch ist.
Ein Bruch entsteht häufig durch Materialermüdung infolge zyklischer Beanspruchung kombiniert mit Spannungen an der Schraubverbindung. Falsches Anziehen verstärkt lokal die Spannungskonzentration.
Proaktiv empfiehlt sich:
- Schrauben dosiert anziehen, vorzugsweise mit Drehmomentschlüssel (z.B. ca. 1-1,5 Nm).
- Bei häufig genutzten Schubladen auf alternative Griffe aus Metall oder verstärkte Varianten umsteigen.
- Falls Bruchgefahr besteht, lässt sich mit dünnem Teflonband unter der Mutter manchmal eine bessere Kraftverteilung erzielen.
Diese Maßnahmen minimieren das Risiko ohne teuer in komplett neues Mobiliar investieren zu müssen.
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