Hallo zusammen,
ich habe ein Malm Bett von IKEA, das ich nun auseinanderbauen möchte, da ich umziehe. Allerdings gestaltet sich das Ganze deutlich schwieriger als gedacht. Die einzelnen Elemente sitzen extrem fest zusammen, besonders die Verbindungen der Bettseiten mit dem Kopf- und Fußteil lassen sich kaum lösen, trotz des Einsatzes von Schraubenzieher und etwas Kraft. Ich habe in der Anleitung nachgesehen, dort wird das Zerlegen eher simpel dargestellt – aber in der Praxis scheint das anders zu sein. Kann jemand erklären, warum sich das Malm Bett so schwer auseinanderbauen lässt? Gibt es vielleicht spezielle Tricks oder Werkzeuge, die dabei helfen können, ohne das Bett zu beschädigen?
Freue mich auf eure Tipps!
ich habe ein Malm Bett von IKEA, das ich nun auseinanderbauen möchte, da ich umziehe. Allerdings gestaltet sich das Ganze deutlich schwieriger als gedacht. Die einzelnen Elemente sitzen extrem fest zusammen, besonders die Verbindungen der Bettseiten mit dem Kopf- und Fußteil lassen sich kaum lösen, trotz des Einsatzes von Schraubenzieher und etwas Kraft. Ich habe in der Anleitung nachgesehen, dort wird das Zerlegen eher simpel dargestellt – aber in der Praxis scheint das anders zu sein. Kann jemand erklären, warum sich das Malm Bett so schwer auseinanderbauen lässt? Gibt es vielleicht spezielle Tricks oder Werkzeuge, die dabei helfen können, ohne das Bett zu beschädigen?
Freue mich auf eure Tipps!
Tubigla schrieb:
Die einzelnen Elemente sitzen extrem fest zusammen, besonders die Verbindungen der Bettseiten mit dem Kopf- und Fußteil lassen sich kaum lösenHey, ja, das kenne ich! Diese IKEA-Betten, vor allem die Malm-Serie, sind dafür bekannt, dass sie ziemlich stramm zusammenpassen – das ist eigentlich gut, damit nix wackelt. 😅 Versuch mal, vor allem die Metallwinkel und die sogenannten „Möbelbolzen“ vorsichtig mit einem Gummihammer (ein bisschen draufklopfen, nicht hauen!) zu lockern. Manchmal hilft es auch, die Schrauben komplett zu lösen und dann die Beschläge durch leichtes Hin- und Herwackeln zu lösen.
Aber Achtung: Nicht mit roher Gewalt rangehen, sonst machen die Kanten oder das Holz leicht unschöne Abdrücke. Wenn du keinen Gummihammer hast, tut’s auch ein Holzstück zwischen normalem Hammer und Bett. Viel Erfolg! 🙂
Tubigla schrieb:
Warum sich das Malm Bett so schwer auseinanderbauen lässt?Das Problem mit dem Malm-Bett liegt oft in der Bauweise. IKEA verwendet zumeist sogenannte cam-lock Beschläge kombiniert mit Dübeln aus Holz oder Kunststoff. Diese sind so konzipiert, dass sie sich besonders fest verbinden, um Stabilität zu gewährleisten. Beim Auseinanderbauen solltest du in erster Linie folgendes bedenken:
1. Schrauben nicht nur lösen, sondern komplett herausdrehen. Cam-Locks lassen sich oft nur lösen, wenn die dazugehörige Schraube entfernt wurde.
2. Bei den sogenannten Verbindungsbolzen, die manchmal mit Metallklammern gesichert sind, musst du diese Sicherungen eventuell mit einem kleinen Schraubenzieher vorsichtig entfernen.
3. Achte darauf, das Bett nicht zu hebeln oder zu verkanten – starkes Verkanten kann die Dübel oder das Spanholz beschädigen.
4. Insbesondere nach längerer Nutzung können Materialien durch Feuchtigkeit minimal ausgequollen sein, was die Passgenauigkeit noch fester macht.
Ich würde außerdem empfehlen, die original Bedienungsanleitung nochmal genau durchzugehen oder auch bei IKEA online den Aufbau- oder Abbau-Guide herunterzuladen – oft sind in den offiziellen Anweisungen weitere Tipps verborgen.
