Meine Dummy Frage ist: Was kostet jetzt grob wieviel mehr?
Das kann Dir hier keiner verraten. Keiner von den aktiven Usern hier ist Bauunternehmer.
Und auch Bauunternehmer müssten Dir das mit der Statik und der EEG zusammen ausrechnen.
Mir fehlt aber noch komplett das Gefühl dafür, welche Änderungen (Luftraum, Teilkeller) sich wie auf die Gesamtkosten auswirken, so dass ich entsprechende Prioritäten setzen könnte.
Das Problem der Prioritätensetzung sehe ich hier bei Dir, dass Du Wirtschaftlichkeit mit Flächenverschwendung gleichsetzt.
Im Grunde ist Wirtschaftlichkeit für einen Bauherren eine Kosten-Nutzung-Optimierung mit dem, was man sich für sich wünscht und braucht.
Du drehst den Gedanken um, indem Du nicht bauherrenseits denkst, sondern globaler. Natürlich klotzt man als Unternehmen, Stadt oder andere Institution alle Quadratmeter voll, die nutzbar und möglich sind, damit man daraus wieder eine Rendite einfährt.
Ein Bauherr selbst interessiert aber meist weniger eine Rendite, weil er das Haus selbst bewohnen möchte. Er hat selten Interesse, Wohnraum für andere zu generieren, um daraus Kapital zu schlagen. Indirekt gibst Du auch zu, dass Du es nicht möchtest.
Du möchtest es für andere vorbereiten, möchtest für andere schon die Planung übernehmen. Das halte das für gedanklich verknotet, weil es eben nicht wirtschaftlich ist.
Zudem betonst Du Dein Alter. Wenn man gerade mal mit Mitte 20 ein Haus baut, so mag es wirtschaftlich sein, schon entsprechend mehr Wohnraum zu bauen, falls die Familie wächst, das Nest größer ausfallen muss als jetzt notwendig. Bei Dir gilt aber die Umkehr: derzeit etwas mehr (für die Tochter), was eigentlich auf die nächsten Jahre gar nicht mehr gebraucht und gewünscht ist. Gewünscht ist schlichtes "Wohnen auf einer Ebene". Insofern macht es Sinn, den Tochter-Raum möglichst gut in das spätere Leben einzubinden. Oder abzukoppeln.
Es macht keinen Sinn, sich auf DREI Ebenen auszubreiten, wenn man sich auf EINER Ebene sieht. Es macht auch keinen Sinn, sich auf ZWEI Ebenen auszubreiten, wenn man sich auf EINER Ebene sieht. das gilt auch für den Technik- wie auch für den Hauswirtschaftsraum.
Ich empfinde es auch nicht sinnvoll, sich Raum schönzureden, indem man irgendwann mal in einer Diskussion sagt, dass man eine Werkstatt toll findet und nutzen kann, wenn sie im Raumprogramm anfangs überhaupt nicht auftaucht. Wenn sich die Planung so ergibt, dann nimmt man mit, ja.
Es ist auch nicht sinnvoll, alte Zöpfe wie "ein Haus ohne Keller ist kein Haus" von einem Stammtisch mitzunehmen. Damals stand in einem Keller der Öl- oder Kohlenvorrat. Und die Mangel für die Wäsche wie auch Regalmeter von selbst Eingemachten.
Wer ein Haus bauen will, tut gut damit, wenn er sich mal mit der heutigen Zeit auseinander setzt. Musterhäuser, Webseiten, und ja, auch die Insta und Pinterest spiegelt das heutige Wohnen dar. Das bedeutet allerdings nicht, dass man alles so haben muss wie andere. Nur sollte man sich damit beschäftigen. Auch Zeitschriften wie "Das Haus", "Schöner Wohnen", aber auch "die Zeit", "Süddeutsche" usw hat guten Journalismus in Sachen Wohnen und Gesellschaft, die zeigen oder beschreiben, wie man heutzutage im Gegensatz zu früher baut oder es umsetzt. Es regt zumindest Gedanken an. Fast jeder Häuslebauer hat barrierearme oder frei Häuser als Typenhaus, nur nennt man es dann nicht "Grundriss Silverager", sondern bezieht sich auf den ganzen Haustyp des altersgerechten Wohnen zb in einem Bungalow.
Die Frage um die Kosten, die kommen eigentlich vor der Grundrissplanung. Kann ich mir einen Keller leisten, einen Luftraum, ein 80qm großes Wohnzimmer? Und auch die Frage an sich, was man wirklich braucht und in 5 bzw. 10 Jahren wie nutzen wird, das kommt auch VOR der Grundrissplanung bzw währen des Architektengespräches.
Wenn man sich anschließend überlegt, ob man später eine geeignete Zielgruppe für den Hausverkauf findet und darin ein Problem sieht, der sollte sich überlegen, ob sich die eigene derzeitige Wirtschaftlichkeit mit dem "für andere" widerspricht. Ich sehe allerdings nicht das Allheilmittel, genügend Qm für den Nächsten mitzubauen, wenn man gar nicht weiß, was da draußen so gewollt wird. Ihr könnt noch nicht einmal Euch in 10 Jahren sehen, denke ich, da es sich nicht im Grundriss widerspiegelt.