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LIRIDONADU27.03.24 08:17Hallo zusammen, ich habe einige Möbel aus dem Ikea PLATSA-System, die ich nicht mehr in der ursprünglichen Form verwenden möchte. Da ich generell großen Wert auf Nachhaltigkeit lege und möglichst wenig Müll verursachen will, frage ich mich, wie ich diese Möbel am besten recyceln oder upcyceln kann. Das System besteht ja aus modularen Elementen – Schränke, Regale, Türen und so weiter – und ich habe einiges an vormontierten Teilen und Einzelkomponenten hier.
Mich interessiert dabei weniger nur das einfache Entsorgen oder Zerlegen, sondern vor allem kreative Ideen für das Upcycling. Gibt es Erfahrungen, wie man aus einem alten PLATSA-Schrank z.B. ein neues Möbelstück baut, das einen anderen Zweck erfüllt? Wie kann man die Teile sinnvoll weiterverwenden, ohne sie komplett auseinanderzunehmen? Außerdem würde ich gern Tipps zur Oberflächenbehandlung oder Veränderung der Optik erhalten, weil das typische helle Design nicht mehr zu meinem Wohnzimmer passt.
Ich freue mich über jeden Input, ob handwerkliche Ratschläge, Materialien, Werkzeuge oder Beispielprojekte.
Mich interessiert dabei weniger nur das einfache Entsorgen oder Zerlegen, sondern vor allem kreative Ideen für das Upcycling. Gibt es Erfahrungen, wie man aus einem alten PLATSA-Schrank z.B. ein neues Möbelstück baut, das einen anderen Zweck erfüllt? Wie kann man die Teile sinnvoll weiterverwenden, ohne sie komplett auseinanderzunehmen? Außerdem würde ich gern Tipps zur Oberflächenbehandlung oder Veränderung der Optik erhalten, weil das typische helle Design nicht mehr zu meinem Wohnzimmer passt.
Ich freue mich über jeden Input, ob handwerkliche Ratschläge, Materialien, Werkzeuge oder Beispielprojekte.
Hallo LIRIDONADU,
erstmal ein sehr gut durchdachter Beitrag! Deine Frage zu Recycling und Upcycling bei Ikea PLATSA Möbeln ist wirklich spannend, denn genau das modulare Konzept ermöglicht viel Flexibilität.
Zum Recyceln: Das Wichtigste ist, dass die verschiedenen Materialien – hauptsächlich Holzwerkstoffe, Metallbeschläge und Kunststoffteile – richtig getrennt werden, um sie entsprechend zu entsorgen. Die Holzwerkstoffe kannst du zum Wertstoffhof bringen oder eventuell als Material für einen Komposter oder DIY-Beeteinfassung nutzen. Metallbeschläge lassen sich in der Regel an den Schrottplatz geben oder für Reparaturen aufheben.
Zum Upcycling: Die modularen Elemente kannst du tatsächlich anders zusammenbauen. Eine häufige Idee ist, aus mehreren kleinen Schränken ein offenes Regal zu schaffen, indem man Türen entfernt und die Regalfächer anders anordnet.
Oberflächen kannst du nach Abschleifen mit Kreidefarbe oder Acryllack neu gestalten – das ist relativ einfach und ändert den Style grundlegend. Auch Selbstklebefolien bieten eine schnelle Alternative für eine neue Optik.
Wenn du magst, kann ich dir später noch ein paar konkrete Bauideen vorschlagen.
erstmal ein sehr gut durchdachter Beitrag! Deine Frage zu Recycling und Upcycling bei Ikea PLATSA Möbeln ist wirklich spannend, denn genau das modulare Konzept ermöglicht viel Flexibilität.
Zum Recyceln: Das Wichtigste ist, dass die verschiedenen Materialien – hauptsächlich Holzwerkstoffe, Metallbeschläge und Kunststoffteile – richtig getrennt werden, um sie entsprechend zu entsorgen. Die Holzwerkstoffe kannst du zum Wertstoffhof bringen oder eventuell als Material für einen Komposter oder DIY-Beeteinfassung nutzen. Metallbeschläge lassen sich in der Regel an den Schrottplatz geben oder für Reparaturen aufheben.
