Hallo zusammen, ich habe mir vor etwa einem Jahr ein Malm-Bett von IKEA gekauft, und vor Kurzem festgestellt, dass die Möbeloberflächen und einige Schubladen verzogen sind. Da ich weiß, dass Malm hauptsächlich aus Spanplatten mit einer Folienbeschichtung besteht, vermute ich, dass sich Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen negativ ausgewirkt haben könnten. Meine Frage ist daher: Welche konkreten Maßnahmen kann ich ergreifen, um ein verzogenes Malm-Möbelstück zu reparieren oder zumindest zu verbessern, ohne die Optik zu zerstören? Gibt es bewährte Methoden zur Wiederherstellung oder Vermeidung weiterer Schäden? Für Tipps, die auf Erfahrungen oder fundiertem Wissen basieren, wäre ich sehr dankbar.
Zunächst einmal muss man hinterfragen, wie "verzogen" das Möbel tatsächlich ist – also handelt es sich um Verformungen, die nur oberflächlich sind, oder ist die gesamte Tragstruktur betroffen?
Diese Annahme ist grundsätzlich korrekt, allerdings sollte man auch bedenken, dass die Folienbeschichtung selbst kaum aufquillt, sondern das Spanplattenmaterial.
Nur wenn die Feuchtigkeit tief in die Platte eindringt, kommt es zu Verformungen. Daher ist meine Gegenfrage: Wie hoch ist die Luftfeuchtigkeit in Deinem Wohnraum und steht das Möbel eventuell in der Nähe eines Fensters oder Heizkörpers? Das kann wichtige Hinweise liefern, bevor Reparaturmaßnahmen überhaupt Sinn machen.
Ronko40 schrieb:
verzogen sind [...] Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen negativ ausgewirkt haben könnten
Diese Annahme ist grundsätzlich korrekt, allerdings sollte man auch bedenken, dass die Folienbeschichtung selbst kaum aufquillt, sondern das Spanplattenmaterial.
Nur wenn die Feuchtigkeit tief in die Platte eindringt, kommt es zu Verformungen. Daher ist meine Gegenfrage: Wie hoch ist die Luftfeuchtigkeit in Deinem Wohnraum und steht das Möbel eventuell in der Nähe eines Fensters oder Heizkörpers? Das kann wichtige Hinweise liefern, bevor Reparaturmaßnahmen überhaupt Sinn machen.
Man kann grundsätzlich zwischen zwei Problemgruppen unterscheiden: 1) Verzug durch Feuchtigkeit, 2) Verzug durch Materialspannung/Verarbeitung.
Für Feuchtigkeitsverzüge empfehle ich, den betroffenen Bereich zunächst trocken zu halten und in einem Raum mit kontrollierter Luftfeuchtigkeit von etwa 40-55 % zu lagern. Das ist wichtig, da Holzwerkstoffe sich sonst weiter ausdehnen oder verziehen können.
Bei bereits sichtbarem Verzug kann man mit gewichteten Gegenständen und gelegentlichem leichtem Anfeuchten unter Folie versuchen, die Platte sanft wieder in Form zu bringen – aber Vorsicht, zu viel Feuchtigkeit kann die Platte dauerhaft beschädigen.
Falls der Verzug großflächig und schwerwiegend ist, bietet IKEA teilweise Garantie oder Austauschmöglichkeiten an, insbesondere wenn die Möbel nicht älter als 2 Jahre sind.
Für Feuchtigkeitsverzüge empfehle ich, den betroffenen Bereich zunächst trocken zu halten und in einem Raum mit kontrollierter Luftfeuchtigkeit von etwa 40-55 % zu lagern. Das ist wichtig, da Holzwerkstoffe sich sonst weiter ausdehnen oder verziehen können.
Bei bereits sichtbarem Verzug kann man mit gewichteten Gegenständen und gelegentlichem leichtem Anfeuchten unter Folie versuchen, die Platte sanft wieder in Form zu bringen – aber Vorsicht, zu viel Feuchtigkeit kann die Platte dauerhaft beschädigen.
Falls der Verzug großflächig und schwerwiegend ist, bietet IKEA teilweise Garantie oder Austauschmöglichkeiten an, insbesondere wenn die Möbel nicht älter als 2 Jahre sind.
Halli Hallo! 🙂 Ich kann bestätigen, dass Malm tatsächlich manchmal ein kleines Diva-Möbelstück sein kann, was Feuchtigkeit angeht. Ein Trick, der mir früher geholfen hat: Schubladen raus, Möbel mit viel Gewicht auf den schiefen Flächen 'zwingen', sich wieder zu richten – und dabei nicht das Zimmer in ein Feuchtigkeitsbad verwandeln.
