Kalkulation EFH mit 175m² Wohnfläche, Keller und Doppelgarage

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W

Wormser1989

Warum braucht man da einen Keller?

"Brauchen" ist ja immer relativ. Ich find 80m² zusätzliche Nutzfläche zunächst einmal praktisch. Zum anderen ist das natürlich auch "Puffer", den man ggf. zu einem späteren Zeitpunkt in zusätzliche Wohnfläche umwandeln könnte. Natürlich mit Kosten/Aufwand verbunden, aber die Möglichkeit wäre perspektivisch da. Ehrlich gesagt wäre ich dann schon bereit, bis maximal 80 TEUR hierfür zu investieren und lieber an anderer Stelle abstriche zu machen.


Ist ja alles sehr großzügig geplant. KleinER würde es entspannter mit den Kosten.. damit meine ich nicht klein.
Ehrlichweise muss man sagen, dass die Dimensionen der Zimmer an unsere aktuelle Wohnung angelehnt sind. Wohn-/Essbereich liegen hier ebenfalls bei 50m², die Küche mit 10m² rund 5m² unter dem, was geplant ist, dass aber aus gutem Grund. Die aktuelle Küche finden wir beide zu klein.
Das Büro ist, stand jetzt, sogar rd. 8m² kleiner als das, was wir aktuell in der Wohnung haben. Und die 20m² Kinderzimmer finde ich jetzt nicht überzogen.
Klar, alles großzügig geplant, aber ich denke, das werden wir "brauchen".
Waren letzte Woche mal in einem Musterhaus, mit Kniestock 80 CM, ebenfalls 1,5-Geschossig mit 140m². Einfach um mal ein Gefühl zu bekommen. Und wir haben beide im Anschluss gesagt: Die Zimmer oben (Schlafzimmer, Kind, Büro und Bad) könnten allesamt mindestens 4-5m² größer sein. Und so komen dann eben die 160m² Wohnfläche zustande.

Oder aber (je nach Ausführung) den Dachboden nutzbar zu machen. Wir haben Freunde, die ein zusätzliches Zimmer und Büro im DG haben. War sicherlich deutlich günstiger das DG auszubauen, als einen kompletten Keller zusätzlich zu bauen.
Wir haben ja das "Problem", dass wir maximal 1,5-Geschossig bauen dürften (Kniestock 60 cm). Wir hätten also, stand Planung jetzt, tatsächlich nur den Keller als etwaige "ausbaureserve".

Vielleicht bin ich zu naiv an das Thema Keller gegangen Die Kosten, die ich bisher so im Kopf hatte und die man derweil im Netz recherchieren kann, liegen bei (gefühlten) 40-60 TEUR Mehrkosten im Vergleich zu "nur" Bodenplatte. Das halte ich nach wie vor für vertretbar. Einen Keller bekommst du nachträglich halt nicht so einfach unters Haus.

Was den Untergrund angeht, die Frage wurde ja auch gestellt, werde ich mich mal schlau machen.
 
S

saralina87

40-60k kommt nicht hin.
Bei unserem Haus (mit deutlich kleinerer zu unterkellernder Fläche), komplett problemlosem Boden und absolut ebenem Grundstück wären wir bei 70k + deutlich höheren Erdarbeitskosten gelandet.
Müsst ihr natürlich selber wissen, aber für das Geld kann man den Raum unter dem Dach wirklich, wirklich schön gestalten oder größer bauen.
 
face26

face26

Ohne hier eine Kellerdiskussion anfangen zu wollen...(lässt sich das überhaupt vermeiden? ) Sehe ich die Kosten für einen Keller je nach Ausstattung und Bodenverhältnisse in der Größe auch 70k+

...aaber...

