Blockhaus (=Vollholz) oder Ständerbauweise?


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Martin92
Vor einem Jahr war es klar: Blockhaus, sonst nichts (eine erfahrene Firma hätten wir, leider kein GU). Seitdem wir Kontakt mit einem für uns sehr überzeugende Ständerbauweise-GU Kontakt hatten, drehe ich mich aber im Kreis. Da ich in diesem Forum schon viele bereichernde Ideen und Tipps bekommen habe, möchte ich euch einladen, eure Überlegungen dazu zu äußern. Ich beginne mal mit den Vor- und Nachteilen, die uns aufgefallen sind:

Blockhaus:

+ Nur unbehandeltes Holz, also "puristisch" und geringste Chemikalien-Belastung
+ Kurze Warte- und Bauzeit
- Gewerke zum selber vergeben (wir würden keine Arbeiten übernehmen, außer evt. Boden verlegen)
- Preise können stärker schwanken
- Garantie "nur" 15 Jahre auf tragende Teile (5 auf Rest)



Ständerbauweise:

+ GU, also "sorgenfreier"
+ mit präziser Preisangabe (Fixpreis)
+ Garantie 30 Jahre auf tragende Teile - Warte- und Bauzeit etwas länger
-/+ Holz nur im "Skelett"; (Öko)-Material kann frei gewählt werden
 
Du hast kreuzverleimte Massivholzplatten vergessen

Außenwände werden fünffach, Innenwände dreifach mit umweltverträglichem, formaldehydfreien Klebstoff kreuzverleimt. Das ergibt eine Zusammensetzung von 99,4 % Holz und 0,6 % Klebstoff.

Kannst jederzeit entscheiden welche Decken oder Wände aus Sichtholz bestehen. Alles aus Holz wirkt auf mich wie eine Blockhütte in Skandinavien oder Alaska. Die gehen mir nach ein paar Tagen gegen den Strich. Du kannst nicht einfach die Wandfarbe ändern.

Der Baustoff ist nicht unwichtig ich finde jedoch der richtige Baupartner ist wichtiger. In eurem Fall ein GU der euch versteht und auf eure Wünsche eingeht.
 
Danke für eure Antworten! Ich war gesperrt..
Genau, MassivHolzplatten Anbieter haben wir in der Nähe : die bauen komplett ohne Leim, der eine mit alu Stiften, der andere mit Holz Schrauben. Finden wir auch interessant :)
 
+ Nur unbehandeltes Holz, also "puristisch" und geringste Chemikalien-Belastung
Das ist meist ein Irrglaube. Das funktioniert nur in Skandinavien oder den Alpen (ab einer gewissen Höhe), weil nur da die notwendigen klimatischen Bedingungen vorherrschen: es ist im Jahresdurchschnitt kalt genug um biotischen Befall aller Art dauerhaft auf einem unproblematischem Niveau zu halten. Sobald es im Jahresmittel zu warm und zu feucht wird, kannst du zusehen, wie sich dein unbehandeltes Holz z.B. durch innerlichen Würfelbruch verabschiedet. Ja, es gibt Holzarten, die das Problem 10 oder 15 Jahre länger hinauszögern, aber eine 200 Jahre alte Almhütte ist nicht 200 Jahre alt geworden, weil besonderes Holz verwendet wurde, sondern weil das Klima dort einfach passt.
 
Das könnte wiederum ein Irrglaube sein :) bei uns in Oberbayern kenne ich einige reine Holzhäuser die mehrere Jahrhunderte alt und sehr gut erhalten sind : auf 400 bis 500 m Höhe. Auch gibt es in Japan in Gegenden wo die Luftfeuchtigkeit nicht gerade gering ist, tausend Jahre alte Holzhäuser. Es ist entscheidend, wann das Holz geschlagen wird und wie gut es getrocknet wird
 
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