Hallo zusammen, ich habe in den letzten Monaten mehrere Malm Kommoden von IKEA aufgebaut, aber mir ist aufgefallen, dass diese bei etwas Belastung relativ wackelig wirken. Gerade wenn ich die Schubladen öffne oder die Kommode etwas verschiebe, fühlt sie sich instabil an, was auf Dauer nicht nur störend, sondern auch potenziell gefährlich sein kann.
Daher meine konkrete Frage: Wie kann ich Malm Kommoden stabiler bauen bzw. nachrüsten, um sie deutlich robuster und langlebiger zu machen? Ich habe bereits überlegt, zusätzliche Schrauben oder Winkel zu verwenden, bin mir aber nicht sicher, an welchen Stellen das am sinnvollsten ist. Auch Materialien auszutauschen oder Verstärkungen einzubauen wäre denkbar, allerdings will ich die Optik möglichst behalten.
Hat jemand praxisbewährte Tipps oder Erfahrungen dabei, die ich umsetzen kann? Auch Hinweise zu Werkzeug, Vorgehensweise, oder welche Bauteile besonders anfällig sind, wären super hilfreich. Vielen Dank im Voraus!
Daher meine konkrete Frage: Wie kann ich Malm Kommoden stabiler bauen bzw. nachrüsten, um sie deutlich robuster und langlebiger zu machen? Ich habe bereits überlegt, zusätzliche Schrauben oder Winkel zu verwenden, bin mir aber nicht sicher, an welchen Stellen das am sinnvollsten ist. Auch Materialien auszutauschen oder Verstärkungen einzubauen wäre denkbar, allerdings will ich die Optik möglichst behalten.
Hat jemand praxisbewährte Tipps oder Erfahrungen dabei, die ich umsetzen kann? Auch Hinweise zu Werkzeug, Vorgehensweise, oder welche Bauteile besonders anfällig sind, wären super hilfreich. Vielen Dank im Voraus!
Das ist ja eine klasse Frage, Kofar!!! 🙂 Ich habe selbst schon zwei Malm Kommoden gebaut und nachträglich stabilisiert, weil ich das wackelige Gefühl total nervig fand.
Was bei mir super geholfen hat, war, an den Rückwänden zusätzlich stabile Solide Holzplatten zu befestigen, also keine dünnen Spanplatten, sondern etwas dickeres Material. Dadurch bekommt der Korpus eine deutlich bessere Seitenstabilität! Auch kleine Winkel an den Innenwinkeln der Schubladenführung habe ich angebracht, das verhindert das Verziehen.
Und ich habe die Schrauben, die IKEA beilegt, gegen etwas längere und dickere ausgetauscht. Das ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber die Kommoden hängen dann wirklich bombenfest zusammen.
Mach dir keinen Stress, mit ein bisschen Geduld und den richtigen Teilen wird das richtig genial! 🙂
Was bei mir super geholfen hat, war, an den Rückwänden zusätzlich stabile Solide Holzplatten zu befestigen, also keine dünnen Spanplatten, sondern etwas dickeres Material. Dadurch bekommt der Korpus eine deutlich bessere Seitenstabilität! Auch kleine Winkel an den Innenwinkeln der Schubladenführung habe ich angebracht, das verhindert das Verziehen.
Und ich habe die Schrauben, die IKEA beilegt, gegen etwas längere und dickere ausgetauscht. Das ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber die Kommoden hängen dann wirklich bombenfest zusammen.
Mach dir keinen Stress, mit ein bisschen Geduld und den richtigen Teilen wird das richtig genial! 🙂
Kofar schrieb:
Wie kann ich Malm Kommoden stabiler bauen bzw. nachrüsten, um sie deutlich robuster und langlebiger zu machen?Um deine Frage präzise zu beantworten, muss ich einen etwas detaillierteren Blick auf die Konstruktion von Malm Kommoden werfen: Es handelt sich primär um Korpusse aus Holzwerkstoffplatten mit recht dünnen Seitenwänden, die vor allem durch die Rückwand und die Verbindung der Platten stabilisiert werden.
Meine Empfehlung umfasst folgende Punkte:
1. Verstärkung der Rückwand: Original ist dort meist eine dünne Hartfaserplatte (MDF oder ähnliches). Ersetze diese durch eine mindestens 6 mm dicke Multiplex- oder Sperrholzplatte. Die Rückwand komplett mit Holzleim und Schrauben fixieren, um Verwindungen zu vermeiden.
2. Nutzung von Metallwinkeln an den Ecken des Korpus: Innen an den Verbindungsstellen die Winkel verwenden (4 bis 6 Stück, je nach Größe) sorgt für bessere Lastverteilung und verhindert Wackeln.
3. Schraubenqualität und Länge: Die originalen Schrauben sind oft zu kurz, um tief und fest zu sitzen. Ersetze sie durch qualitativ hochwertige Senkkopfschrauben (4-5 mm Durchmesser) mit 40-50 mm Länge und bohre ggf. leicht vor, um das Holz nicht aufzuspalten.
4. Schubladenschienen prüfen: Oft sind diese nicht stabil verschraubt; durch zusätzliche Schrauben festigen oder durch robustere Modelle ersetzen, falls belastet.
5. Nutzung eines Querriegels/Querstrebe hinter die Kommode: So vermeidest du seitliches Kippen.
Mich würde interessieren: Welche Größe und Anzahl von Kommoden hast du vor? Hast du schon einen Werkzeugfuhrpark für Holzarbeiten oder ist das Neuland für dich?
Am wichtigsten ist, dass du dich an den Stellen mit hoher Belastung und den Verbindungsstellen konzentrierst. Ein gemütliches Schrauberdurchmessen ist Gold wert.
kulau schrieb:
1. Verstärkung der Rückwand: Original ist dort meist eine dünne Hartfaserplatte (MDF oder ähnliches). Ersetze diese durch eine mindestens 6 mm dicke Multiplex- oder Sperrholzplatte.Genau diesen Tipp kann ich nur nochmal hervorheben!! Es macht einen riesigen Unterschied, ich hab das letzte Wochenende drei Kommoden mit Multiplex-Rückwänden stabilisiert, einfach genial! 🙂
LOSAR schrieb:
Befestige Metallwinkel in den Korpusecken.Kleiner Zusatz: Ich würde die Winkel auch auf der Rückseite anbringen, wenn es geht — das sieht man zwar, aber erhöht die Stabilität nochmal beträchtlich. Und wer sagt, dass Stabilität und Optik nicht glücklich zusammenpassen? 😉
Viel Erfolg beim Nachrüsten, das wird top werden!
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