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ᐅ Warum lösen sich bei Billy Regalen oft die Rückwände?

Erstellt am: 24.04.23 09:17
F
farcanstan
F
floga
24.04.23 13:02
Ich finde es super, wie hier schon genau auf die Material- und Konstruktionsproblematik eingegangen wird.

Ich selbst hatte auch Anfangs Schwierigkeiten mit meinen Billy Regalen, weil ich die Rückwände nicht richtig fixiert habe. Damals war ich etwas frustriert, weil ich dachte, die Regale wären von Ikea nicht gut durchdacht.

Nach ein bisschen Recherche habe ich eine einfache Lösung gefunden: Ich habe die Rückwände nachträglich mit kleinen Schrauben an den Seitenleisten fixiert (statt nur die kleinen Nägel) und zusätzlich noch ein dünnes Metallwinkelprofil an den oberen Ecken angebracht. Seitdem halten sie bombenfest.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass so ein günstiges Möbelstück eben Kompromisse hat. Es ist ja auch oft mobil und soll nicht die Stabilität von maßgefertigten Einbaumöbeln ersetzen.

Für alle, die wie ich anfangs verunsichert waren: Es gibt einfache, praktikable Lösungen, die wenig Aufwand kosten, um das Problem dauerhaft zu minimieren! 🙂
R
retau
25.04.23 07:16
Wow, ich finde es mega, mit wie viel Details hier gearbeitet wird! Das macht echt Mut, das Problem jetzt endlich anzugehen!

Ich habe noch eine ganz einfache Idee, die mir geholfen hat: Einfach die Rückwände vor dem Anbringen leicht mit Holzleim bestreichen, bevor man sie mit den Nägeln befestigt. Das verklebt die Rückwand zusätzlich und verhindert, dass sie sich so schnell löst.

Klar, das ist eine kleine Extraarbeit, aber man merkt später echt, wie viel stabiler alles sitzt.

Danke für all die Tipps – ich werde das gleich bei meinen Billy Regalen ausprobieren! 🙂

Lasst euch nicht entmutigen, das bekommen wir zusammen hin!
G
Giagau
25.04.23 08:59
Domau0 schrieb:
Ich empfehle immer, vor dem Aufbau die Rückwand mit Lack oder Holzschutzmittel zu versiegeln, um die Feuchtigkeitsaufnahme zu reduzieren.

Das ist ein sehr guter Tipp, der oft übersehen wird. Da die Rückwände extrem dünn sind und möglichst leicht bleiben sollen, werden sie oft ohne Oberflächenbehandlung ausgeliefert. Das macht sie anfällig für Schwankungen in der Luftfeuchtigkeit, was mit der Zeit zum Lösen führt.

Ich würde zusätzlich empfehlen, die Rückwände beim Einbau nicht zu sehr unter Spannung zu setzen. Es ist besser, sie leicht Spiel zu lassen, damit sich das Material bei Feuchtigkeit ändern kann, ohne Druck aufzubauen.

Außerdem sind die eigentlichen Befestigungsstellen mit Nägeln oft zu klein dimensioniert. Eine Verstärkung mit kleinen Winkelblechen im Regalinneneck kann hier Abhilfe schaffen.

Das Problem ist also ein Zusammenspiel von Materialwahl, Befestigungsart und Umgebungsbedingungen.
S
sinhau
25.04.23 09:34
Giagau schrieb:
Das Problem ist also ein Zusammenspiel von Materialwahl, Befestigungsart und Umgebungsbedingungen.

Dem möchte ich uneingeschränkt zustimmen und ergänzen:

Ein weiterer Aspekt, der oft übersehen wird, ist die Montagegenauigkeit. Wenn die Rückwand beim Aufbau nicht exakt plan auf den Korpus trifft oder schon beim Einsetzen minimal verzogen wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich später löst. Durch kleine Spalte kommen Feuchtigkeit und Staub an die Nagelstellen, was die Verankerung schwächt.

Außerdem empfehle ich bei stark beanspruchten Stellen das Anbringen von Zusatzleisten oder Leimstreifen zur besseren Fixierung.

Wer sich für eine professionelle Lösung interessiert: Es gibt spezielle Verbindungsprofile für Rückwände im Möbelbau, die man nachrüsten kann. Das kostet zwar etwas mehr, aber bringt erheblich mehr Stabilität.

Falls jemand weitere Fragen zur Montage oder zu Materialien hat, stehe ich gerne zur Verfügung.
billyrückwänderegalenrückwandfeuchtigkeit