Moin zusammen,
ich arbeite gerade an einem Möbelstück und habe dabei wieder einmal festgestellt, dass sich speziell Malm-Holzteile aus dem IKEA-Sortiment sehr leicht verziehen. Mich interessiert, warum das eigentlich so ist.
Mir ist bewusst, dass Holz generell hygroskopisch ist und auf Feuchtigkeit reagiert, aber bei den Malm-Komponenten scheint das Problem besonders ausgeprägt zu sein. Liegt das an der Art des Materials, also z.B. an der Spanplatten- oder MDF-Verarbeitung, an der Oberflächenbehandlung oder vielleicht an den Herstellungsprozessen?
Gibt es spezielle technische Gründe, warum Malm-Holzteile so anfällig für Verzug sind, z.B. Spannungen im Material, schlechte Trocknung, oder vielleicht nicht ausreichend verarbeiteter Kleber?
Über Erklärungen und Hinweise, die mir helfen könnten, dieses Phänomen besser zu verstehen, würde ich mich sehr freuen. 🙂
ich arbeite gerade an einem Möbelstück und habe dabei wieder einmal festgestellt, dass sich speziell Malm-Holzteile aus dem IKEA-Sortiment sehr leicht verziehen. Mich interessiert, warum das eigentlich so ist.
Mir ist bewusst, dass Holz generell hygroskopisch ist und auf Feuchtigkeit reagiert, aber bei den Malm-Komponenten scheint das Problem besonders ausgeprägt zu sein. Liegt das an der Art des Materials, also z.B. an der Spanplatten- oder MDF-Verarbeitung, an der Oberflächenbehandlung oder vielleicht an den Herstellungsprozessen?
Gibt es spezielle technische Gründe, warum Malm-Holzteile so anfällig für Verzug sind, z.B. Spannungen im Material, schlechte Trocknung, oder vielleicht nicht ausreichend verarbeiteter Kleber?
Über Erklärungen und Hinweise, die mir helfen könnten, dieses Phänomen besser zu verstehen, würde ich mich sehr freuen. 🙂
Es ist wichtig zu wissen, dass Malm-Möbel hauptsächlich aus Holzwerkstoffen hergestellt werden, die aus verleimten Holzfasern oder -spänen bestehen. Diese Werkstoffe reagieren bei Feuchtigkeit stärker als Massivholz, da das Material mehr Oberfläche hat, die Feuchtigkeit aufnehmen kann. Zudem kann eine unregelmäßige Beschichtung oder eine mangelnde Versiegelung dazu führen, dass Feuchtigkeit ungleichmäßig eindringt – das wiederum erzeugt innere Spannungen und Verzug.
Klakar schrieb:
Holzteile aus Pressspan oder MDF sind generell anfälliger für VerzugDa ist was dran! Malm-Möbel sind zwar günstig, aber sie mögen keine Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen. Das Holz kann quasi „schwitzen“ und macht sich dann im Verziehen bemerkbar – fast so, als ob es schlechte Laune bekommt 😉 .
Außerdem ist das ja keine Massivholzkunst, sondern verleimt und beschichtet. Die einzelnen Schichten können sich da unterschiedlich ausdehnen, das bringt Spannung auf’s Ganze.
Mein Tipp: Malm nur in trockenen, stabilen Wohnräumen einsetzen, sonst wirst du öfter kämpfen müssen mit verwundenen Brettern.
Ich fasse mal zusammen und erläutere ein wenig:
1. Materialart: Malm verwendet hauptsächlich Spanplatten oder MDF, die aus Holzpartikeln und Leim gepresst werden. Diese Materialien reagieren empfindlicher auf Feuchtigkeit als Massivholz.
2. Hygroskopie: Holzwerkstoffe nehmen Feuchtigkeit auf, verändert dadurch ihre Form und Größe – diese Quellung wirkt sich auf die Ebenheit und Dimensionsstabilität aus.
3. Schichtaufbau: Verleimte Schichten aus Holzfasern können unterschiedlich auf Feuchteeinfluss reagieren, das führt zu Spannungen und letztlich zu Verzug.
4. Oberflächenbehandlung: Bei IKEA-Möbeln erfolgt oft nur eine dünne Melamin- oder Folienbeschichtung, die nicht vollständig dicht ist, speziell an Kanten und Schnittstellen, durch die Feuchtigkeit eindringen kann.
5. Produktion: Schnell gefertigte, preiswerte Serienmöbel neigen dazu, dass nicht optimal getrocknete oder restfeuchte Platten verarbeitet werden, was die Haltbarkeit beeinträchtigt.
Fazit: Der Verzug ist technisch nachvollziehbar bei diesen Materialien, wenn sie mit Feuchtigkeit und wechselnden Temperaturen in Kontakt kommen. Für bessere Haltbarkeit sollte man auf gut getrocknete Werkstoffe, sorgfältige Versiegelung und stabile Raumklimaverhältnisse achten.
1. Materialart: Malm verwendet hauptsächlich Spanplatten oder MDF, die aus Holzpartikeln und Leim gepresst werden. Diese Materialien reagieren empfindlicher auf Feuchtigkeit als Massivholz.
2. Hygroskopie: Holzwerkstoffe nehmen Feuchtigkeit auf, verändert dadurch ihre Form und Größe – diese Quellung wirkt sich auf die Ebenheit und Dimensionsstabilität aus.
3. Schichtaufbau: Verleimte Schichten aus Holzfasern können unterschiedlich auf Feuchteeinfluss reagieren, das führt zu Spannungen und letztlich zu Verzug.
4. Oberflächenbehandlung: Bei IKEA-Möbeln erfolgt oft nur eine dünne Melamin- oder Folienbeschichtung, die nicht vollständig dicht ist, speziell an Kanten und Schnittstellen, durch die Feuchtigkeit eindringen kann.
5. Produktion: Schnell gefertigte, preiswerte Serienmöbel neigen dazu, dass nicht optimal getrocknete oder restfeuchte Platten verarbeitet werden, was die Haltbarkeit beeinträchtigt.
Fazit: Der Verzug ist technisch nachvollziehbar bei diesen Materialien, wenn sie mit Feuchtigkeit und wechselnden Temperaturen in Kontakt kommen. Für bessere Haltbarkeit sollte man auf gut getrocknete Werkstoffe, sorgfältige Versiegelung und stabile Raumklimaverhältnisse achten.
K
KarTristan30.04.18 11:21Wichtig ist auch die Dimension der Teile. Größere Flächen aus Span- oder MDF-Platten neigen aufgrund der Materialeigenschaften und der inneren Spannungen beim Trocknen und Reagieren auf Luftfeuchte schneller zum Verzug.
Darüber hinaus können nicht ausreichend stabilisierte Kanten und Verleimungen dazu führen, dass sich die Platten in ungünstigen Bedingungen biegen oder wellen.
Ich empfehle, größere Bauteile möglichst mit Stabilisierungen zu versehen oder alternative Holzwerkstoffe mit geringerer Feuchtigkeitsaufnahme zu verwenden, wenn Verzug problematisch ist.
Darüber hinaus können nicht ausreichend stabilisierte Kanten und Verleimungen dazu führen, dass sich die Platten in ungünstigen Bedingungen biegen oder wellen.
Ich empfehle, größere Bauteile möglichst mit Stabilisierungen zu versehen oder alternative Holzwerkstoffe mit geringerer Feuchtigkeitsaufnahme zu verwenden, wenn Verzug problematisch ist.
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