ᐅ Wie kann IKEA Hemnes für barrierefreie Nutzung umgebaut werden?
Erstellt am: 12.08.23 08:32
J
JoshboHallo zusammen,
ich beschäftige mich aktuell mit der Frage, wie die IKEA Hemnes Möbelserie für eine barrierefreie Nutzung sinnvoll umgebaut werden kann. Dabei geht es mir nicht nur um einzelne Möbelstücke, sondern um eine ganzheitliche Herangehensweise, die möglichst viele Aspekte der Barrierefreiheit abdeckt.
Konkret interessiert mich, mit welchen Veränderungen an den Hemnes-Schränken, Kommoden und Betten man erreichen kann, dass diese auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen leichter zugänglich und bedienbar sind. Denkbar wären beispielsweise verstellbare Elemente, bessere Griffe oder veränderte Höhenmaße. Auch Materialanpassungen oder Zusatzmodule könnten relevant sein.
Wer hat hier Erfahrungen oder kennt passende Lösungen? Mich interessieren sowohl technische Umbaumöglichkeiten als auch Tipps, wie man bestehende Hemnes-Modelle am besten anpassen kann, ohne die typischen Designmerkmale zu verlieren.
Freue mich auf einen regen Austausch!
ich beschäftige mich aktuell mit der Frage, wie die IKEA Hemnes Möbelserie für eine barrierefreie Nutzung sinnvoll umgebaut werden kann. Dabei geht es mir nicht nur um einzelne Möbelstücke, sondern um eine ganzheitliche Herangehensweise, die möglichst viele Aspekte der Barrierefreiheit abdeckt.
Konkret interessiert mich, mit welchen Veränderungen an den Hemnes-Schränken, Kommoden und Betten man erreichen kann, dass diese auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen leichter zugänglich und bedienbar sind. Denkbar wären beispielsweise verstellbare Elemente, bessere Griffe oder veränderte Höhenmaße. Auch Materialanpassungen oder Zusatzmodule könnten relevant sein.
Wer hat hier Erfahrungen oder kennt passende Lösungen? Mich interessieren sowohl technische Umbaumöglichkeiten als auch Tipps, wie man bestehende Hemnes-Modelle am besten anpassen kann, ohne die typischen Designmerkmale zu verlieren.
Freue mich auf einen regen Austausch!
Hallo Joshbo,
ich finde deine Frage sehr wichtig und praxisnah. Die Hemnes-Serie ist recht weit verbreitet und eine barrierefreie Anpassung ist tatsächlich wichtig, weil viele der Möbel bislang nicht auf Nutzer mit speziellen Bedürfnissen ausgelegt sind.
Zunächst sollte man bei einem barrierefreien Umbau unbedingt beachten:
- Griffe: Diese sollten groß, griffig und gut erreichbar sein. Die originalen Knopf- oder relativ dünnen Griffleisten sind eher ungeeignet. Eine Möglichkeit wäre der Austausch gegen breite Bügelgriffe oder Hebelgriffe, die mit der Faust oder sogar dem Ellenbogen bedient werden können.
- Höhenanpassung: Viele Hemnes-Kommoden und Schränke haben eine Standardhöhe, die für Menschen im Rollstuhl schwer zugänglich sein kann. Hier empfiehlt sich, die Möbel entweder auf höhenverstellbare Füße zu stellen oder eine Rahmenkonstruktion zu entwickeln, die die Möbel erhöht und zugleich stabilisiert.
- Innenaufteilung: Für barrierefreie Nutzung ist es wichtig, dass Innenräume der Schränke und Kommoden leicht erreichbar sind. Schubladen mit Soft-Close, möglichst leichtgängige Auszüge und eventuell Pull-out-Module helfen sehr. Das Standard-Holzbrett als Einlegeboden ist eher hinderlich. Du könntest überlegen, ob du spezielle Führungsschienen anbringst, die Auszüge noch besser unterstützen.
- Materialien: Glatte Oberflächen sind für Reinigung und Berührung optimal, allerdings sollte man auch bedenken, dass matte Oberflächen Fingerabdrücke und Kratzer besser kaschieren.
- Betten: Um barrierefrei zu sein, müssten die Betten höher bzw. mit verstellbaren Lattenrosten versehen sein, damit ein leichteres Ein- und Aussteigen möglich ist. Eine kleine Seitenschutzleiste für Stabilität ohne zu viel Einschränkung der Beweglichkeit wäre sinnvoll.
