Hallo zusammen, ich möchte meinen Ikea HEMNES Schrank stabiler machen als ab Werk. Die Konstruktion wirkt zwar grundsätzlich solide, aber vor allem bei breiteren Varianten oder wenn man mal etwas schwerere Gegenstände reinräumt, schwingt der Schrank spürbar und fühlt sich nicht so robust an, wie ich mir das wünschen würde. Mich interessieren Erfahrungen und vor allem konkrete Tipps, wie man die Stabilität verbessern kann – beispielsweise durch zusätzliche Verschraubungen, Verstärkungen im Inneren oder Verankerung an der Wand. Ich werde den Schrank hauptsächlich für Bücher und Deko nutzen, und möchte vermeiden, dass er mit der Zeit durchhängt oder instabil wird. Hat jemand hier praktische Anleitungen oder Empfehlungen, die über das normale Zusammenbauen hinausgehen? Danke schon mal!
Der HEMNES ist zwar solide konstruiert, aber er besteht hauptsächlich aus gefertigtem Holzwerkstoff, der für breite oder schwere Belastungen nicht optimal ist. Grundsätzlich rate ich dazu, die Rückwand auszutauschen oder zusätzlich zu verstärken. Hier ein paar Punkte zum Nachdenken:
- Rückwand demontieren und eine 5 mm starke Multiplex- oder Sperrholzplatte zuschneiden, um diese dann genau anzuschrauben. Das verhindert Verwindungen deutlich besser als die dünne Spanplatte ab Werk.
- Zusätzliche Metallwinkel oben und unten innen anbringen, vor allem an den Seiten, wo Lasten wirken.
- Wenn möglich, die Füße mit Bodenankern verstärken, etwa durch kleine Winkel oder zusätzliche Schrauben im Fußbereich.
- Auf jeden Fall eine solide Wandbefestigung mit Ikea-eigenen oder allgemein passenden Metallwinkeln nutzen. Diese sollten mit Querschrauben direkt im Korpus verankert werden.
Mich interessiert: Wie hoch sind deine Lasten ungefähr? Nutzt du den Schrank nur statisch oder kommt Belastung durch häufiges Öffnen und Schließen dazu? Brauchst du mehr Tipps zur Auswahl des Materials für die Verstärkungen?
- Rückwand demontieren und eine 5 mm starke Multiplex- oder Sperrholzplatte zuschneiden, um diese dann genau anzuschrauben. Das verhindert Verwindungen deutlich besser als die dünne Spanplatte ab Werk.
- Zusätzliche Metallwinkel oben und unten innen anbringen, vor allem an den Seiten, wo Lasten wirken.
- Wenn möglich, die Füße mit Bodenankern verstärken, etwa durch kleine Winkel oder zusätzliche Schrauben im Fußbereich.
- Auf jeden Fall eine solide Wandbefestigung mit Ikea-eigenen oder allgemein passenden Metallwinkeln nutzen. Diese sollten mit Querschrauben direkt im Korpus verankert werden.
Mich interessiert: Wie hoch sind deine Lasten ungefähr? Nutzt du den Schrank nur statisch oder kommt Belastung durch häufiges Öffnen und Schließen dazu? Brauchst du mehr Tipps zur Auswahl des Materials für die Verstärkungen?
lorena schrieb:
Mich interessiert: Wie hoch sind deine Lasten ungefähr? Nutzt du den Schrank nur statisch oder kommt Belastung durch häufiges Öffnen und Schließen dazu? Brauchst du mehr Tipps zur Auswahl des Materials für die Verstärkungen?Danke für die ausführliche Antwort. Ich schätze die Lasten auf etwa 10-15 kg pro Fachboden, insgesamt 4-5 Böden. Es wird vor allem statisch belastet, da ich Bücher auf den Regalböden stehen habe. Allerdings nutze ich die Türen regelmäßig. Verrückte Belastungen durch raues Türöffnen gibt es eigentlich nicht. Tipps zum Material für die Rückwandverstärkung wären super, Multiplex klingt gut.
Multiplex ist eine sehr gute Wahl für die Rückwand, weil sie sich nicht so schnell verwindet wie dünne Spanplatte. Ich würde empfehlen, die Platte vorbohren und mit Schrauben befestigen, damit die Belastung gut verteilt wird. Zusätzlich ist es sinnvoll, die Rückwand auch an mehreren Stellen mit Holzleim zu verstärken, damit sie fester sitzt.
Außerdem solltest du die Schrauben für die Rückwand nicht nur am Rand, sondern gleichmäßig entlang der Fläche setzen. Das verbessert die Stabilität durch eine größere Auflagefläche.
Noch ein Tipp: Prüfe die Passgenauigkeit der Türen und die Scharniere, denn zu lockere Türen können den Schrank ebenfalls negativ beeinflussen, wenn sie oft bewegt werden.
Außerdem solltest du die Schrauben für die Rückwand nicht nur am Rand, sondern gleichmäßig entlang der Fläche setzen. Das verbessert die Stabilität durch eine größere Auflagefläche.
Noch ein Tipp: Prüfe die Passgenauigkeit der Türen und die Scharniere, denn zu lockere Türen können den Schrank ebenfalls negativ beeinflussen, wenn sie oft bewegt werden.
Ich sehe hier zwei mögliche Denkfehler. Erstens wird oft versucht, die Rückwand nur durch dünne Platten stabiler zu machen, das kann auf Dauer aber zu Bruchstellen an den Schrauben führen. Zweitens: Die Wandbefestigung wird zwar empfohlen, jedoch unterschätzt, wie gravierend das auf die Stabilität wirkt.
Daher würde ich empfehlen, nicht nur die Rückwand zu verstärken, sondern auch die Einlegeböden an den Kontaktstellen mit zusätzlichen Leisten oder Winkeln zu versehen. Das verhindert Durchbiegen.
Außerdem erklärt sich mir nicht, wie genau die Wandbefestigung realisiert werden soll; nur Schrauben in das Material stellen oft nicht genug Halt sicher. Hier braucht es vielleicht Dübel mit passenden Lastangaben und solide Untergründe.
Wie ist das bei euch – wie macht ihr das mit der Wandbefestigung und wie kommt ihr mit den Schrankböden klar, gerade bei schweren Sachen?
Daher würde ich empfehlen, nicht nur die Rückwand zu verstärken, sondern auch die Einlegeböden an den Kontaktstellen mit zusätzlichen Leisten oder Winkeln zu versehen. Das verhindert Durchbiegen.
Außerdem erklärt sich mir nicht, wie genau die Wandbefestigung realisiert werden soll; nur Schrauben in das Material stellen oft nicht genug Halt sicher. Hier braucht es vielleicht Dübel mit passenden Lastangaben und solide Untergründe.
Wie ist das bei euch – wie macht ihr das mit der Wandbefestigung und wie kommt ihr mit den Schrankböden klar, gerade bei schweren Sachen?
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