ᐅ Neubau Einfamilienhaus - Begleitet uns dabei!
Erstellt am: 04.08.22 16:13
Myrna_Loy 23.09.22 10:42
Ich würde den Architekten mal bitten, eine Temperaturberechnung für den Bau zu machen - Also Hitzeeintrag über die Materialien des Hauses nach innen und eine Hitzesimulation Außenbereich. Und dann mal berechnen lassen, was es kostet, die Hitze aus dem Bau wieder raus zu bekommen. Die Terrasse beim Pool dürfte im Hochsommer so heiß sein, dass man sich dort nicht aufhalten mag. Schwarze Flächen sind bis zu 30 Grad heißer, als weiße Flächen und diese Hitze wird in beide Richtungen - nach innen und nach außen - abgeleitet. Dazu keinerlei Überstände oder andere effektive Beschattungen?
Ich kenne solche Architekturfantasien aus dem hohen skandinavischen Norden, da wird es aber auch nicht so heiß.
Sollten die Fassaden in Holz gestaltet werden, dann kannst Du jährlich den Anstrich sanieren. Aber auch bei anderen Materialien hast Du einen Irrsinnigen Aufwand, den gleichmäßigen Schwarzton zu halten. Das sieht maximal zwei Jahre gut aus. Danach hast Du Flächen, die unterschiedlich altern, verwittern, Umwelteinflüsse zeigen. Das wird bunt ohne dass es nach einer Patina aussieht.
Ich kann wirklich nur den Kopf bei so viel Design und so wenig Nachhaltigkeit schütteln. Ich weiß, Architekten lieben Schwarz. so edgy, so sleek, so different. Ohne dass man sich Mühe bei der Kubatur geben muss. Aber es hat seine Gründe, dass so nicht gebaut wurde. Und nein, neue Materialien und Technologien sind nicht so ausgereift, dass die synthetischen Materialien nicht altern. Frag mal nach Herstellergarantien zu Farbhaltigkeit bei Bewitterung. 5-10 Jahre maximal. Und die beinhalten Toleranzen. Unter Laborbedingungen.
Sorry for the rant, aber das ist so eine feuchte Architektenfatasie, die absurd viel Realität ignoriert.
Ich kenne solche Architekturfantasien aus dem hohen skandinavischen Norden, da wird es aber auch nicht so heiß.
Sollten die Fassaden in Holz gestaltet werden, dann kannst Du jährlich den Anstrich sanieren. Aber auch bei anderen Materialien hast Du einen Irrsinnigen Aufwand, den gleichmäßigen Schwarzton zu halten. Das sieht maximal zwei Jahre gut aus. Danach hast Du Flächen, die unterschiedlich altern, verwittern, Umwelteinflüsse zeigen. Das wird bunt ohne dass es nach einer Patina aussieht.
Ich kann wirklich nur den Kopf bei so viel Design und so wenig Nachhaltigkeit schütteln. Ich weiß, Architekten lieben Schwarz. so edgy, so sleek, so different. Ohne dass man sich Mühe bei der Kubatur geben muss. Aber es hat seine Gründe, dass so nicht gebaut wurde. Und nein, neue Materialien und Technologien sind nicht so ausgereift, dass die synthetischen Materialien nicht altern. Frag mal nach Herstellergarantien zu Farbhaltigkeit bei Bewitterung. 5-10 Jahre maximal. Und die beinhalten Toleranzen. Unter Laborbedingungen.
Sorry for the rant, aber das ist so eine feuchte Architektenfatasie, die absurd viel Realität ignoriert.
Myrna_Loy 23.09.22 11:48
Ich sollte aufhören, mir den Antwurf anzuschauen 😉
Die fehlende Nordterrasse der Einliegerwohnung aus Privatsphäregründen? Das ließe sich doch anders lösen. Baulich oder mit Bepflanzung. So ist die Nordseite noch düsterer, als Nordseiten eh sind, mit der geschlossenen, dräuenden Wandfläche. Schön, dass im Rendering dort auch nur eine krautige Wiese liegt.
Die Küche, in der ihr morgens gerne lange sitzen wollt, geht zur Straße? Und aus Privatsphäregründen stehen davor ein paar Bäume. Das wird dunkel. Und durch diesen eher schattigen Raum müssen alle Besucher durch.