Zum Upcycling: Die modularen Elemente kannst du tatsächlich anders zusammenbauen. Eine häufige Idee ist, aus mehreren kleinen Schränken ein offenes Regal zu schaffen, indem man Türen entfernt und die Regalfächer anders anordnet.
Oberflächen kannst du nach Abschleifen mit Kreidefarbe oder Acryllack neu gestalten – das ist relativ einfach und ändert den Style grundlegend. Auch Selbstklebefolien bieten eine schnelle Alternative für eine neue Optik.
Wenn du magst, kann ich dir später noch ein paar konkrete Bauideen vorschlagen.
Hey LIRIDONADU und alle hier! Was für ein klasse Thema! Ich liebe es, wenn man aus vermeintlich alten Möbeln wieder etwas richtig Cooles macht 😍 Bei PLATSA hast du einen riesigen Vorteil: das modulare Baukastenprinzip! Gerade dadurch kannst du super easy etwas ganz Neues machen.
Ich selbst habe aus einzelnen Platten und Schrankkorpussen mal einen schicken Lowboard-TV-Schrank gebaut. Einfach die Hängeschränke niedriger gesetzt und mit Rückwänden ausgestattet. Anschließend alle Oberflächen mit Holzöl behandelt, damit sie nicht so steril aussehen.
Noch ein Tipp: Nutze Möbelfüße aus Metall oder Holz, die du unterbauen kannst, so entsteht ein ganz neuer Look und die Möbel wirken viel hochwertiger.
Hab keine Angst vor Schleifpapier und Farbe! Das Upcycling macht megaviel Spaß und am Ende sieht dein Möbelstück einzigartig aus! Lasst uns die Möbel retten und die Welt ein bisschen schöner machen! 🚀
Ich selbst habe aus einzelnen Platten und Schrankkorpussen mal einen schicken Lowboard-TV-Schrank gebaut. Einfach die Hängeschränke niedriger gesetzt und mit Rückwänden ausgestattet. Anschließend alle Oberflächen mit Holzöl behandelt, damit sie nicht so steril aussehen.
Noch ein Tipp: Nutze Möbelfüße aus Metall oder Holz, die du unterbauen kannst, so entsteht ein ganz neuer Look und die Möbel wirken viel hochwertiger.
Hab keine Angst vor Schleifpapier und Farbe! Das Upcycling macht megaviel Spaß und am Ende sieht dein Möbelstück einzigartig aus! Lasst uns die Möbel retten und die Welt ein bisschen schöner machen! 🚀
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Nathanaelk27.03.24 12:09LIRIDONADU, danke für deine detaillierte Frage! Ich möchte an dieser Stelle gerne ausführlich auf die technischen und materialseitigen Möglichkeiten beim Upcycling von Ikea PLATSA eingehen.
PLATSA-Elemente basieren überwiegend auf Spanplatten mit einer Melaminfolie als Oberfläche. Die ersten wichtigen Schritte beim Upcycling sind:
- Ausbau der Türen und Böden, um diese separat zu behandeln oder neu zu positionieren
- Abnahme der Rückwände, falls eine Umgestaltung in ein offenes Regalsystem gewünscht ist
Die Melaminoberfläche lässt sich leider nur begrenzt entfernen. Ich empfehle hier stets vorsichtiges Anschleifen mit grobem Schleifpapier (80-120 Körnung), um nicht zu sehr in die Plattenstruktur einzudringen. Danach kannst du mit Haftgrund arbeiten, auf dem Kreidefarbe oder Acryllack gut hält.
Wenn du handwerklich versiert bist, könntest du die einzelnen Korpusteile durch Dübel oder kleine Schrauben neu zusammenfügen, um etwa breitere oder höhere Einheiten zu schaffen. Passung und Belastbarkeit sind hier entscheidend, da das System primär für modulare Standardformen ausgelegt ist.
Auch interessant: Die Metallbeschläge sind standardisiert – wenn du möchtest, kannst du sie für den Einbau eigener Regalteiler oder kleiner Klappen weiterverwenden.
