ᐅ Wie passen Ikea HEMNES Regalsysteme in unterschiedlich große Räume?
Erstellt am: 21.04.15 09:42
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nemo35Ich möchte hier eine Diskussion anstoßen zum Thema "Wie passen Ikea HEMNES Regalsysteme in unterschiedlich große Räume?". Dabei interessiert mich vor allem, welche Faktoren bei der Platzierung und Auswahl der Module zu beachten sind, wenn man beispielsweise in kleinen, mittelgroßen oder großzügigen Räumen plant. Gibt es praktische Erfahrungswerte oder Tipps, wie die Regale am besten dimensioniert und kombiniert werden können, um sowohl Funktionalität als auch ein harmonisches Raumgefühl zu erzielen? Besonders wichtig finde ich auch die Frage, wie flexibel das HEMNES System bei Raumverhältnissen mit Schräge, Nischen oder bei unterschiedlichen Deckenhöhen ist. Ich freue mich über strukturierte Beiträge, die sich auf konkrete Raumgrößen und -gegebenheiten beziehen, damit ich besser einschätzen kann, wie ich mein Wohn- oder Arbeitszimmer optimal ausstatten kann.
Die Ikea HEMNES Regalsysteme sind prinzipiell sehr flexibel, aber auch aufgrund der standardisierten Größen gibt es klare Grenzen. Für kleine Räume (unter 10 qm) empfehle ich eher schmalere und niedrigere Module, etwa die 90 cm breiten und 197 cm hohen Regale, um den Raum nicht zu erdrücken. In mittelgroßen Räumen (10-20 qm) bietet sich eine Kombination aus offenen und geschlossenen Elementen an, um Stauraum und optische Leichtigkeit zu balancieren. Große Räume (>20 qm) vertragen ausladendere Einheiten und können auch mehrere Module zu Raumteilern mischen. Wichtig ist, die Raumhöhe zu berücksichtigen: Die HEMNES Regale gibt es in Standardhöhen, aber keine speziell höhere Varianten. Bei niedrigen Decken ist die Höhe 197 cm manchmal zu dominant, hier sind niedrigere Kombinationen oder Modifikationen sinnvoll. Nischen lassen sich gut mit einzelnen oder angepassten Regalen füllen, bei Schrägen muss meistens improvisiert werden, etwa durch seitliche Flexibilität und individuelle Trennwände.
Einen wichtigen technischen Aspekt darf man nicht außer Acht lassen: Die Tiefe der HEMNES Regale liegt meistens bei 30 bis 35 cm, was für viele Räume gut funktioniert, aber in sehr kleinen Räumen sollte man unbedingt die Bewegungsflächen vorher genau ausmessen, damit es nicht zu eng wird. Ein kleiner Raum gewinnt oft durch schmale, hohe Regale an Stauraum ohne viel Bodenfläche zu verbrauchen – also vertikal denken. Gerade bei Schrägen ist es sinnvoll, vor Ort präzise Maß zu nehmen und vielleicht auch die Regale mit entfernten Rückwänden oder offen zu platzieren, um die Raumwirkung zu optimieren. Die modularen Türen und Schubladen bieten zudem Flexibilität für individuelle Nutzungen. Eine kleine Anmerkung noch: Die HEMNES Serie ist aus massivem Kiefernholz gefertigt, das bedeutet das Gewicht ist nicht unerheblich, besonders wenn man mehrere Module stapelt oder kombiniert. Eine solide Verankerung an der Wand ist also Pflicht, gerade in größeren Raumkombinationen.
ladali schrieb:
Bei niedrigen Decken ist die Höhe 197 cm manchmal zu dominant, hier sind niedrigere Kombinationen oder Modifikationen sinnvoll.Das ist ein guter Hinweis, danke. Hat jemand schon Erfahrungen mit der Umsetzung, wenn man unter einer Schräge von ca. 1,80 m bis 2,10 m Höhe plant? Wie flexibel sind die einzelnen HEMNES Teile denn wirklich in solchen Fällen? Kann man einfach höhere Regale ausschneiden oder wird das eher schwierig?
reybo schrieb:
Die modularen Türen und Schubladen bieten zudem Flexibilität für individuelle Nutzungen.Wie wirkt sich das auf die Kombination aus? Besonders wenn man verschiedene Modultiefen oder Höhen mischt?
Zu den Fragen bezüglich der Schräge: Ikea HEMNES Regale sind nicht modular im Sinne von individuellen Höhenanpassungen durch Kürzen der Seitenteile, da das System auf fest vorgefertigten Modulen mit vorgebohrten Verbindungspunkten basiert. Ein Kürzen der Höhe ist technisch möglich, birgt aber einige Risiken. Man verliert nicht nur die Garantie, es kann auch die Stabilität beeinträchtigen und das Furnier wird an der Schnittkante sichtbar. Bei geneigten Decken empfiehlt es sich daher, entweder niedrigere Modelle oder offene Varianten mit freien Sektionen zu wählen, die man unter der Schräge stellt. Alternativ kann man Regalteile ohne Rückwand verwenden und die Rückwand dann individuell anpassen. Die HEMNES Schubladen- und Türmodule lassen sich mit offenen Regalen kombinieren, sie müssen aber unbedingt auf kompatible Korpustiefen abgestimmt sein. Unterschiedliche Tiefen innerhalb eines Systems stören die Gesamtoptik und ergeben kleine Fugen oder Stolperfallen. Bei geringen Abweichungen ist es möglich, Leisten oder Abdeckplatten als optischen Übergang zu verwenden. Die clevere Kombination mehrerer Module kann allerdings flexibel wirken, wenn man gut plant und sich an die genauen Maße hält.
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