Hallo zusammen,
ich habe eine Beobachtung gemacht, die mich etwas verwundert und ich hoffe, hier im Forum eine präzise Erklärung zu finden: Warum quietschen manche Malm Möbel (aus dem IKEA Sortiment) eigentlich öfter als andere Möbelstücke?
Ich merke, dass vor allem bei meinem Bett der Effekt auftritt, und zwar unabhängig davon, wie oft oder wie stark ich mich bewege. Es scheint so, als wären es einzelne Verbindungen oder Konstruktionsteile, die diese Geräusche provozieren.
Habt ihr vielleicht auch Erfahrungen oder Erklärungen zu diesem Phänomen? Liegt es an den verwendeten Materialien, der Bauweise oder einfach an der Montage? Vor allem interessieren mich konkrete Gründe und ob es Möglichkeiten gibt, die Quietschgeräusche dauerhaft zu reduzieren oder gar zu vermeiden.
Danke schon mal für eure Einschätzungen!
ich habe eine Beobachtung gemacht, die mich etwas verwundert und ich hoffe, hier im Forum eine präzise Erklärung zu finden: Warum quietschen manche Malm Möbel (aus dem IKEA Sortiment) eigentlich öfter als andere Möbelstücke?
Ich merke, dass vor allem bei meinem Bett der Effekt auftritt, und zwar unabhängig davon, wie oft oder wie stark ich mich bewege. Es scheint so, als wären es einzelne Verbindungen oder Konstruktionsteile, die diese Geräusche provozieren.
Habt ihr vielleicht auch Erfahrungen oder Erklärungen zu diesem Phänomen? Liegt es an den verwendeten Materialien, der Bauweise oder einfach an der Montage? Vor allem interessieren mich konkrete Gründe und ob es Möglichkeiten gibt, die Quietschgeräusche dauerhaft zu reduzieren oder gar zu vermeiden.
Danke schon mal für eure Einschätzungen!
Hallo seydlu,
zunächst einmal vielen Dank für deine gut formulierte Frage – das macht es leichter, gezielt zu antworten. Um auf deine Frage zurückzukommen: Malm-Möbel, besonders die Betten, quietschen oft aufgrund der Kombination aus Holzwerkstoffen (meist Spanplatten) und dem Montagesystem, das relativ einfach gehalten ist.
Das Quietschen entsteht meistens an den Kontaktstellen zwischen beweglichen Teilen, etwa wo Schrauben oder Dübel nicht 100%ig fest sitzen oder wo sich die Holzplatten bei Belastung minimal verschieben. Holzwerkstoffe reagieren zudem auf Feuchtigkeit und Temperatur, was zu minimaler Ausdehnung führt, die wiederum Geräusche verursachen kann.
Eine Möglichkeit, das Quietschen zu reduzieren, wäre zunächst, alle Schrauben und Verbindungen regelmäßig nachzuziehen und gegebenenfalls leicht mit Wachs oder Silikonspray zwischen die Kontaktflächen zu gehen. Auch das Einlegen von kleinen Filz- oder Gummistreifen an bestimmten Stellen kann helfen, die Reibung und somit das Quietschen zu minimieren.
Falls du möchtest, kann ich dir noch eine kurze Anleitung zukommen lassen, welche Punkte beim Malm-Bett typischerweise gecheckt werden sollten.
Ich hoffe, das hilft dir zunächst weiter! 🙂
zunächst einmal vielen Dank für deine gut formulierte Frage – das macht es leichter, gezielt zu antworten. Um auf deine Frage zurückzukommen: Malm-Möbel, besonders die Betten, quietschen oft aufgrund der Kombination aus Holzwerkstoffen (meist Spanplatten) und dem Montagesystem, das relativ einfach gehalten ist.
Das Quietschen entsteht meistens an den Kontaktstellen zwischen beweglichen Teilen, etwa wo Schrauben oder Dübel nicht 100%ig fest sitzen oder wo sich die Holzplatten bei Belastung minimal verschieben. Holzwerkstoffe reagieren zudem auf Feuchtigkeit und Temperatur, was zu minimaler Ausdehnung führt, die wiederum Geräusche verursachen kann.
Eine Möglichkeit, das Quietschen zu reduzieren, wäre zunächst, alle Schrauben und Verbindungen regelmäßig nachzuziehen und gegebenenfalls leicht mit Wachs oder Silikonspray zwischen die Kontaktflächen zu gehen. Auch das Einlegen von kleinen Filz- oder Gummistreifen an bestimmten Stellen kann helfen, die Reibung und somit das Quietschen zu minimieren.
Falls du möchtest, kann ich dir noch eine kurze Anleitung zukommen lassen, welche Punkte beim Malm-Bett typischerweise gecheckt werden sollten.
Ich hoffe, das hilft dir zunächst weiter! 🙂
A
Alberto5127.01.21 19:29Hallo zusammen,
ich möchte ergänzen, dass ich das Quietschen bei Malm Möbeln auch als etwas nervig und emotional belastend empfinde. Gerade nachts wird man durch diese Geräusche manchmal aus dem Schlaf gerissen, was die Wohnqualität schmälert.
Was ich persönlich getan habe: Ich versuche, konsequent auf den Einbau von Unterlegscheiben oder kleinen Gummi-Puffern an den Verbindungsstellen zu achten, um die Belastung zu minimieren. Das hilft zwar etwas, aber eine perfekte Lösung habe ich noch nicht gefunden.
