Zusätzliche Dämmung Decke OG bei warmen Spitzboden sinnvoll/notwendig?

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Zuletzt aktualisiert 22.09.2023
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Pumpernickel1

Genauso haben wir es gemacht. Wir haben zwei Niedertemperatur-Heizkörper, die in den Kreislauf der Fußbodenheizung integriert sind. Funktioniert bis jetzt super.
Dürfte ich fragen, von welcher Marke die Heizkörper sind? Kenne mich nicht so gut aus. Aber sind die Heizkörper aufgrund der Lüfter "etwas laut"?
 
O

Oetzberger

Das heißt ich hätte jetzt mehrere Möglichkeiten:
a) Spitzboden gedämmt - Zwischendecke nicht -> wie aktuell geplant, aber vermutlich nicht die beste Lösung?
a) ist vom Schimmel her nicht ganz so unkritisch wie c), aber es wird oben ca 18 bis 19 Grad haben im tiefsten Winter. Zumindest ist es bei mir so, bei mir wurde Variante a) ausgeführt. Soll der Dachboden per Kontrollierte-Wohnraumlüftung belüftet werden oder nicht? Ist für die Kontrollierte-Wohnraumlüftung in Zukunft irgendwann ein Enthalpietauscher vorgesehen? Oder Lüftung per Fenster? Ich hab mir ein Funkthermometer mit Taupunktanzeige auf den Dachboden gestellt und bin in der kalten Jahreszeit sehr regelmäßig am Lüften. Dort oben muss die Luft trockener sein als im Wohnraum, gerade wenn es anfangs noch Baufeuchte gibt.

b) Spitzboden gedämmt - Zwischendecke zusätzlich gedämmt -> entstehen Mehrkosten, aber vermutlich eine sinnvolle Lösung, um den Temperaturunterschied auszugleichen
Achtung Schimmelgefahr! Das ist möglich und machbar, du musst allerdings vorher gut nachdenken und wissen was du tust. Im Dachboden gibt es ggf. 8-13 Grad kalte Luft mit einer vergleichsweise hohen relativen Luftfeuchtigkeit, die durch Undichtigkeiten aus dem Wohnraum aufsteigt (oder anfangs durch Baufeuchte). Da ist ein Taupunkt von 10 Grad sehr schnell mal überschritten wenn es draußen kalt wird. Du musst hier entweder durch Kontrollierte-Wohnraumlüftung belüften oder sehr regelmäßig manuell per Fenster lüften. Wobei Lüftung per zentraler Kontrollierte-Wohnraumlüftung irgendwie widersinnig ist, da sie ja wieder warme Luft oben rein bläst. Und ein Enthalpietauscher wäre eine riesige Schimmelgefahr!

Oder in das Mauerwerk auf dem Spitzboden eine dezentrale Lüftungsanlage einbauen (z.B. Bayernlüfter). Außerdem muss die Dichtigkeit zum Wohnraum hin sehr gut gewährleistet sein.

Ich werde vielleicht in der nächsten Zeit irgendwann von a) zu b) "aufrüsten". Als reines Hobby-Projekt, viel Heizkosten wird das nicht sparen. Aber mir war es wichtig, dass zunächst über zwei Winter die Baufeuchte rausging aus dem Haus.

c) Spitzboden gedämmt - Zwischendecke nicht gedämmt, aber Heizkörper im Spitzboden -> müsste ich mit dem Sanitärbetrieb klären wie weit das noch umsetzbar ist. Macht das Sinn den Spitzboden durchgehend zu beheizen, wenn es nur Lagerfläche ist?
Am besten wegen Schimmel, und effizienter bei den Heizkosten als a), weil du niedrigere Vorlauftemperatur im Gesamtsystem fahren kannst. Und keine kühlen Decken im Obergeschoss hast.

Am einfachsten ist Variante d), ausschließlich Dämmung oberste Geschossdecke und Kaltdach. Tausendfach bewährt, keine Schimmelgefahr, mit Abstand am günstigsten. Aber eben tiefer Frost im Winter und hohe Spitzentemperaturen im Sommer für den Lagerraum.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Pitiglianio

Dass wäre mir den Lagerraum nicht wert, ich meine dieser Aufwand mit Dämmen/Heizen im Spitzboden. Wie @Oetzberger schon empfohlen hat, würde ich da ebenfalls ein Kaltdach draus machen. Es spart dir erstmal den Aufwand und Kosten der Dämmung, den Aufwand und Kosten des Heizens und zu guter letzt garantiert dir noch nicht mal jemand, dass du trotz allem Aufwand nicht doch Schimmelprobleme bekommst.
 
OWLer

OWLer

Achtung Schimmelgefahr! …Wobei Lüftung per zentraler Kontrollierte-Wohnraumlüftung irgendwie widersinnig ist, da sie ja wieder warme Luft oben rein bläst. Und ein Enthalpietauscher wäre eine riesige Schimmelgefahr!
Das kann ich aus eigener Erfahrung genau so bestätigen. Im ersten Winter mit Baufeuchte zurzeit ohne weitere Maßnahmen nur mit Trocknungsgerät in den Griff zu bekommen.

Im Sommer mache ich mir Gedanken über ein Lüftungskonzept da oben und dichte ein paar Stellen noch nach.
 
O

Oetzberger

@OWLer wie genau wurde es bei dir ausgeführt? Welche Baumaterialien und Uwerte auf der obersten Geschossdecke, welche Dämmung des Dachs? Betondecke als oberste Geschossdecke oder Holzbalkendecke?

Bei mir ist die oberste Gechossdecke eine Betondecke. Bin mir noch unsicher ob ich wirklich nachdämmen soll. Nachteil bei meiner bisherigen ungedämmten Betondecke ist, dass es in einigen Wohnräumen im 1. Stock etwas kühl ist, weil die Betondecke etwas kalt ist.
 
Zuletzt aktualisiert 22.09.2023
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