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Klashaya3507.10.20 08:13Guten Morgen zusammen, ich beschäftige mich gerade mit der Frage, wie ich die Haltbarkeit von Malm Lack verbessern kann. Konkret geht es um den IKEA Malm, den ich neu lackieren möchte. Das Problem ist, dass der Lack nach einiger Zeit oft abblättert oder unschöne Gebrauchsspuren zeigt, obwohl ich mehrere Dünnschichten aufgetragen habe. Mich interessiert vor allem, welche Vorbehandlung, Grundierung, Lacktypen oder Versiegelungen man empfehlen kann, um die Oberfläche besonders robust und widerstandsfähig gegen Kratzer, Feuchtigkeit oder UV-Strahlung zu machen. Gibt es bewährte Produkte oder Techniken für den Malm Lack? Welche Erfahrungen habt ihr da gemacht? Ich freue mich auf ausführliche Tipps und auch gern auf Hinweise, was man vermeiden sollte.
Hallo, ich gebe dir gern einen kleinen Leitfaden, wie du die Haltbarkeit des Malm-Lacks verbessern kannst:
1. Vorbereitung: Entferne alle alten Lackreste oder Versiegelungen. Wenn der Malm aus MDF besteht, ist ein feines Anschleifen mit 120-150 Korn angeraten, um eine gute Haftung zu gewährleisten.
2. Grundierung: Nutze eine hochwertige Sperrgrundierung, speziell für MDF oder Holz, damit keine Quellung durch Feuchtigkeit entsteht und die Lackschichten später gut haften.
3. Lackauftrag: Verwende Acryllacke, die sind flexibel und widerstandsfähig. Trage mehrere dünne Schichten auf und schleife zwischendurch mit sehr feinem Schleifpapier (240-320 Korn), um Unebenheiten zu glätten.
4. Versiegelung: Für extra Schutz bietet sich ein Klarlack an, der UV-beständig und kratzfest ist, z.B. Polyurethan-Klarlack. Meistens verbessert er die Haltbarkeit enorm.
Fehler, die du vermeiden solltest:
- Zu dicke Lackschichten, weil sie schnell reißen
- Unzureichende Trocknungszeiten
- Keine Grundierung verwenden
Ich hoffe, das hilft dir weiter.
1. Vorbereitung: Entferne alle alten Lackreste oder Versiegelungen. Wenn der Malm aus MDF besteht, ist ein feines Anschleifen mit 120-150 Korn angeraten, um eine gute Haftung zu gewährleisten.
2. Grundierung: Nutze eine hochwertige Sperrgrundierung, speziell für MDF oder Holz, damit keine Quellung durch Feuchtigkeit entsteht und die Lackschichten später gut haften.
3. Lackauftrag: Verwende Acryllacke, die sind flexibel und widerstandsfähig. Trage mehrere dünne Schichten auf und schleife zwischendurch mit sehr feinem Schleifpapier (240-320 Korn), um Unebenheiten zu glätten.
4. Versiegelung: Für extra Schutz bietet sich ein Klarlack an, der UV-beständig und kratzfest ist, z.B. Polyurethan-Klarlack. Meistens verbessert er die Haltbarkeit enorm.
Fehler, die du vermeiden solltest:
- Zu dicke Lackschichten, weil sie schnell reißen
- Unzureichende Trocknungszeiten
- Keine Grundierung verwenden
Ich hoffe, das hilft dir weiter.
K
Klashaya3507.10.20 10:13Vielen Dank schon mal!
Kannst du vielleicht noch etwas konkreter sagen, welche Art von Klarlack sich dafür eignet? Ich bin beim Materialkauf immer überfordert mit den ganzen Varianten. Gibt es da bestimmte Hersteller oder Spezifikationen, die man beachten sollte? Ebenso: Was ist mit Lacken auf Wasserbasis vs. Lösungsmittelbasis? Ist in Bezug auf Haltbarkeit und Umweltfreundlichkeit ein Unterschied spürbar?
onMarcos schrieb:
für extra Schutz bietet sich ein Klarlack an, der UV-beständig und kratzfest ist
Kannst du vielleicht noch etwas konkreter sagen, welche Art von Klarlack sich dafür eignet? Ich bin beim Materialkauf immer überfordert mit den ganzen Varianten. Gibt es da bestimmte Hersteller oder Spezifikationen, die man beachten sollte? Ebenso: Was ist mit Lacken auf Wasserbasis vs. Lösungsmittelbasis? Ist in Bezug auf Haltbarkeit und Umweltfreundlichkeit ein Unterschied spürbar?
Hallo, ich ergänze gern zu den Klarlacken.
PU-Klarlacke (Polyurethan) sind in der Tat sehr leistungsfähig, sie bieten einen hohen Schutz vor mechanischer Beanspruchung und Feuchtigkeit. Allerdings enthalten sie Lösungsmittel und riechen stärker, was bei kleineren Räumen oder in der Wohnung stören kann.
Wasserbasierte Lacke sind umweltfreundlicher und trocknen schneller, allerdings dauern sie oft länger bis sie voll ausgehärtet sind und bieten nicht immer die gleiche Strapazierfähigkeit wie PU-Lacke.
Ein guter Kompromiss sind inzwischen 2-Komponenten-Wasserlacke, die beide Vorteile verbinden: Sie sind umweltfreundlich, relativ geruchsarm und dennoch sehr widerstandsfähig.
Achte außerdem auf die Angaben wie ‚kratzfest‘, ‚UV-beständig‘ und ‚für Möbel geeignet‘ bei der Produktauswahl.
Generell würde ich bei stark beanspruchten Oberflächen den Mehrschichtaufbau mit Zwischenschliff empfehlen, das verbessert die Haltbarkeit erheblich.
PU-Klarlacke (Polyurethan) sind in der Tat sehr leistungsfähig, sie bieten einen hohen Schutz vor mechanischer Beanspruchung und Feuchtigkeit. Allerdings enthalten sie Lösungsmittel und riechen stärker, was bei kleineren Räumen oder in der Wohnung stören kann.
Wasserbasierte Lacke sind umweltfreundlicher und trocknen schneller, allerdings dauern sie oft länger bis sie voll ausgehärtet sind und bieten nicht immer die gleiche Strapazierfähigkeit wie PU-Lacke.
Ein guter Kompromiss sind inzwischen 2-Komponenten-Wasserlacke, die beide Vorteile verbinden: Sie sind umweltfreundlich, relativ geruchsarm und dennoch sehr widerstandsfähig.
Achte außerdem auf die Angaben wie ‚kratzfest‘, ‚UV-beständig‘ und ‚für Möbel geeignet‘ bei der Produktauswahl.
Generell würde ich bei stark beanspruchten Oberflächen den Mehrschichtaufbau mit Zwischenschliff empfehlen, das verbessert die Haltbarkeit erheblich.
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