ᐅ Grundrissplanung für Einfamilienhaus inkl. Keller und Doppelgarage
Erstellt am: 16.03.26 19:52
M
Minerva12119.03.26 09:55ypg schrieb:
Ich würde mir das überlegen: da wurde ein BMW-SUV konfiguriert und gekauft wird ein Dacia Duster, weil man muss. Nicht weil man will. Da wird die Prio auf die Ladefläche gelegt statt auf Komfort im Fahrerraum.
Muss man wissen, ob sich die Ladefläche (Keller) rechtfertigt.Sehr interessanter Vergleich - ich befürchte nur, dass wir den Platzbedarf aufgrund der DIY-Heimwerken-Affinität (-> Werkstattbedarf) meines Mannes sowie des Platzbedarfs von Sportgeräten keine Wahl haben hinsichtlich des Kellers. Die Kellerdiskussion kenne ich aus dem Freundeskreis - ich würde mittlerweile fast sagen, das Thema kann ähnlich heikel werden wie Religion, Fußballverein oder Politik! Ohne ins Psychologisieren driften zu wollen, zähle ich uns auch eher zu den "Sammlern" (z.B. Aufbewahren von Kinderkram "für später" etc.).
Die Einschränkungen, auf den BMW-SUV also doch verzichten zu müssen, wiegt weniger schwer, als der Verzicht auf Prioritäten bei unseren Hobbys. Das ist dann vermutlich der berühmte "saure Apfel", in den wir beißen müssen.
H
hanghaus202319.03.26 10:12Wer sich den sauren Apfel leisten kann ist eben fein raus.
N
nordanney19.03.26 10:19Minerva121 schrieb:
dass wir den Platzbedarf aufgrund der DIY-Heimwerken-Affinität (-> Werkstattbedarf) meines Mannes sowie des Platzbedarfs von Sportgeräten keine Wahl haben hinsichtlich des Kellers.Keine Wahl ist eine Aussage zu Eurem "Haben wollen" und nicht rational. Ist völlig ok, muss nur bezahlbar sein.
... oder man schaut über den Tellerrand (Werkstatt als Anbau zur Garage, Platzbedarf für Krimskrams auf dem Dachboden, ein zusätzliches Sportzimmer und der Keller ist weg).
Passt das Budget, dann baut den Keller. Aber die Wohnqualität definiert sich zuletzt durch unterirdische Räume, sondern zunächst durch ein schönes Zuhause. Sind halt Prioritäten, die Ihr setzen müsst. Schön wohnen oder dem Krimskrams ein teures Zuhause bieten.
Minerva121 schrieb:
Die Genese 2022 war eine Planung mit einem freien Architekten, der mit uns Einzelgewerke ausgeschrieben und beauftragt hätte in Massivbauweise. Da die Umsetzung damals jedoch aufgrund äußerer Umstände (Teuerung und Unsicherheiten), aber auch familiärer Veränderungen nicht durchgeführt werden konnte, haben wir nun diese Planungen in Frage gestellt [...] Die Frage nach Empfehlungen zur Architektensuche ist vermutlich schwer zu beantworten, aber die Fülle an Möglichkeiten macht die Suche für uns gerade kompliziert - die Nadel im Heuhaufen. Referenzprojekte, Abrechnung nach Festpreis statt HOAI, Unabhängigkeit von Anbietern etc. - da gibt es ja viele mögliche Entscheidungskriterien. Es gibt auch Plattformen, die Architekten "makeln". Vielleicht gibt es doch Tipps und Erfahrungswerte eurerseits.Mit einem Einfamilienhaus ist man für große Architekturbüros honorarmäßig Kleinvieh und sollte nur nach entsprechend passenden Architekten suchen (das habe ich schon wiederholt erläutert: ein Ein-Berufsträger-Büro mit einem kombinierten Bauzeichnerbauleiter und einer Teilzeitbürokraft, im Branchentelefonbuch mit Grundeintrag und mit erbärmlicher falls überhaupt vorhandener Website). Sehr häufig hat ein Architekt mehr Steinbau- als Holzbau-Kompetenz, aber das ist unproblematisch, insofern man ihn einfach bauweisenneutral vorentwerfen läßt und erst mit den Erkenntnissen aus der Weichenstellung während der Teigruhe den Vorentwurf spezifisch reift. Aber das habe ich alles hier wie im über meine Signatur zu findenden externen Kanal sattsam erwähnt und erläutert. Allein die Frage nach Referenzprojekten (nicht: Designbeispielen, sondern budgettreuen Abwicklungen !) dreifachhalbiert den Heuhaufen mit einem Schlag. Abrechnung abweichend von der HOAI ja, aber Festhonorar ist unnötig, hilfreich ist eine Budgetprämie. Makeln tue ich Architekten nicht, aber konkret welche suchen und finden. Was ist denn mit dem 2022 gefundenen Architekten: ist der in Rente gegangen oder hätte man ihn nach klugen Kriterien gar nicht ausgewählt gehabt ?