Zwischendurch ein bisschen Luftfeuchtigkeit im Raum optimieren, nicht zu trocken und nicht im Dampfsauna-Mode. 🙂 Wenn man das mit etwas Geduld macht, sieht man manchmal Erfolge. Also Geduld ist hier auf jeden Fall ein guter Kumpel!
Aber Achtung, nicht übertreiben – sonst heißt es bald "Malm kapriziös" ;-)
Zwischendurch ein bisschen Luftfeuchtigkeit im Raum optimieren, nicht zu trocken und nicht im Dampfsauna-Mode. 🙂 Wenn man das mit etwas Geduld macht, sieht man manchmal Erfolge. Also Geduld ist hier auf jeden Fall ein guter Kumpel!
Aber Achtung, nicht übertreiben – sonst heißt es bald "Malm kapriziös" ;-)
Etwas ausführlicher:
Wenn es sich um Malm-Möbel aus Spanplatte handelt, ist die Ursache für das Verziehen meist ein ungleichmäßiges Quellen oder Schwinden der Holzfasern durch Feuchtigkeitseinwirkung oder langfristige Belastung.
Ein systematisches Vorgehen wäre etwa so:
1. Zuerst prüfen, ob die Oberfläche beschädigt oder durchlässig für Feuchtigkeit ist – das sind oft Knicke oder offene Kanten an Folien- oder Kantenabschlüssen.
2. Möbelfach reinigen, trocken halten, Raumklima optimieren. Falls das Möbelteil direkt auf dem Boden steht, eine leichte Erhöhung schaffen, damit keine Feuchtigkeit vom Boden einwirkt.
3. Bei leichtem Verzug lassen sich oft durch das Bewichten (z. B. mit schweren Büchern oder Hanteln) über mehrere Tage leichte Verbesserungen erzielen. Wichtig ist dabei, das Gewicht gleichmäßig zu verteilen und eine gerade Unterlage zu verwenden.
4. Bei stärkerem Verzug kann man versuchen, die betroffene Seite vorsichtig anzufeuchten (z.B. mit einem feuchten Tuch), um die Holzfasern etwas aufzuweichen, und dann das Möbelteil mechanisch zu richten. Doch hier ist Vorsicht geboten, um die Folienoberfläche nicht zu beschädigen.
5. Falls keine Besserung eintritt, ist eine Reklamation bei IKEA durchaus sinnvoll – vor allem wenn das Möbel noch innerhalb der Garantiezeit ist.
Mich würde interessieren, in welchem Raum das Möbel steht, wie große der Verzug ist und ob die Folienoberflächen bereits Risse haben? Das würde die Beurteilung erleichtern.
Wenn es sich um Malm-Möbel aus Spanplatte handelt, ist die Ursache für das Verziehen meist ein ungleichmäßiges Quellen oder Schwinden der Holzfasern durch Feuchtigkeitseinwirkung oder langfristige Belastung.
Ein systematisches Vorgehen wäre etwa so:
1. Zuerst prüfen, ob die Oberfläche beschädigt oder durchlässig für Feuchtigkeit ist – das sind oft Knicke oder offene Kanten an Folien- oder Kantenabschlüssen.
2. Möbelfach reinigen, trocken halten, Raumklima optimieren. Falls das Möbelteil direkt auf dem Boden steht, eine leichte Erhöhung schaffen, damit keine Feuchtigkeit vom Boden einwirkt.
3. Bei leichtem Verzug lassen sich oft durch das Bewichten (z. B. mit schweren Büchern oder Hanteln) über mehrere Tage leichte Verbesserungen erzielen. Wichtig ist dabei, das Gewicht gleichmäßig zu verteilen und eine gerade Unterlage zu verwenden.
4. Bei stärkerem Verzug kann man versuchen, die betroffene Seite vorsichtig anzufeuchten (z.B. mit einem feuchten Tuch), um die Holzfasern etwas aufzuweichen, und dann das Möbelteil mechanisch zu richten. Doch hier ist Vorsicht geboten, um die Folienoberfläche nicht zu beschädigen.
5. Falls keine Besserung eintritt, ist eine Reklamation bei IKEA durchaus sinnvoll – vor allem wenn das Möbel noch innerhalb der Garantiezeit ist.
Mich würde interessieren, in welchem Raum das Möbel steht, wie große der Verzug ist und ob die Folienoberflächen bereits Risse haben? Das würde die Beurteilung erleichtern.
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