Bei der Umsetzung kann es helfen, die bestehenden Möbel im Sinne eines Modular-Konzepts umzubauen, so dass einzelne Elemente wie Griffe oder Füße ausgetauscht werden können. Ich hoffe, das gibt dir schon mal ein paar erste Ansätze!
ich finde deine Frage sehr wichtig und praxisnah. Die Hemnes-Serie ist recht weit verbreitet und eine barrierefreie Anpassung ist tatsächlich wichtig, weil viele der Möbel bislang nicht auf Nutzer mit speziellen Bedürfnissen ausgelegt sind.
Zunächst sollte man bei einem barrierefreien Umbau unbedingt beachten:
- Griffe: Diese sollten groß, griffig und gut erreichbar sein. Die originalen Knopf- oder relativ dünnen Griffleisten sind eher ungeeignet. Eine Möglichkeit wäre der Austausch gegen breite Bügelgriffe oder Hebelgriffe, die mit der Faust oder sogar dem Ellenbogen bedient werden können.
- Höhenanpassung: Viele Hemnes-Kommoden und Schränke haben eine Standardhöhe, die für Menschen im Rollstuhl schwer zugänglich sein kann. Hier empfiehlt sich, die Möbel entweder auf höhenverstellbare Füße zu stellen oder eine Rahmenkonstruktion zu entwickeln, die die Möbel erhöht und zugleich stabilisiert.
- Innenaufteilung: Für barrierefreie Nutzung ist es wichtig, dass Innenräume der Schränke und Kommoden leicht erreichbar sind. Schubladen mit Soft-Close, möglichst leichtgängige Auszüge und eventuell Pull-out-Module helfen sehr. Das Standard-Holzbrett als Einlegeboden ist eher hinderlich. Du könntest überlegen, ob du spezielle Führungsschienen anbringst, die Auszüge noch besser unterstützen.
- Materialien: Glatte Oberflächen sind für Reinigung und Berührung optimal, allerdings sollte man auch bedenken, dass matte Oberflächen Fingerabdrücke und Kratzer besser kaschieren.
- Betten: Um barrierefrei zu sein, müssten die Betten höher bzw. mit verstellbaren Lattenrosten versehen sein, damit ein leichteres Ein- und Aussteigen möglich ist. Eine kleine Seitenschutzleiste für Stabilität ohne zu viel Einschränkung der Beweglichkeit wäre sinnvoll.
Bei der Umsetzung kann es helfen, die bestehenden Möbel im Sinne eines Modular-Konzepts umzubauen, so dass einzelne Elemente wie Griffe oder Füße ausgetauscht werden können. Ich hoffe, das gibt dir schon mal ein paar erste Ansätze!
Der Umbau der IKEA Hemnes Serie hin zu barrierefreien Möbeln ist eine durchaus spannende Herausforderung. Um das Thema systematisch anzugehen, sollte man die einzelnen Möbeltypen separat betrachten und folgende Punkte besonders detailliert analysieren:
- Schränke und Kommoden: Die Hemnes-Modelle haben häufig starre Höhen von ca. 98 cm (z.B. Kommoden). Für Rollstuhlfahrer könnte zu hohe Möbel das Erreichen der oberen Schubladen erschweren. Ich würde zunächst raten, die Gesamthöhe durch austauschbare Sockelerhöhungen oder höhenverstellbare Podeste anzupassen. Dadurch können individuelle Höhen realisiert werden, was je nach Nutzer stark variiert.
- Griffe: Die in der Hemnes-Reihe typischen kleinen Knopfgriffe sind grundsätzlich ungeeignet für eingeschränkte motorische Fähigkeiten. In einem barrierefreien Umbau empfehle ich die Montage von ergonomisch geformten, großen Bügelgriffen aus Metall oder Kunststoff, die auch mit weniger Kraftanstrengung bedient werden können. Dabei muss man auf eine sichere Befestigung achten, weil manche Griffe durch wiederholte Belastungen mehr aushalten müssen.
- Innenraumgestaltung: Das Entfernen der festen Holzböden und der Einbau von flexiblen Schubladenauszügen verbessert die Erreichbarkeit der Inhalte vor allem bei tieferen Schränken. Idealerweise sollte man Teleskopauszüge nutzen, die sich komplett herausziehen lassen. Ebenso wichtig ist die Montage von Innenbeleuchtung, die automatisch beim Öffnen einschaltet.