Mich würde interessieren, ob sich Herstellerseitig da in den letzten Jahren etwas geändert hat, oder ob das einfach ein generelles Problem günstiger Möbel ist? Vielleicht haben wir hier ja jemanden mit Insiderwissen 🙂
ich möchte ergänzen, dass ich das Quietschen bei Malm Möbeln auch als etwas nervig und emotional belastend empfinde. Gerade nachts wird man durch diese Geräusche manchmal aus dem Schlaf gerissen, was die Wohnqualität schmälert.
Tevin schrieb:Diese Erklärung klingt für mich auch plausibel, da ich oft das Gefühl habe, dass es kleine "Bewegungen" zwischen den Teilen gibt, die eigentlich fest montiert sein sollten.
Das Quietschen entsteht meistens an den Kontaktstellen zwischen beweglichen Teilen...
Was ich persönlich getan habe: Ich versuche, konsequent auf den Einbau von Unterlegscheiben oder kleinen Gummi-Puffern an den Verbindungsstellen zu achten, um die Belastung zu minimieren. Das hilft zwar etwas, aber eine perfekte Lösung habe ich noch nicht gefunden.
Mich würde interessieren, ob sich Herstellerseitig da in den letzten Jahren etwas geändert hat, oder ob das einfach ein generelles Problem günstiger Möbel ist? Vielleicht haben wir hier ja jemanden mit Insiderwissen 🙂
Um das Ganze mal mit einem kritischeren Blick zu versehen:
Ich denke, das Quietschen bei Malm Möbeln ist nicht nur ein Problem der Materialeignung, sondern steht grundsätzlich in direktem Zusammenhang mit Kostenoptimierung und dem prinzipiellen Designansatz dieser Möbellinie. Diese sind bewusst auf günstige Produktionskosten ausgelegt, was dann zwar erschwingliche Möbel ergibt, aber Kompromisse bei der Haltbarkeit und Verbindungsqualität bedeutet.
Das verwendete Material - vorwiegend Spanplatte mit einer Melaminharzbeschichtung - besitzt nicht die gleichen stabilisierenden Eigenschaften wie Massivholz, wodurch in Verbindung mit Billigbeschlägen und -verbindern eine höhere Wahrscheinlichkeit von Mikrobewegungen besteht. Diese Mikrobewegungen geben in Form von Knarren oder Quietschen ihre "Stimmen" von sich.
Dieser Lösungsansatz ist korrekt, reicht aber aus meiner Sicht nur als Zwischenlösung, nicht als Dauerbehandlung. Werden Bauteile über längere Zeit strapaziert, setzen sich Schrauben und Dübel, je nachdem wie belastet und wie montiert, so dass bei erneuter Belastung ein Nachziehen notwendig wird.
Meine Frage an alle: Wie viel Spielraum ist aus eurer Sicht bei solchen Möbeln zulässig, und bei welchem Punkt sollte man sie ggf. austauschen, um mehr Ruhe zu haben, ohne sich an dauerhaften "Quick-Fixes" aufzuhalten? Ich finde, eine konstruktive Diskussion über solche Grenzen wäre hier sehr wertvoll.
Alberto51 schrieb:
Mich würde interessieren, ob sich Herstellerseitig da in den letzten Jahren etwas geändert hat, oder ob das einfach ein generelles Problem günstiger Möbel ist?
Ich denke, das Quietschen bei Malm Möbeln ist nicht nur ein Problem der Materialeignung, sondern steht grundsätzlich in direktem Zusammenhang mit Kostenoptimierung und dem prinzipiellen Designansatz dieser Möbellinie. Diese sind bewusst auf günstige Produktionskosten ausgelegt, was dann zwar erschwingliche Möbel ergibt, aber Kompromisse bei der Haltbarkeit und Verbindungsqualität bedeutet.
Das verwendete Material - vorwiegend Spanplatte mit einer Melaminharzbeschichtung - besitzt nicht die gleichen stabilisierenden Eigenschaften wie Massivholz, wodurch in Verbindung mit Billigbeschlägen und -verbindern eine höhere Wahrscheinlichkeit von Mikrobewegungen besteht. Diese Mikrobewegungen geben in Form von Knarren oder Quietschen ihre "Stimmen" von sich.
Tevin schrieb:
Eine Möglichkeit, das Quietschen zu reduzieren, wäre zunächst, alle Schrauben und Verbindungen regelmäßig nachzuziehen...
Dieser Lösungsansatz ist korrekt, reicht aber aus meiner Sicht nur als Zwischenlösung, nicht als Dauerbehandlung. Werden Bauteile über längere Zeit strapaziert, setzen sich Schrauben und Dübel, je nachdem wie belastet und wie montiert, so dass bei erneuter Belastung ein Nachziehen notwendig wird.
Meine Frage an alle: Wie viel Spielraum ist aus eurer Sicht bei solchen Möbeln zulässig, und bei welchem Punkt sollte man sie ggf. austauschen, um mehr Ruhe zu haben, ohne sich an dauerhaften "Quick-Fixes" aufzuhalten? Ich finde, eine konstruktive Diskussion über solche Grenzen wäre hier sehr wertvoll.
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