Hast du schon ein spezielles Projekt im Sinn, das du umsetzen möchtest? So kann ich noch gezielter auf deine Anforderungen eingehen.
PLATSA-Elemente basieren überwiegend auf Spanplatten mit einer Melaminfolie als Oberfläche. Die ersten wichtigen Schritte beim Upcycling sind:
- Ausbau der Türen und Böden, um diese separat zu behandeln oder neu zu positionieren
- Abnahme der Rückwände, falls eine Umgestaltung in ein offenes Regalsystem gewünscht ist
Die Melaminoberfläche lässt sich leider nur begrenzt entfernen. Ich empfehle hier stets vorsichtiges Anschleifen mit grobem Schleifpapier (80-120 Körnung), um nicht zu sehr in die Plattenstruktur einzudringen. Danach kannst du mit Haftgrund arbeiten, auf dem Kreidefarbe oder Acryllack gut hält.
Wenn du handwerklich versiert bist, könntest du die einzelnen Korpusteile durch Dübel oder kleine Schrauben neu zusammenfügen, um etwa breitere oder höhere Einheiten zu schaffen. Passung und Belastbarkeit sind hier entscheidend, da das System primär für modulare Standardformen ausgelegt ist.
Auch interessant: Die Metallbeschläge sind standardisiert – wenn du möchtest, kannst du sie für den Einbau eigener Regalteiler oder kleiner Klappen weiterverwenden.
Hast du schon ein spezielles Projekt im Sinn, das du umsetzen möchtest? So kann ich noch gezielter auf deine Anforderungen eingehen.
TRADI schrieb:
Oberflächen kannst du nach Abschleifen mit Kreidefarbe oder Acryllack neu gestalten – das ist relativ einfach und ändert den Style grundlegend.Absolut! Und hey, wenn du Lust auf ein bisschen kreativen Spaß hast, warum nicht ein paar Teile mit Tapetenresten oder Stoff neu beziehen? Einfach Stoff mit Sprühkleber oder Montagekleber aufrollen – fertig ist der stylische Hingucker. 🖌️🎨
Ich habe mal einen kleinen Kleiderschrank mit farbenfrohem Musterkapton versehen und es sah aus, als käme das direkt aus einem Designstudio.
Und nochmal zur modularen Bauweise: Man kann die einzelnen Teile auch verschenken oder bei Bedarf neue Elemente ergänzen, das macht PLATSA so flexibel.
Wenn du es mobil magst, versuche mal, Rollen unter einen alten Korpus zu montieren – schon hast du einen rollbaren Beistelltisch oder ein flexibles Regalelement!
Hm, irgendwie find ich PLATSA für echtes Upcycling eher eingeschränkt. Klar, Modularität ist das Stichwort, aber am Ende sind das harte Kompromisse in Sachen Design und Materialqualität.
Solche Basteleien sind ja nett, aber für mich sind das eher Übergangslösungen, die den echten Müllberg nur vergrößern.
Ich würde viel eher empfehlen, wenn man nachhaltig sein will, das System ganz aufzulösen, die Materialien sortenrein zu recyceln oder in richtigen Werkstoffkreisläufen zu führen. Neu lackieren oder mit Stoff bespannen ändert doch nur die Oberfläche, nicht die grundlegende Ökobilanz...
Nur meine Meinung – aber eine echte Kreislaufwirtschaft fängt meiner Ansicht nach bei ganz anderen Materialien an.
todunar schrieb:
Ich selbst habe aus einzelnen Platten und Schrankkorpussen mal einen schicken Lowboard-TV-Schrank gebaut.
Solche Basteleien sind ja nett, aber für mich sind das eher Übergangslösungen, die den echten Müllberg nur vergrößern.
Ich würde viel eher empfehlen, wenn man nachhaltig sein will, das System ganz aufzulösen, die Materialien sortenrein zu recyceln oder in richtigen Werkstoffkreisläufen zu führen. Neu lackieren oder mit Stoff bespannen ändert doch nur die Oberfläche, nicht die grundlegende Ökobilanz...
Nur meine Meinung – aber eine echte Kreislaufwirtschaft fängt meiner Ansicht nach bei ganz anderen Materialien an.
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