ᐅ Was tun, wenn die Rückwand beim KALLAX immer wieder abplatzt?
Erstellt am: 06.04.21 09:42
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Ge-ernstDie Problematik rührt aus der Konstruktion des IKEA KALLAX, welche auf günstige Massenfertigung und Einfachheit ausgelegt ist. Die Standard-Rückwand besteht meist aus dünnem Hartfaser- oder OSB-Material, welches für die Querabsteifung gedacht ist, aber mechanisch fragil ist.
Das Abplatzen resultiert meist aus mechanischer Belastung an den Befestigungspunkten oder aus schlechter Klebequalität am Pressholz.
Schritte zur dauerhaften Verbesserung:
1. Rückwand entfernen, Rückwandbereich gründlich säubern.
2. Neue Rückwand aus 4 mm Multiplex oder furniertem Sperrholz auf Maß zuschneiden.
3. Rahmenleisten (ca. 12-15 mm dick) aus massivem Holz (beispielsweise Kiefer) innen an den Kanten des Korpus befestigen mit Holzleim und Schrauben vorzubohren.
4. Die neue Rückwand mit Holzleim bestreichen und von innen verschrauben, Schrauben mit kleinen Unterlegscheiben verwenden, um das Material zu schonen.
5. Die Schraubenbohrungen vorgängig ansenken, um Aufplatzen der neuen Rückwand zu vermeiden.
Dieser Schritt-sequenz verhindert erneutes Abplatzen durch Lastkonzentration und erzeugt deutlich höhere Steifigkeit.
Habt ihr noch Fragen zu spezifischen Schrauben- oder Leimsorten?
Das Abplatzen resultiert meist aus mechanischer Belastung an den Befestigungspunkten oder aus schlechter Klebequalität am Pressholz.
Schritte zur dauerhaften Verbesserung:
1. Rückwand entfernen, Rückwandbereich gründlich säubern.
2. Neue Rückwand aus 4 mm Multiplex oder furniertem Sperrholz auf Maß zuschneiden.
3. Rahmenleisten (ca. 12-15 mm dick) aus massivem Holz (beispielsweise Kiefer) innen an den Kanten des Korpus befestigen mit Holzleim und Schrauben vorzubohren.
4. Die neue Rückwand mit Holzleim bestreichen und von innen verschrauben, Schrauben mit kleinen Unterlegscheiben verwenden, um das Material zu schonen.
5. Die Schraubenbohrungen vorgängig ansenken, um Aufplatzen der neuen Rückwand zu vermeiden.
Dieser Schritt-sequenz verhindert erneutes Abplatzen durch Lastkonzentration und erzeugt deutlich höhere Steifigkeit.
Habt ihr noch Fragen zu spezifischen Schrauben- oder Leimsorten?
TEBILO schrieb:
Habt ihr noch Fragen zu spezifischen Schrauben- oder Leimsorten?Danke für die ausführliche Erklärung! Tatsächlich habe ich bisher nur normaler Holzleim verwendet und die Rückwand teilweise auch mit kleinen Nägeln fixiert.
Gibt es spezielle Leimsorten, die sich besonders gut für die Kombination mit MDF oder Hartfaserplatten eignen? Und wie sieht es mit Schraubengrößen aus – eher dünne, feine Schrauben oder kann ich dickere verwenden, wenn ich vorbohre?
Ge-ernst schrieb:
Gibt es spezielle Leimsorten, die sich besonders gut für die Kombination mit MDF oder Hartfaserplatten eignen?Ja. Photovoltaikanlage-Holzleim ist universell gut, bei MDF und Hartfaser auch D3- oder D4-Leim, die sind wasserfest und sehr bindestark. Letztere sind ideal, wenn es Feuchtigkeit geben könnte.
Ge-ernst schrieb:
Und wie sieht es mit Schraubengrößen aus – eher dünne, feine Schrauben oder kann ich dickere verwenden, wenn ich vorbohre?Du solltest feine Holzschrauben mit einem Durchmesser von 3-4 mm verwenden. Vorbohren ist Pflicht, um die Platte nicht zum Reißen zu bringen. Die Länge ist abhängig von der Dicke der Rückwand plus der Leiste, meist 25-35 mm genügen.
Ergänzend: Wenn die Rückwand nur punktuell abgeplatzt ist, kann man auch kleinere Stellen mit Holzspachtel füllen und danach schleifen.
Diese Methode eignet sich aber nur zur temporären Reparatur und verstärkt die Stabilität kaum.
Für eine dauerhafte Lösung ist der Austausch der Rückwand wie beschrieben ratsam.
Diese Methode eignet sich aber nur zur temporären Reparatur und verstärkt die Stabilität kaum.
Für eine dauerhafte Lösung ist der Austausch der Rückwand wie beschrieben ratsam.
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