- Betten: Die Hemnes-Betten sind traditionell aus Massivholz und recht niedrig. Für Barrierefreiheit sollten sie mithilfe von Unterbauten in der Höhe anpassbar sein oder mit höhenverstellbaren Lattenrosten ersetzt werden. Eine stärkere Stabilität durch zusätzliche Seitengriffe oder Halterungen kann außerdem hilfreich sein.
- Oberfläche/Material: Für Menschen mit sensorischen Einschränkungen empfiehlt sich ein mattes, wenig reflektierendes Finish. Es kann auch sinnvoll sein, die Kanten sanft abzurunden, um Verletzungsrisiken zu minimieren.
Zum Abschluss noch eine Rückfrage an dich: Legst du den Fokus eher auf die baulichen Änderungen der Möbel an sich oder soll das Gesamtkonzept von Möbel und Raumgestaltung (z.B. Platz für Rollstühle, Bedienungswege) betrachtet werden? Das beeinflusst die Prioritäten bei der Planung enorm.
- Schränke und Kommoden: Die Hemnes-Modelle haben häufig starre Höhen von ca. 98 cm (z.B. Kommoden). Für Rollstuhlfahrer könnte zu hohe Möbel das Erreichen der oberen Schubladen erschweren. Ich würde zunächst raten, die Gesamthöhe durch austauschbare Sockelerhöhungen oder höhenverstellbare Podeste anzupassen. Dadurch können individuelle Höhen realisiert werden, was je nach Nutzer stark variiert.
- Griffe: Die in der Hemnes-Reihe typischen kleinen Knopfgriffe sind grundsätzlich ungeeignet für eingeschränkte motorische Fähigkeiten. In einem barrierefreien Umbau empfehle ich die Montage von ergonomisch geformten, großen Bügelgriffen aus Metall oder Kunststoff, die auch mit weniger Kraftanstrengung bedient werden können. Dabei muss man auf eine sichere Befestigung achten, weil manche Griffe durch wiederholte Belastungen mehr aushalten müssen.
- Innenraumgestaltung: Das Entfernen der festen Holzböden und der Einbau von flexiblen Schubladenauszügen verbessert die Erreichbarkeit der Inhalte vor allem bei tieferen Schränken. Idealerweise sollte man Teleskopauszüge nutzen, die sich komplett herausziehen lassen. Ebenso wichtig ist die Montage von Innenbeleuchtung, die automatisch beim Öffnen einschaltet.
- Betten: Die Hemnes-Betten sind traditionell aus Massivholz und recht niedrig. Für Barrierefreiheit sollten sie mithilfe von Unterbauten in der Höhe anpassbar sein oder mit höhenverstellbaren Lattenrosten ersetzt werden. Eine stärkere Stabilität durch zusätzliche Seitengriffe oder Halterungen kann außerdem hilfreich sein.
- Oberfläche/Material: Für Menschen mit sensorischen Einschränkungen empfiehlt sich ein mattes, wenig reflektierendes Finish. Es kann auch sinnvoll sein, die Kanten sanft abzurunden, um Verletzungsrisiken zu minimieren.
Zum Abschluss noch eine Rückfrage an dich: Legst du den Fokus eher auf die baulichen Änderungen der Möbel an sich oder soll das Gesamtkonzept von Möbel und Raumgestaltung (z.B. Platz für Rollstühle, Bedienungswege) betrachtet werden? Das beeinflusst die Prioritäten bei der Planung enorm.
Palenar schrieb:
Legst du den Fokus eher auf die baulichen Änderungen der Möbel an sich oder soll das Gesamtkonzept von Möbel und Raumgestaltung (z.B. Platz für Rollstühle, Bedienungswege) betrachtet werden?Für einen schnellen Umbau der Hemnes-Serie würde ich empfehlen:
- Griffe tauschen gegen große Bügelgriffe
- Füße auf höhenverstellbare Montagesätze umbauen
- Schubladen mit Soft-Close nachrüsten
- Innenböden durch herausziehbare Böden ersetzen
So sind die Möbel barrierefreundlicher, ohne große bauliche Veränderungen.
Wenn mehr Zeit und Budget da ist, dann ist ein Gesamtkonzept natürlich sinnvoller.
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