Hallo zusammen, ich habe eine Frage, die wohl einige Mieter betrifft, die ihre Malm Möbel sicher befestigen wollen, ohne Ärger mit dem Vermieter zu bekommen oder die Wände zu zerstören.
Genauer gesagt: Wie befestige ich Malm Möbel in einer Mietwohnung am besten?
Ich möchte z.B. den Kleiderschrank oder die Kommode gegen Umkippen sichern, denke an die üblichen Kippsicherungen, aber viele Anleitungen gehen ja von Selbstbesitz oder Eigentum an den Wänden aus.
Wie klappt das in der Mietwohnung? Welche Befestigungsmethoden sind sicher, reversibel und verursachen möglichst wenig Schaden? Gibt es spezielle Dübel oder Systeme, die man empfehlen kann?
Hat jemand Erfahrungen mit alternativen, nicht-invasiven Lösungen oder Tipps, an welche Stelle man im Schrank die Sicherungsbänder am besten anbringt?
Danke schon mal vorab für eure Hinweise!
Genauer gesagt: Wie befestige ich Malm Möbel in einer Mietwohnung am besten?
Ich möchte z.B. den Kleiderschrank oder die Kommode gegen Umkippen sichern, denke an die üblichen Kippsicherungen, aber viele Anleitungen gehen ja von Selbstbesitz oder Eigentum an den Wänden aus.
Wie klappt das in der Mietwohnung? Welche Befestigungsmethoden sind sicher, reversibel und verursachen möglichst wenig Schaden? Gibt es spezielle Dübel oder Systeme, die man empfehlen kann?
Hat jemand Erfahrungen mit alternativen, nicht-invasiven Lösungen oder Tipps, an welche Stelle man im Schrank die Sicherungsbänder am besten anbringt?
Danke schon mal vorab für eure Hinweise!
Für Mietwohnungen empfehle ich immer Teleskopsicherungen oder Winkel, die man ohne Bohren anbringt, z.B. mit Spannsystemen zwischen Möbel und Decke.
Andernfalls einfache Metallsicherungen mit kleinen Wandhaken und Hohlraumdübeln für Rigips, die man beim Auszug problemlos wieder entfernen kann.
Andernfalls einfache Metallsicherungen mit kleinen Wandhaken und Hohlraumdübeln für Rigips, die man beim Auszug problemlos wieder entfernen kann.
Hallo nikolas,
Deine Frage ist sehr praxisnah und wichtig, vor allem da Malm Möbel traditionell relativ leicht kippen können, wenn sie nicht gesichert werden. Ich möchte das gern aus technischer Sicht erläutern, damit du eine informierte Entscheidung treffen kannst.
Zunächst stellt sich die Frage, welche Wandart du hast: Trägst du auf Massivwand (z.B. Ziegel) oder auf Rigips? Das ist entscheidend für die Dübelwahl.
Bei Massivwänden sind Spreizdübel oder Universaldübel gut geeignet. Wenn Bohren nicht erlaubt ist, empfehle ich sogenannte "Möbelsicherung mit Spannsystem": Hier wird ein Teleskopstab zwischen Decke und Möbel gespannt, der ohne Bohrlöcher funktioniert und bei der Auszugskontrolle leicht entfernt werden kann. Diese funktionieren besonders gut bei Deckenhöhen von rund 2,4 bis 2,6 Metern.
Für Rigips-Wände wären Hohlraumdübel notwendig, wenn du etwas anbringen willst. Diese hinterklemmen sich im Hohlraum und sind stabiler als einfache Dübel. Achte aber unbedingt darauf, dass der Kleiderschrank an die Wand montierte Kippsicherungen sogar auf zwei Punkten hat — unten und oben.
Eine ganz interessante Option sind auch Klettband-Kippsicherungen, die man auf Möbel und Wand klebt, allerdings ist deren Haltbarkeit bei größeren Möbelstücken wiederum fraglich.
Das kann ich nur bestätigen, Teleskopsicherungen bieten den besten Kompromiss zwischen Stabilität und Rückbaubarkeit. Wichtig bei Malm ist auch, dass du die Sicherungsbänder am oberen Schrankteil befestigst und an der Wand möglichst auf Höhe der oberen drei Schubladen, damit genug Hebelwirkung dagegen wirkt, dass der Schrank kippt.
