Welche Finanzierung beim Neubau?

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Ich denke auch dass es hier notwendig ist Excel anzuschmeisen und die Gesamtkosten der Kredite/BSV zu vergleichen.

Was grundsätzlich meist damit gemeint ist dass sich BSV nicht lohnen ist, dass beim BSV eine Abschlussgebühr fällig ist, die oftmals nicht mit eingerechnet wird... Zusätzlich ist es schon so, dass man beim BSV Geld mit 0-0,25% Guthabenzins über 10 Jahre anspart, während man auf der anderen Seite für einen laufenden Kredit deutlich mehr Zinsen bezahlt. Dieser "Gap" wird einem natürlich von keiner Bank berechnet und wirkt sich schon deutlich negativ aus. Bei unserem aktuellen Niedrigzins kann es dabei schnell vorkommen dass deshalb ganzheitlich gesehen die Finanzierung teurer ist. Die Kosten fallen hierbei eben nicht offensichtlich sondern "versteckt" an. Jedem der in seine Finanzierung deshalb einen BSV einplant, sollte tunlichst Excel beherrschen und eine Rechnung aufstellen, was einem das Haus am Ende letztlich kostet.

Auch sehe ich oftmals kritisch dass solche Finanzierungen häufig einen Kredit über 10Jahre und einen BSV mit einer Laufzeit von ca. 10Jahren beinhalten. Rein grob über die Zahlen geschaut bist du jedoch nach 20 Jahren doch noch nicht Schuldenfrei oder??

Für unsere Finanzierung waren wir beim unabhängigen Berater und haben ein Angebot mit 30Jahren Zinsbindung für 2,25%. Andere Varianten (Auch mit BSV etc.) werden gerade berechnet und uns hoffentlich in den kommenden Tagen angeboten. Ich rechne dies dann ebenso durch und kann gerne auch die Zinsdaten etc. hier einstellen...
 
Dann sollte man auch wissen: "Der bei Abschluss des Bausparvertrages geschätzte Zuteilungszeitpunkt wird nicht garantiert." (Wikipedia) Und wenn man sieht, welche Probleme Bausparkassen heute mit den damals versprochenen hohen Sparzinsen haben, dann kann man sich vorstellen, was los ist, wenn das Zinsniveau wider Erwarten hoch sein sollte und die Bausparkunden alle ihre günstigen Kredite zugeteilt haben wollen. Die suggerierte Sicherheit ist nicht garantiert.
 
Unser Bauvorhaben sieht fast identisch aus. 316.000€ Darlehen und wir lassen es über ein Annuitätendarlehen laufen. Keine 2-3 Firmen mit dehnen man sich nachher herum schlagen muss. Keine 2-3 verschiedene Sollzinsbindungen. Ein Darlehen, ein Ansprechpartner, ein Zins, eine Sollzinsbindung.

Zinssatz ist bei uns 1,95% für 15 Jahre und somit knapp über 1000€ an Rate.
 
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Vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten und Tipps :)

Wir hatten am Freitag einen Termin mit einem unabhängigen Berater. Er hat uns eher dazu geraten, ein Darlehen mit Zinsbindung mit 15 bzw. 20 Jahre zu nehmen (wie die meisten hier im Forum auch).

Eine weitere Möglichkeit wäre zusätzlich trotzdem einen Bausparer abzuschließen, um für die Restschuld des KfW-Darlehen nach 10 Jahren eine Zinssicherung zu haben. Der BSV könnte nebenbei freiwillig angespart werden.

Ein paar Fragen noch:
Welche Erfahrungen wurden mit der HypoVereinsbank gemacht?
Was haltet Ihr von dem Darlehen KfW Wohneigentumsprogramm (124)
Welche Links sind empfehlenswert für die Berechnung der Darlehenskosten

Danke für Eure Hilfe
 
Wenn der Bausparvertrag in 10 Jahren zuteilungsreif sein soll, ist das ansparen nicht "freiwillig", sondern Pflicht. Ich würde keine BSV abschließen. Wenn Dir Zinssicherheit (in 10 Jahren) wichtig ist, dann lass KfW sein und schließe einen Vertrag über 15 oder 20 Jahre ab. Ansonsten riskiere halt die KfW-Anschlusskonditionen. Die KfW hat AFAIK auch verschiedene Modelle, man kann auch höher tilgen, dann hast Du entsprechend weniger Restschuld in 10 Jahren. Vielleicht kannst Du das frei ansparen.

Links sind verboten, aber die Site Zinsen-berechnen.de finde ich hilfreich. Es schadet auch nicht, einmal ein Annuitätendarlehen in "Excel" nachzurechnen.
 
@häuslebauer88

Warum kein Annuitätendarlehen ohne KfW?

Die KfW Konditionen sehen wie folgt aktuell aus (Produkt 124):

50.000€
1,51 % Zinsen
Tilgung meist so um die 2,2%
Sollzinsbindung 10 Jahre
Laufzeit 35 Jahre

Dann schau dir mal an, was eine Bank aktuell für einen Baufinanzierungskredit von 50.000€ mit einer Sollzinsbindung von 10 Jahren nimmt. Du wirst sehen die Banken verlangen um die 1,5% oder drunter, also genau das was die KfW nimmt. Warum also eine zweite Bank ins Boot holen und alles komplizierter machen?

Die meisten machen dass, um einen besseren Zins (den Mischzins zu erhalten).

Wir haben uns für ein reines Annuitätendarlehen mit 15 Jahren Sollzinsbindung entschieden.

Dann muss man nach 10 Jahren nicht schauen wie man die knapp 40.000€ der KfW refinanzieren muss. Die KfW wird auf dich zu kommen und dir einen ganz miesen Zins anbieten und andere Banken haben keine Lust an zweite Stelle im Grundbuch zu stehen, oder lassen sich dies mit einem noch schlechteren Zins bezahlen.

Wir zahlen jetzt für 15Jahre einen Zins von 1,95% und somit eine Rate von knapp 1040€.

In deiner ersten Rechnung verstehe ich auch gar nicht wie ein Bausparer über 55.000€ die Restschuld vom Hauptdarlehen und vom KfW auffangen soll. In den Bauspar Angeboten die uns gemacht wurden, gab es ein Darlehen über Summe 300.000 bei Bank X und einen Bausparer über die gleiche Summe. Getilgt wurde gar nichts bei dem Hauptdarlehen und dann mach 15 Jahren wurde das Darlehen von der BHW ausgelöst (im Bausparer waren bis dahin 80.000€ angespart) und die restlichen 220.000€


Bei dir steht auch nicht wie hoch die Tilgung ist. Wenn ich von 1% ausgehen, dann sind von den 250.000€ noch gut 223.000€ offen und vom KFW noch gut 40.000€. Die 263.000€ werden dann von einem 55.000€ Bausparer aufgefangen? Wie soll das gehen? Wird KfW getilgt oder des Hauptdarlehen oder beides? Da fehlen nicht so einige Informationen.

Würde eigentlich nur Sinn machen wenn das KfW nicht getilgt wird, weil das KfW Darlehen mit dem Bausparer Größe fast übereinstimmt. Dann müssen aber noch die 223.000€ nach 10 Jahren refinanziert werden, wo es keine Zinssicherheit gibt.
 

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