Ist ja schön, dass der Architekt mit dem Eingeschosser die Grundfläche noch mal aufblasen konnte, aber gelungen finde ich das in keinster Weise. Das Grundstück wirkt vollgestopft. Aber das spart natürlich Kosten für Außenanlagen. 🙂
Oben haben alle Räume Dachschrägen und Dachflächenfenster, was für mich in dieser Form das Gegenteil von luxuriös ist. Oder modern. Man kann mit Schrägen fantastische Räume schaffen, aber so sieht es eher nach einem Fertighaus aus. Aber dafür viel Platz mit einem Luftraum über einem esstisch verballert. Der nicht mal als Galerie oben genutzt wird.
Da hätte ich mir eher einen eingeschobenen Kubus oder so etwas gewünscht, um auch im OG großzügige Räume mit einem offenem Wohngefühl zu haben. Das ist ein aufgeblasenes Flair mit seltsamer Ausrichtung.




Die fehlende Nordterrasse der Einliegerwohnung aus Privatsphäregründen? Das ließe sich doch anders lösen. Baulich oder mit Bepflanzung. So ist die Nordseite noch düsterer, als Nordseiten eh sind, mit der geschlossenen, dräuenden Wandfläche. Schön, dass im Rendering dort auch nur eine krautige Wiese liegt.
Die Küche, in der ihr morgens gerne lange sitzen wollt, geht zur Straße? Und aus Privatsphäregründen stehen davor ein paar Bäume. Das wird dunkel. Und durch diesen eher schattigen Raum müssen alle Besucher durch.
Ist ja schön, dass der Architekt mit dem Eingeschosser die Grundfläche noch mal aufblasen konnte, aber gelungen finde ich das in keinster Weise. Das Grundstück wirkt vollgestopft. Aber das spart natürlich Kosten für Außenanlagen. 🙂
Oben haben alle Räume Dachschrägen und Dachflächenfenster, was für mich in dieser Form das Gegenteil von luxuriös ist. Oder modern. Man kann mit Schrägen fantastische Räume schaffen, aber so sieht es eher nach einem Fertighaus aus. Aber dafür viel Platz mit einem Luftraum über einem esstisch verballert. Der nicht mal als Galerie oben genutzt wird.
Da hätte ich mir eher einen eingeschobenen Kubus oder so etwas gewünscht, um auch im OG großzügige Räume mit einem offenem Wohngefühl zu haben. Das ist ein aufgeblasenes Flair mit seltsamer Ausrichtung.
K a t j a 23.09.22 13:11
Myrna_Loy schrieb:
Ich sollte aufhören, mir den Antwurf anzuschauen 😉Ja, ich würde da mal ein wenig relativieren.Myrna_Loy schrieb:
Die fehlende Nordterrasse der Einliegerwohnung aus Privatsphäregründen? Das ließe sich doch anders lösen. Baulich oder mit Bepflanzung. So ist die Nordseite noch düsterer, als Nordseiten eh sind, mit der geschlossenen, dräuenden Wandfläche. Schön, dass im Rendering dort auch nur eine krautige Wiese liegt.Im Norden der Einliegerwohnung ist das Schlafzimmer - wie hell muss ein Schlafzimmer wohl sein? Die Fensterfront im Osten halte ich dafür völlig ausreichend.Zur Realisierung einer Terrasse hatte ich schon eine Empfehlung gegeben.
Myrna_Loy schrieb:
Die Küche, in der ihr morgens gerne lange sitzen wollt, geht zur Straße? Und aus Privatsphäregründen stehen davor ein paar Bäume. Das wird dunkel. Und durch diesen eher schattigen Raum müssen alle Besucher durch.Die Küche liegt voll in der Südseite und ist nicht schattig mit dieser großen Fensterfont. Bäume kann man so schneiden, dass sie nicht die Zimmer verdunkeln. Es gibt auch kleine Bäume.Myrna_Loy schrieb:
Ist ja schön, dass der Architekt mit dem Eingeschosser die Grundfläche noch mal aufblasen konnte, aber gelungen finde ich das in keinster Weise. Das Grundstück wirkt vollgestopft. Aber das spart natürlich Kosten für Außenanlagen. 🙂Das ganze Grundstück ist imho gar nicht zu sehen auf dem Plan.Myrna_Loy schrieb:
Oben haben alle Räume Dachschrägen und Dachflächenfenster, was für mich in dieser Form das Gegenteil von luxuriös ist.Das würde mich bei Satteldach jetzt nicht überraschen.Myrna_Loy schrieb:
Man kann mit Schrägen fantastische Räume schaffen, aber so sieht es eher nach einem Fertighaus aus.Das finde ich nicht aber über Geschmack lässt sich hier sicher streiten.Myrna_Loy schrieb:
Aber dafür viel Platz mit einem Luftraum über einem Esstisch verballert. Der nicht mal als Galerie oben genutzt wird.Ich sehe da ganz klar eine Galerie.Myrna_Loy schrieb:
Da hätte ich mir eher einen eingeschobenen Kubus oder so etwas gewünscht, um auch im OG großzügige Räume mit einem offenem Wohngefühl zu haben. Das ist ein aufgeblasenes Flair mit seltsamer Ausrichtung.Um die eh schon riesige Wohnfläche noch weiter aufzublasen? Wozu?Ich muss gestehen, dass ich dieses Haus auch nie bauen würde. Zum Schwarz wurde ja schon einiges gesagt, mich stört eher der Reihenhaus-Charakter. Entsprechend ist die Ausrichtung der Hauptwohnung eher zum Nachbarn, statt zum Garten für mich eine Fehlplanung. Für 2 Mio im Reihenhaus wohnen? - nein Danke! Außerdem ist das Objekt durch die komplette Unterkellerung ein Monster. Gefühlt die Hälfte der Wohnfläche liegt unter der Erde. Hier wäre echt zu überlegen, ob man mit einer Außentreppe einen Fahrradkeller usw. anlegt, den auch der Einwohner nutzen kann, was soll man sonst mit so viel Keller?
