T
timothyle18.04.24 20:37Hallo zusammen,
ich habe seit knapp 7 Jahren ein Malm Bett und diverse MALM-Kommoden, die anfänglich sehr stabil und geräuschlos waren. In letzter Zeit fängt das Bett allerdings an zu quietschen, vor allem wenn ich mich drehe oder aufstehe. Auch bei den Kommoden gibt es teilweise ein leises Knarren, wenn man eine Schublade langsam öffnet. Meine Frage ist, was kann man konkret tun, wenn MALM Möbel nach mehreren Jahren Gebrauch anfangen zu quietschen?
Gibt es bewährte Methoden, um die entstandenen Geräusche zu beseitigen, ohne gleich ganze Teile austauschen zu müssen? Ich habe schon teilweise gelesen, dass Schrauben nachgezogen oder bestimmte Schmiermittel aufgetragen werden können – aber vorsichtig, nicht dass man den Holzwerkstoff beschädigt.
Ich freue mich auf Tipps oder sogar Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie man das Quietschen nachhaltig in den Griff bekommt.
ich habe seit knapp 7 Jahren ein Malm Bett und diverse MALM-Kommoden, die anfänglich sehr stabil und geräuschlos waren. In letzter Zeit fängt das Bett allerdings an zu quietschen, vor allem wenn ich mich drehe oder aufstehe. Auch bei den Kommoden gibt es teilweise ein leises Knarren, wenn man eine Schublade langsam öffnet. Meine Frage ist, was kann man konkret tun, wenn MALM Möbel nach mehreren Jahren Gebrauch anfangen zu quietschen?
Gibt es bewährte Methoden, um die entstandenen Geräusche zu beseitigen, ohne gleich ganze Teile austauschen zu müssen? Ich habe schon teilweise gelesen, dass Schrauben nachgezogen oder bestimmte Schmiermittel aufgetragen werden können – aber vorsichtig, nicht dass man den Holzwerkstoff beschädigt.
Ich freue mich auf Tipps oder sogar Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie man das Quietschen nachhaltig in den Griff bekommt.
Hallo timothyle,
grundsätzlich ist Quietschen bei älteren MALM-Möbeln ein recht häufiges Problem, das zumeist durch mechanische Reibung an den Verbindungsstellen ausgelöst wird. Ich gebe dir hier eine kleine Anleitung, die du Schritt für Schritt abarbeiten kannst:
1. Schrauben kontrollieren und ggf. nachziehen: Gerade bei Lattenrosten und Bettrahmen lockern sich Schrauben gern durch die Bewegung. Du solltest eine geeignete Inbusschraube oder einen passenden Schraubenzieher verwenden, dabei aber nicht überdrehen.
2. Gleitstellen schmieren: Für das Quietschen ist oft das Reiben von Holz oder Metall aneinander verantwortlich. Hier empfehle ich ein trockenes Trockenschmiermittel, wie Graphitpulver, oder alternativ Silikonspray. Finger weg von WD-40 oder anderen öligen Mitteln, da diese den Holzwerkstoff aufweichen können.
3. Schutzfilz an Reibungsstellen anbringen: Wenn bei Kommodenschubladen ein Knarren entsteht, kann es helfen, kleine Filzpatches an Kontaktstellen zu kleben – das dämpft die Reibung erheblich.
4. Aufbau begutachten: Manchmal sind durch Belastung oder Temperaturschwankungen Verbindungen leicht verschoben. Ein genauer Blick hilft hier, um mögliche ungleichmäßige Belastungen zu erkennen.
Wichtig: Arbeite bei allen Schritten vorsichtig und prüfe nach jedem Schritt, ob das Geräusch verschwunden oder zumindest leiser wird.
Ich hoffe, das hilft dir schon mal etwas weiter. Wenn du magst, kannst du hier gern Rückmeldung geben, wie weit du kommst oder welche Geräusche genau auftreten.
grundsätzlich ist Quietschen bei älteren MALM-Möbeln ein recht häufiges Problem, das zumeist durch mechanische Reibung an den Verbindungsstellen ausgelöst wird. Ich gebe dir hier eine kleine Anleitung, die du Schritt für Schritt abarbeiten kannst:
1. Schrauben kontrollieren und ggf. nachziehen: Gerade bei Lattenrosten und Bettrahmen lockern sich Schrauben gern durch die Bewegung. Du solltest eine geeignete Inbusschraube oder einen passenden Schraubenzieher verwenden, dabei aber nicht überdrehen.
2. Gleitstellen schmieren: Für das Quietschen ist oft das Reiben von Holz oder Metall aneinander verantwortlich. Hier empfehle ich ein trockenes Trockenschmiermittel, wie Graphitpulver, oder alternativ Silikonspray. Finger weg von WD-40 oder anderen öligen Mitteln, da diese den Holzwerkstoff aufweichen können.
