ᐅ Bewertung Bauvorhaben, Finanzierung
Erstellt am: 12.04.2023 14:10
Jomasavi 12.04.2023 14:10
Hallo Zusammen,
wir sind aktuell in der Angebotsphase für den Neubau eines Einfamilienhaus und haben jetzt ein konkretes Angebot von einer lokalen Baufirma schlüsselfertig erhalten und dieses an die Bank weitergegeben. Grundstück ist vorhanden und aktuell noch variabel finanziert. Gekauft haben wir Mitte vergangenes Jahr und mit 2,5 % Zinsen wäre alles relativ entspannt gewesen. Da wir aber noch eine Gartenlaube abreißen + sehr viele Bäume fällen mussten und die Kosten dafür nicht abschätzen konnten, haben wir noch gewartet bis das Grundstück soweit bebaubar ist. Wir schwanken täglich zwischen können wir uns leisten und vielleicht übernehmen wir uns doch etwas, da ab und zu ein Urlaub auch noch drin sein soll und man spontan mal essen gehen möchte. Die Entscheidung kann uns natürlich keiner abnehmen, aber über etwas Input sind wir auf jeden Fall sehr dankbar. Gebaut werden soll in einer kleineren Gemeinde 25 Minuten von Dresden entfernt.
Unsere aktuelle Situation sieht so aus:
Allgemeines zu Euch:
Wohnkosten: 790 €
Sonstige Ausgaben: 475 €
Allgemeines zur Immobilie:
sonstige Kosten:
Kredit 1
Die Alternative wäre auf eine bessere Lage bei den Zinsen zu warten oder das Grundstück fertig aufzubereiten und dann wieder zu verkaufen. Bei den Baupreisen sehe ich langfristig keine nennenswerten Preisrückgänge
Vielen Dank schonmal im Voraus für alle, die soweit gelesen haben und noch was dazu sagen wollen.
wir sind aktuell in der Angebotsphase für den Neubau eines Einfamilienhaus und haben jetzt ein konkretes Angebot von einer lokalen Baufirma schlüsselfertig erhalten und dieses an die Bank weitergegeben. Grundstück ist vorhanden und aktuell noch variabel finanziert. Gekauft haben wir Mitte vergangenes Jahr und mit 2,5 % Zinsen wäre alles relativ entspannt gewesen. Da wir aber noch eine Gartenlaube abreißen + sehr viele Bäume fällen mussten und die Kosten dafür nicht abschätzen konnten, haben wir noch gewartet bis das Grundstück soweit bebaubar ist. Wir schwanken täglich zwischen können wir uns leisten und vielleicht übernehmen wir uns doch etwas, da ab und zu ein Urlaub auch noch drin sein soll und man spontan mal essen gehen möchte. Die Entscheidung kann uns natürlich keiner abnehmen, aber über etwas Input sind wir auf jeden Fall sehr dankbar. Gebaut werden soll in einer kleineren Gemeinde 25 Minuten von Dresden entfernt.
Unsere aktuelle Situation sieht so aus:
Allgemeines zu Euch:
- Wie alt seid Ihr? 30 und 31
- Gibt es Kinder? 2 Kinder, 1 Jahr und 3 Jahre, keine weiteren Kinder geplant
- Was macht Ihr beruflich? Sie, Erzieherin & Er im Vertrieb
- Beide angestellt, Sie 32 h, Er 40 h
- Welche Einkünfte habt Ihr (brutto/netto)? Er 3500 € netto, Sie 1900 € netto, jährliche Prämien/Weihnachtsgeld/Gutscheine etc. ca 400 €/Monat, aber nicht in der Haushaltkostenrechnung berücksichtigt. Gehaltssteigerungen sind natürlich nicht ausgeschlossen, aber Riesensprünge werden es nicht mehr werden.