Deshalb ist aber der Entwurf nicht unbedingt schlecht - er entspricht ja Euren Wünschen, wenn ich das richtig sehe.
11ant 23.09.22 14:06
gregman22 schrieb:
Für absehbare Zeit erst einmal unsere beiden Elternteile in unterschiedlicher Häufigkeit. Vermutlich wird die Einliegerwohnung im Jahr zu 50-60% belegt sein. Plus spontane (längere) Gastbesuche.Die Einliegerwohnung ist in diesem Konzept schon ein Schwiegermuttersitz im klassischen Sinne, ein positives Gegenbeispiel (allerdings als ständigen Einliegerwohnung der Mutter) von hatte ich erst vor wenigen Tagen wieder verlinkt. Das Argument der Privatsphäre ist bei der Nutzung durch (Schwieger)eltern und Freunde recht merkwürdig, und die Frage nach dem Wäscheaufhängeplatz für einen späteren Mieter bleibt.OWLer schrieb:
Einliegerwohnung als Maisonette über 2 Geschosse mit separater Treppe? Da könnte man pro Etage etwas entzerren und für gebrechlichere Eltern gleich Treppenliftoptimiert die Treppe?... mit eigenem Bad für den Einliegergast, falls der studierende Bruder von ´mal vorbeischaut *LOL*gregman22 schrieb:
Derzeit sind es all-in knapp 460-470 m2 Wohn-Nebenfläche... [...] Andere Frage: Das Hauskonzept basiert derzeit auf einem Holz-Massivbau. Kommentare eurerseits dazu?Ich lach´ mich schlapp: Baustoff ökobionachhaltig, aber bitte mit Grundstücks"ausnutzung" wie vom Geschoßwohnungsbaulöwen. Fahrt Ihr auch mit dem SUV zum Hofladen, wie sich das für gute Pharisäer gehört ?Ein Konzept sollte baustoffneutral aufgehen, denn das Konzept gehört zur Leistungsphase 2, und die Baustoffentscheidung fließt erst in der Leistungsphase 3 ein. Hier ist noch ein bißchen der Wurm drin (nicht im Holz). Konzeptuell sehr fitte Architekten in München kennt übrigens .
Myrna_Loy schrieb:
Ich bin ein bisschen fasziniert, wie man als Architekturbüro in 2022 so etwas als modern und fortschrittlich entwerfen kann. Die Kardashianisierung der Architektur ist hier voll umgesetzt. Finde ich schade bei so einem Budget. Eine verpasste Chance, innovativ zu bauen.Kardashianisierung - herrrlisch fantassstisch - Herr Kapellmeister, einen Tusch !Myrna_Loy schrieb:
Ich würde den Architekten mal bitten, eine Temperaturberechnung für den Bau zu machen - Also Hitzeeintrag über die Materialien des Hauses nach innen und eine Hitzesimulation Außenbereich. [...] Sorry for the rant, aber das ist so eine feuchte Architektenfatasie, die absurd viel Realität ignoriert.Mich dünkt, so viel Einsatz (und Engagement, über das "avantgardistische" Design hinaus) ist von diesem Architekten zu viel verlangt bzw. überschätzt.Ähnliche Themen