3. Schutzfilz an Reibungsstellen anbringen: Wenn bei Kommodenschubladen ein Knarren entsteht, kann es helfen, kleine Filzpatches an Kontaktstellen zu kleben – das dämpft die Reibung erheblich.
4. Aufbau begutachten: Manchmal sind durch Belastung oder Temperaturschwankungen Verbindungen leicht verschoben. Ein genauer Blick hilft hier, um mögliche ungleichmäßige Belastungen zu erkennen.
Wichtig: Arbeite bei allen Schritten vorsichtig und prüfe nach jedem Schritt, ob das Geräusch verschwunden oder zumindest leiser wird.
Ich hoffe, das hilft dir schon mal etwas weiter. Wenn du magst, kannst du hier gern Rückmeldung geben, wie weit du kommst oder welche Geräusche genau auftreten.
Nabla64 schrieb:
Gleitstellen schmieren: Für das Quietschen ist oft das Reiben von Holz oder Metall aneinander verantwortlich. Hier empfehle ich ein trockenes Trockenschmiermittel, wie Graphitpulver, oder alternativ Silikonspray.Ich möchte das nochmal technisch vertiefen, weil die Auswahl des Schmiermittels beim MALM Möbelproblem entscheidend ist: Die MALM Serie besteht oft aus einer Kombination von beschichtetem Spanholz und Metallbeschlägen, teils mit Kunststoffgleitern. Wenn man hier ein zu flüssiges Schmiermittel verwendet, etwa WD-40 oder Öl, dringt dieses in das Holz ein und kann auf Dauer das Material aufquellen lassen – das führt noch zu zusätzlichen Spannungen und somit zu neuen Quietschstellen.
Daher meine Empfehlung:
- Bei Holz-auf-Holz Kontakt unbedingt Trockenschmierstoffe verwenden, wie Graphit oder PTFE-Pulver.
- Metallteile oder Scharniere lassen sich mit spezieller Nähmaschinen- oder Silikonschmierpaste behandeln, diese hinterlässt keinen Schmierfilm.
- Kunststoffgleiter kann man mit einem leichten Silikonspray pflegen, allerdings sparsam und vorsichtig, da es rutschige Stellen verursachen kann.
Noch ein Tipp zur Schraubenbefestigung: Wenn du die Schrauben nachziehst, kontrolliere auch ggf. die Löcher auf Vergrößerungen. Abgenutzte oder ausgefranste Löcher destabilisieren die Verbindungen. Dort kann man mit Holzspachtel oder passenden Dübeln nachhelfen.
Abschließend: Eine gleichmäßige Belastung des Bettes und gelegentliches Nachjustieren der Bauteile verlängert den Lebenszyklus deiner MALM Möbel deutlich.
Was für Schmiermittel hattest du denn schon probiert?
T
timothyle19.04.24 12:49Palenar schrieb:
Was für Schmiermittel hattest du denn schon probiert?Danke für die ausführliche Erklärung. Tatsächlich habe ich bisher nur ganz konservativ mit etwas Silikonspray unter die Metallteile „gesprüht“, aber da war ich mir auch nicht sicher, ob das gut für das Holz ist. WD-40 habe ich nie verwendet, genau wegen der Bedenken mit dem Holz.
Wie würdest du beim Nachziehen der Schrauben genau vorgehen? Gibt es eine empfohlene Reihenfolge, z.B. erst das Lattenrost, dann der Bettrahmen, oder alle Schrauben gleichmäßig nachziehen? Ich möchte auf keinen Fall, dass sich dadurch Verspannungen lösen oder neue entstehen.
Außerdem macht das Quietschen nicht nur das Bett, sondern auch die Kommode Geräusche, insbesondere wenn ich die Schubladen nur leicht bewege. Wäre es sinnvoll, diese auch mit Filzgleitern oder Schutzfilz zu behandeln, oder kann das Schmiermittel allein genug bringen?
timothyle schrieb:
Wäre es sinnvoll, diese auch mit Filzgleitern oder Schutzfilz zu behandeln, oder kann das Schmiermittel allein genug bringen?Aus meiner Erfahrung bringt es Ruhe, wenn man an eingewohnten Möbeln mehrere kleine Maßnahmen kombiniert. Ich hatte auch ein MALM Bett, das anfangs sehr leise war, nach Jahren aber anfing zu knarren. Neben Schrauben nachziehen habe ich tatsächlich an verschiedenen Stellen Filz angebracht. Das dämpft viel und fühlt sich auch wertiger an.
Manchmal hilft es auch, die Möbel ein wenig zu bewegen (leicht anheben und wieder vorsichtig absetzen), um die Verspannungen zu lösen. Nichts Erschütterndes, einfach nur eine sanfte Anpassung.
Ich weiß, dass man bei so etwas schnell nervös wird, aber je mehr Ruhe man ins Möbel bringt, desto angenehmer das Wohnen. 🙂
Ähnliche Themen