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FamilieBausS

Kalkputz streichen? / Welcher Quarzgrund?

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Bei mir stellt sich gerade die Frage, ob ich meinen Rotkalk Feinputz überhaupt streichen soll?

Keller massiv mit Poroton, Rotkalk Grund ist bereits aufgetragen. EG mit Gipsfaserplatten, diffusionsoffener Wandaufbau.
In beiden Stockwerken soll ein Filzputz aufgetragen werden, wahrscheinlich der Rotkalk 05. Im EG dann mit einer Vorbehandlung mit Quarzgrund. Es dreht sich jetzt darum, ob ich diesen Putz nochmal mit Farbe (wenn, wahrscheinlich Keim Innotop) streichen soll? Bekannte von uns raten ab, da man gerade beim 05er Putz dann die Struktur überhaupt nicht mehr erkennen würde. Der große Vorteile wäre natürlich die gesparte Arbeit und reduzierte Kosten. Als Nachteil sehe ich vielleicht die Abrieselungen im Laufe der Zeit?

Außerdem kommt noch dazu, dass sämtliche Decken mit Malervlies tapeziert sind und diese auf jeden Fall gestrichen werden müssen. Würde eine Tapete mit Anstrich überhaupt farblich zur nicht gestrichenen Wand zusammen passen?

Bei der Auswahl des Quarzgrundes bin ich auch hin und her gerissen. Es gibt den originalen vom selben Hersteller des Putzes für ein unfassbares Geld. Dann gibt es noch ein wensentlich günstigeres Konkurrenzprodukt, die aber ihren SD-Wert nicht auf dem technischen Merkblatt veröffentlicht haben. Auf Nachfrage wurde mir ein Wert von <0,14m bestätigt. Das kann man jetzt glauben oder auch nicht...
 
Die Frage - Streichen oder nicht - würde ich auf den Zeitpunkt verschieben, wenn der Putz an der Wand ist (und getrocknet ist). Der Endzustand könnte die Entscheidung vorwegnehmen.
1. Es könnte Risse/ Fehlerstellen geben, die beigeputzt oder gespachtelt werden müssen. Farbgleich nahezu unmöglich.
2. Der Putz könnte je nach Untergrund und Stärke von Hause aus fleckig werden und sich z.B. Medienleitungen bzw. ELT-Kanäle abzeichnen.
3. Notwendige Acryl-bzw./Dehnungsfugen an Fenstern usw. sehen überstrichen auch wesentlich besser aus, da Acryl z.B. sonst schnell vergilben könnte.

Da die Decken sowieso gemalert werden müssen, würde ich mich an eurer Stelle darauf einstellen, dass alles gemalert werden muss. Sollte das Ergebnis dagegen überzeugen: umso besser: Geld und Zeit gespart. Die Wahl einer geeigneten Farbe dann zum gegebenen Zeitpunkt.
 
Wand und Decke kannst du unterschiedlich behandeln. Der Filzputz wird aber sicher nicht komplett homogen sein, was aber auch gut aussehen kann. Das Risiko von Fleckigkeiten wie vor beschrieben sehe ich aber eher nicht, wenn gut vorgearbeitet worden ist.
Die Farbe von Keim kann man auch mit Fixativ verdünnen, damit die nicht so stark füllt. Aber mit der normalen Konsistenz wird man den Putz auf jeden Fall optisch verändern. Und dann eher mit dem Quast, als mit der Rolle streichen. Das reduziert die Veränderungen.
Wir benutzen auch nicht immer die Markenprodukte. Ich seh da für uns keinen Unterschied. Wir kaufen aber dann Eigenmarken der Baustoffhändler. Ich kann hier nicht für irgendwelche Baumarktprodukte sprechen.
 
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