- Wie viel Kindergeld gibt es? 500 €
- Wie viel Eigenkapital habt ihr? ca. 70000 € (auf verschiedene Anlageklassen verteilt, aber kurfristig entnehmbar)
- Wie viel Eigenkapital wollt Ihr davon in das Projekt Haus stecken? 50000 € + bereits gezahlte Kosten für das Grundsrück in Höhe von etwa 12000 € (Makler, Notar, Steuer, Bodengutachten, Entsorgung/Abriss), dass muss im Angebot weiter unten noch korrigiert werden, aber macht auch nicht den großen Unterschied
Wohnkosten: 790 €
- aktuelle Kaltmiete: 410 €
- aktuelle Warmmiete: 540 €
- Strom: 70 €
- Gas: 100 €
- Telefon, Internet, Mobilfunk: 80 €
- Leasing: 120 €
- Versicherung: 30 €
- Steuern: 0 €
- Kraftstoff: 50 € (Fahrleistung ist weniger als 5000 km/Jahr und wird sich beim Umzug auch nicht wesentlich ändern)
- Reparaturen: 20 €
- Gibt es ein zweites Auto, Motorrad, Roller? Aktuell nicht, wenn wir umziehen, werde ich wieder einen Dienstwagen nehmen (Nettobelastung ca. 150 €)
- BU+Hausrat+Haftpflicht+Unfall
- Lebensmittel
- Restaurantkosten
- Pflege/Drogerie
- Haustiere (Futter, Arzt, Medikamente, Stallkosten)
- Medikamente
- Kleidung
- Möbel
- Kita/Schul-Gebühren (und Essensgeld)
- Spielzeug
- Urlaub: 300 €
- Haus: 800 €
- Altersvorsorge: ETF: 200 € + 300 € Riester (blauäugig abgeschlossen, aktuell überlegen wir diese ruhen zu lassen, die aktuellen Einlagen von ca. 10000 € sind nicht im Eigenkapital eingerechnet)
- Hobbys/Geschenke/Sonstiges: 100 €
- 150 € ETF für Kinder (werden wir etwas herunterfahren)
Sonstige Ausgaben: 475 €
- Kredite? Grundstück aktuell 475 € (noch 106000 € offen)
- Einnahmen gesamt: 5900 €
- Ausgaben gesamt: 5615 €
- Saldo: 285 €
- davon Summe Kaltmiete und verzichtbare Sparleistungen (z.B. Sparrate für Haus): 1685 € (Miete, Kredit Grundstück, Sparen Haus) + ggf. Riesterbeiträge
Allgemeines zur Immobilie:
- Wie groß ist das Grundstück? 800 qm, wurde bisher als Gartengrundstück genutzt, liegt aber in einem rechtskräftigem Bebauungsplan Gebiet,
- Welche Maße hat es? 25*32 m, rechteckig, ebenes Gelände
- Wie hoch ist der Bodenrichtwert? 70 €
- Neubau, Altbau (Baujahr), Haustyp? Neubau, Satteldach, Massiv Porenbeton aktuell geplant
- ? "Einfacher" Doppelcarport
- Wie groß ist das Haus? ( / Nutzfläche) 150 qm
- Welchen Marktwert haben Grundstück und Haus nach Fertigstellung? ich schätze 500 k €
- : 108000 €
- Erschließungskosten: aktuell die größte Unbekannte, wir rechnen hier mit 10000 €, da in der Vergangenheit einige Fehler gemacht worden sind beim Wasser & Abwasseranschluss. Aktuell liegen die Medien alle nur in der Straße direkt an der Grundstücksgrenze, in der Vergangenheit kam Strom und Wasser von einem Bahnhof in der Nähe, wurde aber komplett abgeschalten
- Erwerbsnebenkosten (Notar, Gericht, Grunderwerbsteuer, Makler): im Angebot nur Steuer & Notar: 5940 €
- Bau- oder Kaufkosten (inkl. , ): Aktuelles Angebot 388000 € (einige Baunebenkosten enthalten inkl. Erdaushub entsorgen, innere Erschließung, Maler & Bodenbeläge)