Falls du möchtest, kann ich dir noch Tipps für konkrete Produkte nennen? Welche Art Boden und Decke hast du denn genau?
Deine Frage ist sehr praxisnah und wichtig, vor allem da Malm Möbel traditionell relativ leicht kippen können, wenn sie nicht gesichert werden. Ich möchte das gern aus technischer Sicht erläutern, damit du eine informierte Entscheidung treffen kannst.
Zunächst stellt sich die Frage, welche Wandart du hast: Trägst du auf Massivwand (z.B. Ziegel) oder auf Rigips? Das ist entscheidend für die Dübelwahl.
Bei Massivwänden sind Spreizdübel oder Universaldübel gut geeignet. Wenn Bohren nicht erlaubt ist, empfehle ich sogenannte "Möbelsicherung mit Spannsystem": Hier wird ein Teleskopstab zwischen Decke und Möbel gespannt, der ohne Bohrlöcher funktioniert und bei der Auszugskontrolle leicht entfernt werden kann. Diese funktionieren besonders gut bei Deckenhöhen von rund 2,4 bis 2,6 Metern.
Für Rigips-Wände wären Hohlraumdübel notwendig, wenn du etwas anbringen willst. Diese hinterklemmen sich im Hohlraum und sind stabiler als einfache Dübel. Achte aber unbedingt darauf, dass der Kleiderschrank an die Wand montierte Kippsicherungen sogar auf zwei Punkten hat — unten und oben.
Eine ganz interessante Option sind auch Klettband-Kippsicherungen, die man auf Möbel und Wand klebt, allerdings ist deren Haltbarkeit bei größeren Möbelstücken wiederum fraglich.
nolan schrieb:
Für Mietwohnungen empfehle ich immer Teleskopsicherungen oder Winkel, die man ohne Bohren anbringt
Das kann ich nur bestätigen, Teleskopsicherungen bieten den besten Kompromiss zwischen Stabilität und Rückbaubarkeit. Wichtig bei Malm ist auch, dass du die Sicherungsbänder am oberen Schrankteil befestigst und an der Wand möglichst auf Höhe der oberen drei Schubladen, damit genug Hebelwirkung dagegen wirkt, dass der Schrank kippt.
Falls du möchtest, kann ich dir noch Tipps für konkrete Produkte nennen? Welche Art Boden und Decke hast du denn genau?
Interessant, wie hier fast automatisch von "Bohren" gesprochen wird und das als Problem fürs Mieten betrachtet wird. Ich behaupte mal frech: Wer keine Löcher in Wände bohren darf, sollte von Möbeln wie Malm mit ihrer Kippgefahr generell die Finger lassen.
Das Problem ist doch: Wenn ich Sicherheit will, braucht es feste Verankerung. Punkt. Alles andere ist mehr Show als Schutz. Teleskopsicherungen halte ich für halbherzig – die bringen bei starkem Nachwuchs oder unbedachter Bewegung nicht viel.
Und der Vermieter... na ja, der wird es denen dann zeigen mit seiner Abrechnung, wenn nach einem Sturz die Wand kaputt ist.
Man muss auch mal sagen: Mietwohnungen sind nicht für Hochrisikomöbel wie herkömmliche Malm gemacht, da braucht es entweder kompromisslose Absicherung durch Bohren oder eben andere Möbel. Alternativ bleibt nur der teurere Weg mit Diorama-festen Möbeln, die man gar nicht befestigen muss.
Stellt euch mal vor, ihr seid Vermieter, was würdet ihr tolerieren? Genau, nix, und das ist auch verständlich. Ich finde, hier wird Sicherheit gerne über die Vernunft gestellt.
nikolas schrieb:
Welche Befestigungsmethoden sind sicher, reversibel und verursachen möglichst wenig Schaden?
Das Problem ist doch: Wenn ich Sicherheit will, braucht es feste Verankerung. Punkt. Alles andere ist mehr Show als Schutz. Teleskopsicherungen halte ich für halbherzig – die bringen bei starkem Nachwuchs oder unbedachter Bewegung nicht viel.