Man darf natürlich nicht vergessen, dass ich für einiges Ersatzfläche brauche. Die muss ich fairer weise dagegen rechnen. Natürlich hebt sich das niemals auf. Trotzdem muss einem bewusst sein, dass er auch planerisch beim umschwenken erstmal 10-15qm (oder mehr) HWR/HT überirdisch abzwacken oder dazufügen muss. Oft ist noch ein Büro o.ä. untergebracht. Reicht einem der Stauraum unterm Dach und was möchte ich da überhaupt über eine "Bodentreppe" lagern? Lass ich wenn ich einen Keller habe nicht dann einfach die Fläche und die Treppe unterm Dach "weg"? Brauch ich alternativ für manches (Werkstatt o.ä.) dann eine größere Garage?

Die Fragen sind natürlich teilweise individuell. Trotzdem muss ich den 70k+ vielleicht auch 30-40k Opportunitätskosten dagegen halten wenn ich keine Abstriche überirdisch machen möchte.
Soll nicht über Sinn oder Unsinn eines Keller gehen, nur darum, dass man kalkulatorisch nicht einfach Keller weglässt und dafür 70k+ spart.
 
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S

saralina87

Ne, seh ich genauso.

Es wäre nur falsch zu denken dass der Keller sich im Bereich 40-60k bewegt, dann hätten wir nämlich vermutlich auch einen gebaut (obwohl dort nur Nutzfläche entstanden wäre). 70k aufwärts waren uns die Nutzfläche nicht Wert, aber das ist ja eben ganz individuell.

Aber so wie es aussieht ist die Geldfrage beim TE ja eigentlich keine. Dann würde ich vermutlich auch einfach zur Reserve mit Keller bauen. Die Kalkulation sollte trotzdem angepasst werden
 
W

Wormser1989

Man darf natürlich nicht vergessen, dass ich für einiges Ersatzfläche brauche. Die muss ich fairer weise dagegen rechnen. Natürlich hebt sich das niemals auf. Trotzdem muss einem bewusst sein, dass er auch planerisch beim umschwenken erstmal 10-15qm (oder mehr) HWR/HT überirdisch abzwacken oder dazufügen muss.
Das ist nach meinem Dafürhalten ein weiterer Punkt, der PRO KELLER spricht.
10-15m² halte ich hier schon für zu knapp bemessen. Waschmaschine, Trockner, Wäscheständer + Tatsächliche "Lagerfläche" für Kartons, Weihnachtsdeko, Getränkekisten etc ..... und bei 20m² plus X reden wir halte auch schnell über 20 - 30 TEUR Mehrkosten. MINDESTENS. Und dann relativiert sich der Preis des Kellers noch ein wenig mehr. Dann sprechen wir dann eben doch über "nur" 50 TEUR effektiv mehr (80 TEUR Keller abzüglich 30 TEUR gesparte Fläche im EG/OG) und die Tatsache, das langfristig weitere ausbaubare Fläche zur Verfügung steht.

Wie gesagt, ich werde hier mal die (konkreten) Nachforschungen zum Grundstück/Keller forcieren um hier ggf. vorab eine belastbare Aussage zu den Kosten zu bekommen.
 
C

Crossy

Ich würde für einen 80qm Nutzkeller (in normaler Fertighöhe von 2,5m, wenn du ihn potenziell ausbaufähig haben möchtest) 80k kalkulieren + zusätzliche Erdarbeitskosten und Deponie von schnell mal 20-30k. Wenn die Heizung da runter soll, darf der meines Wissens auch nicht außerhalb der thermischen Hülle liegen, sodass die Kellerkosten wohl eher noch potenziell steigen.

Und dann bist du eher im Bereich von 80-90k mehr als rein auf Bodenplatte.
Dafür bekämst du dann ca. 40 qm vollwertigen Wohnraum oberirdisch.

Für 40-60k bekommst du niemals einen Keller. Vergess bei der Kalkulation nicht die Erdarbeiten und Deponiekosten. Da kommt noch so einiges auf den reinen Kellerpreis drauf
 

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