- Baunebenkosten + teilweise Außenanlagen, Einfahrt schon vorhanden: 17000 € + 10000 € Erschließung sind im Angebot berücksichtigt
- Gesamtkosten: 529691,31 €
sonstige Kosten:
- Küchenkosten: 10000 €- 15000 €
- Möbel, Lampen, Deko: werden wir vorerst etwas mitnehmen müssen, 4000 €
- Gesamtkosten: 530000 €
- abziehbares Eigenkapital: 50000 € + 5940 € Nebenkosten + 2000 € Eigenleistung
- Finanzierungssumme : 472000 €
Kredit 1
- Kreditbetrag 372000 €
- Annuitätendarlehen klassisch
- Zinssatz (p.a. nominal, sonst effektiv), 3,87 % Effektiv
- Zinsbindungsdauer 20 Jahre
- Restschuld bei Ende der Zinsbindung: 260944 €
- fiktive Gesamtlaufzeit bis zur vollständigen Tilgung 41 Jahre
- anfänglicher Tilgungssatz: 1 %
- monatliche Rate: 1484,90 €
- Sondertilgungen möglich? (Höhe angeben) 5 % jährlich. damit wir annähernd vor dem Renteneintritt fertig sind, müssten wir von den 20 Jahren, in 15 etwa 3000 € Sondertilgen
- Tilgungssatzwechsel möglich? 2 Wechsel möglich
- Kreditbetrag 100000 €
- SAB Familienwohnen
- Zinssatz (p.a. nominal, sonst effektiv), 0,75 %
- Zinsbindungsdauer 25 Jahre
- Restschuld bei Ende der Zinsbindung: 0 €
- fiktive Gesamtlaufzeit bis zur vollständigen Tilgung: 25 Jahre
- anfänglicher Tilgungssatz: 4 %
- monatliche Rate: 395 € €
- Sondertilgungen möglich? ich meine möglich, aber nicht sinnvoll durch den Zins
- Tilgungssatzwechsel möglich? nein
Die Alternative wäre auf eine bessere Lage bei den Zinsen zu warten oder das Grundstück fertig aufzubereiten und dann wieder zu verkaufen. Bei den Baupreisen sehe ich langfristig keine nennenswerten Preisrückgänge
Vielen Dank schonmal im Voraus für alle, die soweit gelesen haben und noch was dazu sagen wollen.
kati1337 12.04.2023 14:41
Erstmal vorweg ein Lob: Ihr habt direkt den Fragebogen ausgefüllt, und wie ich finde auch eine sehr bondenständige Sichtweise auf die Dinge.
Das Haus ist nicht riesig, die Küche mit vernünftigem Geld eingeplant - im Grunde sehe ich keine ganz groben Schnitzer.
Ich würde dennoch in die Rechnung einen gewissen Puffer einrechnen. Das Problem ohne Puffer und ohne Stellschrauben zum Abfedern ist, dass bei unerwarteten Mehrkosten eine Nachfinanzierung ansteht, und die ist oft sehr teuer.
Ansonsten finanzieren wir mít ähnlichen Rahmenbedingungen und schlafen damit nachts ganz gut.
Wir haben allerdings perspektivisch noch Aussicht auf Gehaltssteigerungen. Das hattest du für euch ja eher nicht gesehen - dennoch, über 20-30 Jahre wird euch zumindest ein Inflationsausgleich ein bisschen in die Hände spielen. Denn euer Darlehen bleibt ja gleich.
Ich könnte mir vorstellen, dass das klappt.
Das Haus ist nicht riesig, die Küche mit vernünftigem Geld eingeplant - im Grunde sehe ich keine ganz groben Schnitzer.
Ich würde dennoch in die Rechnung einen gewissen Puffer einrechnen. Das Problem ohne Puffer und ohne Stellschrauben zum Abfedern ist, dass bei unerwarteten Mehrkosten eine Nachfinanzierung ansteht, und die ist oft sehr teuer.
Ansonsten finanzieren wir mít ähnlichen Rahmenbedingungen und schlafen damit nachts ganz gut.