Minerva121 schrieb:
Die Verkleinerung des Raumbedarfs ist die eine Stellschraube, berufliche Veränderungen einhergehend mit langfristiger Planungssicherheit und größerem finanziellem Spielraum die andere. [...] Da die Umsetzung damals jedoch aufgrund äußerer Umstände (Teuerung und Unsicherheiten), aber auch familiärer Veränderungen nicht durchgeführt werden konnte, haben wir nun diese Planungen in Frage gestellt [...] Das haben wir auch mitgenommen und werden deutlich Raum reduzieren - die geplante Wohnfläche wollen wir bei ca. 160qm verorten. Vom Keller wollen wir uns noch nicht verabschieden. Befinden uns nun auf der Suche nach einem freien Architekten, um tatsächlich einen neuen Entwurf inkl. einiger Vorschläge aus diesen Diskussionen hier einzubringen umzusetzen.Wichtig ist, den Raumbedarf nicht im zeichnerischen Konkretplan, sondern bereits vor dem Einstieg in die Zeichnerei zu klären. Ich verstehe nicht, warum sich dabei so unbeholfen angestellt wird: die meisten Fragesteller wohnen doch nicht unter der Brücke oder im Hotel, sondern haben bereits stabile Wohnverhältnisse, die sich analysieren lassen. Da kann man erst sein Raumprogramm aufschreiben und überprüfen: führt man es 1:1 fort, wollen die beiden Kinder jedes ein eignenes Zimmer haben, soll der Essbereich künftig in die Küche, ins Wohnzimmer oder soll es einen Allraum geben, soll der Kleiderschrank aus dem Schlafzimmer raus und der Schreibtisch(*) ebenso und so weiter. Danach kritzelt man die Räume der Jetztwohnung einmal auf und trägt die Engstellen ein (absolute Engstellen: hier holt man sich blaue Flecken / relative Engstellen: eine bequemere Bundweite als Wunsch an die Lottofee). Entsprechend kommt eine Liste mit Räumen und deren Jetzt- sowie Wunschgrößen zusammen. Verkehrswegezuschlag nicht vergessen, Flächensumme mit 3k multiplizieren und prüfen, ob das Geld da mitgeht. Auf dem Schreibtisch des Architekten alle Zettel mit Forenmeinungen auszuschütten ist Unfug - da macht man besser eine Checkliste draus, an der man die Serviettenkritzeleien aus dem Architektengespräch überprüft. Die Bemerkungen zum Budget habe ich nicht ganz verstanden: die Pläne aus 2022 konnten wegen Teuerung so nicht verwirklicht werden, mittlerweile sitzt das Geld lockerer, aber wie nun genau: nur so viel, daß die alten Pläne jetzt umsetzbar wären, oder noch großzügiger (falls ja, dann würde ich trotzdem keine Bedarfe überbefriedigen, siehe Tankstellenpreistafeln wird es bis zum Einzug noch zu Kaufkraftverlusten kommen).
Minerva121 schrieb:
daher auch der Post in diesem Forum, das wir zuvor nur als Leser verfolgt haben.Was genau habt Ihr denn bisher bzw. in der Zwischenzeit verfolgt: nur die Wiedergeburt von @wiltshire, das Verschwinden von @Nordlys, den nach wie vor unaufgeklärt gelöschten Baublog von @i_b_n_a_n, die stetigen kleinen Fortschritte von @LordNibblers Radwechsel während der Fahrt, die Warnungen vor @Gerddieter blackzulistenden Architekten, mein Senf hier und anderswo oder nur den Erdkeller von @Steffi33 ?
Minerva121 schrieb:
Minerva121
Vom Keller wollen wir uns noch nicht verabschieden.Wenn der Produktionsausstoß der Werkbank im Hobbyraum des Ehegatten den Mehrpreis des Kellers überkompensiert, dann warum nicht. @ateliersiegel ist hier wohl der aktivste Werkbanklegitimierer, toppt Dein Gatte diese Benchmark deutlich ? - falls nicht, sehe ich mein Fragezeichen hinter Eurem Keller nicht geplatzt.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
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H
hanghaus202319.03.26 12:53Wenn der Keller nicht verhandelbar ist, dann das Haus von mir aus kleiner 11*9m geht auch sehr gut zu planen ohne WZ, ESSZ und Küche wesentlich zu verkleinern.
Dann aber eher einen Nutzkeller.
M
motorradsilke19.03.26 14:28nordanney schrieb:
oder man schaut über den Tellerrand (Werkstatt als Anbau zur Garage, Platzbedarf für Krimskrams auf dem Dachboden, ein zusätzliches Sportzimmer und der Keller ist weg).
Passt das Budget, dann baut den Keller. Aber die Wohnqualität definiert sich zuletzt durch unterirdische Räume, sondern zunächst durch ein schönes Zuhause. Sind halt Prioritäten, die Ihr setzen müsst. Schön wohnen oder dem Krimskrams ein teures Zuhause bieten.Dann muss man für die ganzjährige Nutzbarkeit den Anbau aber auch dämmen und beheizen. Ist das dann wirklich günstiger? Und bietet es die gleiche Nutzqualität?
Sport und Hobby sind doch wichtige Lebensbereiche, die auch Wohnqualität darstellen.
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