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ᐅ Warum quietschen Malm Nachttische trotz guter Montage?

Erstellt am: 13.05.20 10:03
V
Vinplo50
V
Vinplo50
13.05.20 10:03
Hallo zusammen,

ich habe eine Frage, die mich seit einiger Zeit beschäftigt, und hoffe, hier einige praxisnahe Erkenntnisse oder Erklärungen zu bekommen. Warum quietschen Malm Nachttische von IKEA trotz anscheinend guter, korrekter Montage?

Ich meine, ich habe wirklich alle Anleitungsschritte befolgt, alle Schrauben festgezogen und nichts scheint locker zu sein. Trotzdem entsteht beim Bewegen oder leichten Kippen des Nachttisches das nervige Quietschen, das vermutlich von der Bewegung der Einzelteile oder der Verbindungen herrührt.

Gibt es typische Ursachen, die man trotz guter Montage oft übersieht? Vielleicht Materialeigenschaften, Holz- oder Metallreibung, oder falsche Lagerung?

Ich würde mich sehr über detaillierte Einschätzungen freuen, da ich auch überlege, mit welchen Mitteln man so ein Quietschen dauerhaft vermeiden kann, ohne gleich das Möbel auseinanderzunehmen oder es mit Gewalt zu behandeln.
S
stefangla
13.05.20 10:22
Hallo Vinplo50,

aus eigener Erfahrung und viel Umgang mit IKEA-Möbeln kann ich sagen, dass das Quietschen oft nicht an der Montage an sich liegt, sondern an folgendem:

1. Reibung zwischen Holz- und Metallteilen: Bei Malm-Nachttischen sind oft Metallbeschläge mit Holz verbunden. Holz arbeitet leicht, das heißt, es kann sich minimal dehnen oder zusammenziehen – das führt zu Bewegungen, die Geräusche verursachen.

2. Gleitflächen und Schraubverbindungen: Schrauben sitzen zwar fest, aber kleine Bewegungen an den Verbindungsstellen führen oft zu quietschenden Knarzgeräuschen.

3. Oberflächenreibung: Wenn keine Schmiermittel vorhanden sind, reiben z.B. Holzleisten bei Bewegung, und man hört es.

Als Maßnahmen hilft manchmal:
- Leichtes Nachziehen aller Schrauben, auch wenn sie ‚fest‘ erscheinen.
- Einsatz von Schmiermitteln wie Silikon- oder Trockenschmierstoff an den Kontaktstellen.
- Kleine Filz- oder Kunststoffzwischenlagen (Puffer) an kritischen Punkten anbringen.

Zusammenfassend: Gute Montage reicht oft nicht aus, weil Materialeigenschaften und leichte Mikrobewegungen Geräusche erzeugen. Die Lösung liegt darin, Reibungspunkte zu beseitigen oder zu dämpfen.
J
Julien
13.05.20 10:49
Hallo,

ich möchte ergänzend zu stefangla's Beitrag noch Folgendes hinzufügen:

Das Quietschen bei Möbeln wie dem Malm-Nachttisch resultiert oft aus wechselnden Feuchtigkeitsverhältnissen, die das Holz zum Quellen oder Schwinden bringen. Selbst wenn die Montage sauber durchgeführt wurde, kann dies zu Spannungen an den Verbindungspunkten führen.

Außerdem empfehle ich, die Rolle der Böden nicht zu unterschätzen. Feste Stellen auf unebenem Boden können Kippbewegungen begünstigen, die wiederum Geräusche verursachen. Eine einfache Gummimatte oder Filzgleiter unter den Füßen wirken hier Wunder.

Als Faustregel gilt: Auch wenn alles scheinbar korrekt montiert ist, können Materialdynamiken und Nutzungsbedingungen Schuld am Quietschen sein. Es lohnt sich, an mehreren Baustellen gleichzeitig zu arbeiten – Schrauben, Schmiermittel, Bodenausgleich.
K
korosu
13.05.20 11:04
Einfach mal alle Schrauben nochmals prüfen auf richtigen Sitz.

Meistens reiben zwei Holzflächen direkt aneinander, hier hilft ein trockenes Schmiermittel (z.B. Kerzenwachs).

Auch die Gleiter unter den Füßen prüfen. Das Quietschen kommt oft von kleinen Bewegungen.
L
LAURE-TA
13.05.20 11:31
Hallo in die Runde,

ich möchte das nochmal etwas systematischer zusammenfassen, weil das bei Malm Nachttischen ein wirklich häufiges Thema ist.

1. Material: Malm besteht aus Spanplatte mit Folienbeschichtung. Gerade Folien können minimalen Abrieb erzeugen, der die Geräusche verursacht.

2. Verbindungsschrauben und Beschläge: Präzise fixieren ist wichtig, aber Verbundwerkstoffe wie Spanplatten bieten keinen metallisch festen Halt, die Schrauben können minimalen Spielraum haben, der beim Bewegen knarzt oder quietscht.

3. Bodenkontakt: Viele unterschätzen diesen Punkt. Ein unebener Boden oder fehlende Gleiter destabilisieren die Konstruktion und fördern Knarzgeräusche durch Mini-Kippbewegungen.

4. Feuchtigkeit & Temperatur: Holz- und Holzwerkstoffe reagieren unterschiedlich stark – das führt zu geringfügigen Verformungen.

5. Montagefehler: Nicht immer ist eine vermeintlich ‚gute Montage‘ auch korrekt, etwa wenn Schrauben nicht den passenden Drehmoment bekommen oder Bauteile nicht exakt ausgerichtet sind.

Lösungsvorschläge:
- Schrauben systematisch nachziehen, auch wenn schon gemacht.
- Gleitflächen ein wenig mit festem Schmiermittel (z.B. Bienenwachs oder Teflonspray) behandeln.
- Filzgleiter oder kleine Schutzpads unter den Füßen anbringen.
- Eventuell Kleb- oder Dichtstoffe an leicht beweglichen Verbindungen verwenden, sofern die Möbel nicht demontiert werden sollen.

Hoffe, das gibt einen guten Überblick. Bin gerne für Nachfragen da.
G
GEKAU51
13.05.20 12:12
Also mal ehrlich, ich glaube das Quietschen ist genau so ein Fall von 'Billigmöbel eben'.

Es wird so viel montiert und verschraubt bei IKEA und Co., aber die Materialien sind nicht für Jahrzehnte gemacht. Dass da mal was quietscht? Kein Wunder. Und nein, es liegt nicht 'trotz guter Montage' daran, sondern daran, dass man immer wieder irgendwo sparen muss.

Mich nervt dieses ewige Herumdoktern und Eincremen der Schrauben mit Wachs oder Silicone. Ich will Qualität oder schweigen. 😉
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