Wir haben allerdings perspektivisch noch Aussicht auf Gehaltssteigerungen. Das hattest du für euch ja eher nicht gesehen - dennoch, über 20-30 Jahre wird euch zumindest ein Inflationsausgleich ein bisschen in die Hände spielen. Denn euer Darlehen bleibt ja gleich.
Ich könnte mir vorstellen, dass das klappt.
Harakiri 12.04.2023 15:17
Muss SAB Familienwohnen nicht mit einem KfW-Förderprogramm zwingend kombiniert sein? Wir haben zwar leider damals Familienwohnen nicht erhalten () aber ich denke die Bedienungen haben sich nicht verändert, oder?
GrenzgängerNRW 12.04.2023 15:35
Hallo,
wir kaufen zwar, kommen aber auf eine ähnliche Rate (1800 Euro + 200 Privatkredit). Dafür wird es damit nur zw. 20-25 Jahre dauern, und wir sind Mitte 20. Hamburg-Einkommen liegt auch in dem Rahmen (3800 + 1300 + Sonderzahlungen), Kinder geplant.
Einfach aus dem Vergleich: Die kombinierte Tilgung von 1,6% ist zwar grenzwertig, aber in Ordnung. Vom Haushaltsbuch und den Ausgaben finde ich es auch passend, da: "davon Summe Kaltmiete und verzichtbare Sparleistungen (z.B. Sparrate für Haus): 1685 € (Miete, Kredit Grundstück, Sparen Haus) + ggf. Riesterbeiträge".
Die Zinssituation ist aktuell einfach schwierig, eventuell macht es Sinn, abzuwarten, ob in 1-1,5 Jahren der Zins wieder niedriger ist - dann könnten die Preise aber auch steigen.
Summa summarum würde ich es wohl tun.
wir kaufen zwar, kommen aber auf eine ähnliche Rate (1800 Euro + 200 Privatkredit). Dafür wird es damit nur zw. 20-25 Jahre dauern, und wir sind Mitte 20. Hamburg-Einkommen liegt auch in dem Rahmen (3800 + 1300 + Sonderzahlungen), Kinder geplant.
Einfach aus dem Vergleich: Die kombinierte Tilgung von 1,6% ist zwar grenzwertig, aber in Ordnung. Vom Haushaltsbuch und den Ausgaben finde ich es auch passend, da: "davon Summe Kaltmiete und verzichtbare Sparleistungen (z.B. Sparrate für Haus): 1685 € (Miete, Kredit Grundstück, Sparen Haus) + ggf. Riesterbeiträge".
Die Zinssituation ist aktuell einfach schwierig, eventuell macht es Sinn, abzuwarten, ob in 1-1,5 Jahren der Zins wieder niedriger ist - dann könnten die Preise aber auch steigen.
Summa summarum würde ich es wohl tun.
Jomasavi 12.04.2023 16:15
Harakiri schrieb:
Muss SAB Familienwohnen nicht mit einem KfW-Förderprogramm zwingend kombiniert sein? Wir haben zwar leider damals Familienwohnen nicht erhalten () aber ich denke die Bedienungen haben sich nicht verändert, oder? Habe gerade nochmal mit der Beraterin gesprochen und laut Ihrer Aussage ist das eine wäre-schön-Bestimmung, aber keine Pflicht. Die Konditionen von dem Ergänzungsdarlehen der SAB oder KfW sind auch deutlich schlechter. Harakiri 12.04.2023 16:46
Jomasavi schrieb:
Habe gerade nochmal mit der Beraterin gesprochen und laut Ihrer Aussage ist das eine wäre-schön-Bestimmung, aber keine Pflicht. Die Konditionen von dem Ergänzungsdarlehen der SAB oder KfW sind auch deutlich schlechter.OK, dann ist alles gut - wie immer bei SAB, schreiben was Realität sieht anders aus...
Die Ergänzungsdarlehen sind natürlich in Vergleich sehr schlecht. Kann euer Projekt aber evtl. die Konditionen für KfW 297 erfüllen? Dort sind die Konditionen wiederum interessant - sofern prinzipiell für euch bautechnisch möglich.
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