Welche Werkzeuge hast du denn bisher benutzt, und konntest du alle Schrauben schon entfernen?
kibutar schrieb:
Ich würde außerdem empfehlen, die original Bedienungsanleitung nochmal genau durchzugehen oder auch bei IKEA online den Aufbau- oder Abbau-Guide herunterzuladenDanke schon mal für die ausführliche Erklärung! Ja, die Schrauben sind größtenteils schon raus – ich nutzte einen Akkuschrauber mit passendem Bit, da ging das Lösen gut. Das Hauptproblem ist eher, dass die Teile sich danach so hartnäckig verklemmt anfühlen. Das Bett wirkt nicht beschädigt, aber die Holzverbindungen scheinen quasi zusammen 'verschnappt'.
maugi schrieb:
Versuch mal, vor allem die Metallwinkel und die sogenannten „Möbelbolzen“ vorsichtig mit einem Gummihammer zu lockern.Das probiere ich mal, Gummihammer habe ich leider nicht, aber ein Holzstück und normalen Hammer wären vorhanden.
Hat noch jemand einen Tipp, ob es sinnvoll wäre, mit Wärme zu arbeiten? Ich habe mal gehört, dass leichtes Erwärmen Holz oder Leim etwas lockern könnte, aber bin unsicher, ob das beim Malm-Bett sinnvoll ist oder mehr schaden anrichtet.
Tubigla schrieb:
Hat noch jemand einen Tipp, ob es sinnvoll wäre, mit Wärme zu arbeiten?Kurz und präzise: Wärme bringt bei diesem Möbeltyp in der Regel keinen Vorteil. Das Malm Bett wird hauptsächlich mit mechanischen Verbindern zusammengehalten, und die Materialien reagieren auf Wärme nicht so, dass sich die Verbindungen leicht lösen lassen.
Eigentlich kommt der Widerstand daher, dass die Holz- oder Spanplatten durch die Verankerung der Dübel und Metallwinkel stark fixiert sind. Zusätzlich kann ein kleiner Mikroschaden durch jahrelange Belastung dafür sorgen, dass sich die Teile gegenseitig verspannt halten.
Mein Tipp:
- Schrauben komplett entfernen.
- Eventuell die Fugen vorsichtig anritzen, wenn sehr hartnäckig.
- Mit einem flachen Werkzeug (z.B. Spannungskeil) die Teile leicht lockern – natürlich sehr vorsichtig.
- Keine Gewalt anwenden, um Beschädigungen zu vermeiden.
Ein Gummihammer ist tatsächlich ein gutes Werkzeug. Falls nicht vorhanden: Vom Nachbarn leihen oder improvisieren ist besser als rohe Gewalt.
Viel Erfolg!
Tubigla schrieb:
Hat noch jemand einen Tipp, ob es sinnvoll wäre, mit Wärme zu arbeiten?Zum Thema Wärme kann ich ergänzen: In manchen Fällen löst sich Holzleim unter Hitze, aber bei IKEA-Möbeln ist oft nur sehr wenig oder gar kein Leim im Spiel, da die Verbindungen mechanisch gehalten werden.
Falls dennoch Kanten oder Verbindungsstellen etwas kleben, funktioniert ein Heißluftföhn (auf niedriger Temperatur) eventuell, aber Vorsicht: Zu hohe Wärme kann die Oberfläche beschädigen oder das Spanholz aufquellen lassen.
Sehe es eher als letzte Methode, wenn mechanische Methoden versagen.
Damit das Auseinanderbauen tatsächlich leichter gelingt, empfiehlt es sich, systematisch alle Schrauben und speziellen Verbindungen zu überprüfen und sicherzustellen, dass nichts mehr verbunden ist, bevor du Kraft einsetzt.
Noch ein Tipp zur Vorgehensweise:
- Versuche zuerst die Ecken des Bettgestells minimal aufzuhebeln, nicht zu groß, sondern in kleinen Schritten.
- Manchmal sind gerade die Kantverbindungen verkantet oder minimal eingekeilt, da hilft kleine, gezielte Hebelbewegung.
Wie sieht das eigentlich bei deinem Bett mit dem Lattenrost aus? Schon entfernt? Manchmal blockiert der Lattenrost auch.
Grüße!
Ähnliche Themen