Und der Vermieter... na ja, der wird es denen dann zeigen mit seiner Abrechnung, wenn nach einem Sturz die Wand kaputt ist.
Man muss auch mal sagen: Mietwohnungen sind nicht für Hochrisikomöbel wie herkömmliche Malm gemacht, da braucht es entweder kompromisslose Absicherung durch Bohren oder eben andere Möbel. Alternativ bleibt nur der teurere Weg mit Diorama-festen Möbeln, die man gar nicht befestigen muss.
Stellt euch mal vor, ihr seid Vermieter, was würdet ihr tolerieren? Genau, nix, und das ist auch verständlich. Ich finde, hier wird Sicherheit gerne über die Vernunft gestellt.
Moin nikolas,
ich möchte die Diskussion aus technischer und praktischer Perspektive ergänzen und dir eine strukturierte Herangehensweise anbieten:
1. Wandbeschaffenheit bestimmen: Ziegelei, Beton, Gipskarton? Wichtig für die Dübel- und Schraubenwahl. Rigips braucht spezielle Hohlraumdübel (z.B. Klappdübel oder Metallspreizdübel).
2. Sicherheit vs. Vermeidung von Schaden: Möbelsicherungen (Anti-Kipp-Bänder) sollten sehr stabil sein und idealerweise an zwei Punkten fixiert werden – oben an der Rückseite des Möbels, und an der Wand möglichst mittig. So verteilt sich die Last besser.
3. Wenn Bohren ausgeschlossen ist, empfehle ich Alternativen wie:
- Teleskopstangen zwischen Decke und Möbel (wie schon erwähnt)
- Möbelsicherungen, die mit starkem Klebeband an Wand und Möbel befestigt werden. Diese halten meistens gut bei wenig Belastung, sind aber kein Ersatz für echte Verankerungen.
4. Beim Anbringen darauf achten, dass die Sicherungen nicht die Schubladen o. Türen behindern.
Typische Fehler:
- Die Sicherung wird zu tief montiert, wodurch der Hebelarm zu groß ist und die Sicherung einfach bricht.
- Bohrlöcher werden zu groß gewählt oder die Wand ist zu spröde, wodurch Dübel nicht halten.
Ich hoffe, das gibt einen guten Überblick.
Falls nikolas weiß, ob die Decke verputzt oder gestrichen ist und wie hoch sie ist, kann ich weiter helfen und dir Beispielprodukte nennen.
ich möchte die Diskussion aus technischer und praktischer Perspektive ergänzen und dir eine strukturierte Herangehensweise anbieten:
1. Wandbeschaffenheit bestimmen: Ziegelei, Beton, Gipskarton? Wichtig für die Dübel- und Schraubenwahl. Rigips braucht spezielle Hohlraumdübel (z.B. Klappdübel oder Metallspreizdübel).
2. Sicherheit vs. Vermeidung von Schaden: Möbelsicherungen (Anti-Kipp-Bänder) sollten sehr stabil sein und idealerweise an zwei Punkten fixiert werden – oben an der Rückseite des Möbels, und an der Wand möglichst mittig. So verteilt sich die Last besser.
3. Wenn Bohren ausgeschlossen ist, empfehle ich Alternativen wie:
- Teleskopstangen zwischen Decke und Möbel (wie schon erwähnt)
- Möbelsicherungen, die mit starkem Klebeband an Wand und Möbel befestigt werden. Diese halten meistens gut bei wenig Belastung, sind aber kein Ersatz für echte Verankerungen.
4. Beim Anbringen darauf achten, dass die Sicherungen nicht die Schubladen o. Türen behindern.
Typische Fehler:
- Die Sicherung wird zu tief montiert, wodurch der Hebelarm zu groß ist und die Sicherung einfach bricht.
- Bohrlöcher werden zu groß gewählt oder die Wand ist zu spröde, wodurch Dübel nicht halten.
Ich hoffe, das gibt einen guten Überblick.
Falls nikolas weiß, ob die Decke verputzt oder gestrichen ist und wie hoch sie ist, kann ich weiter helfen und dir Beispielprodukte nennen.
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