ᐅ Wie kann ich IKEA PLATSA Möbel recyceln oder upcyceln?
Erstellt am: 03.04.21 08:13
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Frase70Falls es beim Auseinandernehmen mal hakt: ein Tipp von mir ist, die PLATSA-Einheiten gegebenenfalls auch so belassen und nur oberflächlich verschönern. Zum Beispiel können Türen mit Tafelfarbe oder Magnetfarbe schnell zu multifunktionalen Elementen umgebaut werden. So bekommt man eine praktische Pinnwand oder eine Notizfläche, ohne das Möbel auseinanderzunehmen. Wenn dem Aufbrechen nichts im Weg steht, unbedingt die Kanten mit Sandpapier etwas entgraten, das schützt im weiteren Gebrauch. Auch sollte man darauf achten, die Schrauben nach Möglichkeit gesammelt zu verwahren, ein verlorenes Montagematerial erschwert späteres Umnutzen erheblich.
Hallo, ich kann nach mehrfacher Erfahrung im Möbelupcycling folgende Vorschläge ergänzen: Man kann aus einzelnen PLATSA-Rahmen offene Regale bauen, indem man die Rückwände entfernt und die Einlegeböden anders anordnet. Eine einfache und hübsche Verwandlung ist es auch, die oft recht langweiligen weißen Oberflächen mit Decoupage-Techniken oder mittels Stoffbespannung sichtbar aufzuwerten. Wichtig ist, vor solchen Arbeiten immer die Stabilität zu prüfen und bei Bedarf mit Winkeln oder Schrauben nachzufixen. Für Verschnittstücke wiederum bieten sich Ausbesserungen von Möbeln im Haushalt an, etwa als Zwischenböden für andere Regale oder als kleine Ablagen.
Ein strukturierter Ansatz für das Upcycling von PLATSA Möbeln kann so aussehen: - Erst analysieren, welche Möbelteile man zur Verfügung hat (Rahmen, Böden, Türen, Rückwände) - Beim Auseinanderbauen Schrauben systematisch entfernen und unbedingt alle Verbindungselemente sammeln - Platten vorsichtig entnehmen, um Beschädigungen der Kanten zu vermeiden, gegebenenfalls Kanten mit Schleifpapier leicht glätten - Oberflächen mit Kreidefarbe, Lack oder Folien bearbeiten für neues Design - Für neue Verwendung: Türen können zu kleinen Trennwänden, Regalfronten oder sogar zum Schreib- bzw. Wandespiegel umfunktioniert werden - Rahmen lassen sich als offene Regale nutzen, Rückwände wiederum als Pinnwände oder Magnettafeln - Überschüssige Materialien umweltgerecht über den Sperrmüll oder kommunale Wertstoffhöfe entsorgen Tipp: Leichte Dokumentation mit Fotos zwischendurch erleichtert das Wiederzusammenbauen oder den Umbauprozess! So bleibt man flexibel. Falls noch jemand Details zur Oberflächenbehandlung braucht, helfe ich gern weiter.
Danke schon mal für die vielen praxisnahen Hinweise und die konkrete Herangehensweise an das Auseinanderbauen! Was ich noch nicht ganz geschnallt habe, ist der Umgang mit den typischen Kanten und Folien – haben die von euch schon mal Probleme beim Abschleifen gemacht? Oder habt ihr Tricks, wie man die Folien möglichst sauber entfernt oder neu gestaltet? Außerdem interessieren mich besonders langlebige Umnutzungen, die sich auch als Möbel in Feuchträumen (z.B. Bad oder Keller) eignen. Da habe ich bisher wenig gefunden, vielleicht kennt hier jemand Tipps zu Beschichtungen oder Schutzmethoden?
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praWarre6903.04.21 14:39Frase70 schrieb:
Was ich noch nicht ganz geschnallt habe, ist der Umgang mit den typischen Kanten und Folien – haben die von euch schon mal Probleme beim Abschleifen gemacht?Ja, das kenne ich! Die Folien sind super dünn und schleifen sich schnell durch, deswegen besser erst nur leicht anschleifen und dann farblich verändern. Manchmal reißt auch mal was ab, aber mit Spachtelmasse kann man Unebenheiten gut kaschieren. Für Feuchträume habe ich einen matten Klarlack auf Wasserbasis verwendet, der ist feuchtigkeitsresistent und trocknet schnell. Wichtig ist aber, dass das Holz vorher sauber und trocken ist, sonst können später Blasen entstehen. Vielleicht hilft dir das ja weiter!
Frase70 schrieb:
Außerdem interessieren mich besonders langlebige Umnutzungen, die sich auch als Möbel in Feuchträumen (z.B. Bad oder Keller) eignen.Da kann ich nur empfehlen, die Oberflächen sehr gut mit wasserfestem Lack zu behandeln oder mit Spezialöl (Bootsöl oder Holzöl) zu versiegeln! Manchmal nehme ich auch eine Schicht Epoxidharz, das macht alles absolut dicht – kostet aber etwas mehr Zeit und Material. Vielleicht hast du ja Lust, so was auszuprobieren, es lohnt sich echt für die Feuchträume! Gerade Türen und Regalteile werden so richtig robust.
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