Viebrockhaus Erfahrungswerte?

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T

theodore

wie schon von anderen betont: Man sollte sich immer klar machen, dass man mit Verkäufern spricht. Es geht um Verkaufen, nicht um objektive Beratung, die das Interesse des Bauwilligen bestmöglich wahrt. Externe Beratung sowohl vor Vertragsschluss als auch während der Bauphase, und, wenn möglich, während der Planungsphase, ist dringendst angeraten - ist natürlich ein zusätzlicher, erheblicher Kostenfaktor. Dies dürfte allerdings auf alle Baufirmen zutreffen, nur mit dem Unterschied, dass Viebrock einen etwas herausgehobenen Ruf genießt, der dazu verleitet, mehr Vertrauensvorschuß als angezeigt entgegenzubringen. Beispiel: Von der Viebrock-Vertragsgestaltung 'erst Abschluss, dann Bodengutachten' rät einem nun wirklich jeder Fachmann ab. Ferner sollte man nicht damit rechnen, auf mögliche Kosten durch Behördenauflagen aufmerksam gemacht zu werden. Diese werden dann, wenn sie kommen, je nach Bedarf als 'absoluter Standard' (soll dann wohl heißen: Da hätten Sie schon selber dran denken müssen) oder aber als 'haben-wir-noch-nie-gehabt' bezeichnet, auch wenn dies nachweislich im selben Baugebiet bereits der Fall war und dies von anderen Mitarbeitern auch eingeräumt wird. Da die Kosten durchgereicht werden, werden solche Posten auch nicht hinterfragt.
Auch bei der Innenausstattung geht es in erster Linie ums Verkaufen; von der Bezeichnung 'Innenarchitekt' sollte man sich nicht blenden lassen. Hier soll möglichst der vorhandene Standard durchgesetzt werden; individuelle Lösung werden so weit wie möglich abgewimmelt.
Fazit bislang: Vermutlich nicht besser oder schlechter als andere in dieser Branche, nur aufgrund des Auftretens des Firma läßt man sich zu falschen Erwartungen verleiten.
 
B

Bauexperte

Hallo,

... Beispiel: Von der Viebrock-Vertragsgestaltung 'erst Abschluss, dann Bodengutachten' rät einem nun wirklich jeder Fachmann ab...
Das kann ich so pauschal nicht stehen lassen. Abseits dessen, dass es auf beiden Seiten schlechte und gute Menschen gibt, gebietet auch Jedermanns "Vernunft" dazu, ein Bodengutachten erstellen zu lassen. Die in Deinem Beitrag angemahnte Praxis, erst Werkvertrag dann Leistung, ist durchweg gängige Vorgehensweise und nicht auf den genannten Anbieter beschränkt.

Was ich an Deiner Kritik vermisse, ist der Hinweis, dass Du als Bauherr auch _vor_ Vertragsabschluss ein Bodengutachten hättest erstellen lassen können. Insofern liegt es nicht im Versäumnis und Vertragsgestaltung des Anbieters, sondern an Deinem Sparkurs; da jeder seriöse Anbieter - Viebrock eingeschlossen - die Kosten für das Bodengutachten aus der Vertragssumme heraus rechnet, sofern es sich beim bauseits erstellten Gutachten um eines handelt, dass den gängigen Erfordernissen der Baubranche entspricht; von einem geologischen Ing.-Büro erstellt wurde.

Freundliche Grüße
 

€uro

Hallo,
wie schon von anderen betont: Man sollte sich immer klar machen, dass man mit Verkäufern spricht. Es geht um Verkaufen, nicht um objektive Beratung, die das Interesse des Bauwilligen bestmöglich wahrt. Externe Beratung sowohl vor Vertragsschluss als auch während der Bauphase, und, wenn möglich, während der Planungsphase, ist dringendst angeraten - ist natürlich ein zusätzlicher, erheblicher Kostenfaktor.
Der Kostenfaktor weitaus geringer, als vielfach angenommen.
Es ist nicht nur eine externe Beratung erforderlich, sondern eine Prüfung der TGA Planung/Gesamtkonzept für Heizung, Lüftung und WW-Bereitung vor Vertragsabschluss. Damit ist man vor unliebsamen Überraschungen geschützt.

v.g.
 
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O

ostsee

Was ich an Deiner Kritik vermisse, ist der Hinweis, dass Du als Bauherr auch _vor_ Vertragsabschluss ein Bodengutachten hättest erstellen lassen können. Insofern liegt es nicht im Versäumnis und Vertragsgestaltung des Anbieters, sondern an Deinem Sparkurs; da jeder seriöse Anbieter - Viebrock eingeschlossen - die Kosten für das Bodengutachten aus der Vertragssumme heraus rechnet, sofern es sich beim bauseits erstellten Gutachten um eines handelt, dass den gängigen Erfordernissen der Baubranche entspricht; von einem geologischen Ing.-Büro erstellt wurde.
Das ist leider nicht so ganz korrekt. Wir haben ein professionelles Bodengutachten erstellen lassen, von einem seriösen Anbieter an den richtigen Stellen usw. usw.
Trotzdem war Viebrock nicht bereit diesen Aufwand herausrechnen zu lassen.

Darüber hinaus baut i.d.R. nicht der Fachmann ein Haus, sondern meistens ein kompletter Laie. Somit ist es verdammt schwierig zu beurteilen was man als Bauherr unbedingt tun muss, tun sollte und tun könnte.

Leider wollen Menschen im Vertrieb primär ihre eigenen Ziele verwirklichen, was auch grundsätzlich verständlich ist. Immerhin hat man in Zeiten des Internets eine Menge Möglichkeiten sich ansatzweise vorzubereiten.
Das kriegen auch immer mehr Bauträger mit und stellen sich vom primären Vertrieb auf einen beratenden Verkauf um.

Bis aber alle "alten" Verkäufer gegen "neue" ausgetauscht sind, vergehen bestimmt noch 20 Jahre
 

€uro

...Immer unterstütze von der Aussage "Der Hauptteil ist doch fertig, alles weitere sind doch nur Details".
Wohlgemerkt Details im Gesamtwert von ca. 50.000€, für uns kostspielige Details.....
Wobei man aber sagen muss, dass eine Hausverlängerung und eine kleine Grundrissänderung eigentlich nicht so sportliche Herausforderungen sind.
.....
Die ersten kleinen Fehler und Lästigkeiten waren noch in Ordnung, als dann aber das Gedrängel nach der Angebotsabgabe losging, da hat er sich komplett ins Abseits katapultiert.
Das ist keine Besonderheit hier, das Hauptziel besteht grundsätzlich darin, durch Unterschrift den Kunden möglichst schnell vom Markt zu nehmen. Hier läuft es vergleichbar ab, wie bei den Banken und ihren Finanzprodukten. Die Verkäufer verdienen, anders wie ein Angestellter im Warenhaus, durch Abschlußprovision. Zudem gibt es häufig Umsatzauflagen.
Eine Grundrissänderung ist selbst für einen Laien überschaubar, bei der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) und ihrer vermeintlichen Energieeffizienz sieht es da ganz anders aus!
Allerdings ist die Bauherrenschaft an dieser wenig befriedigenden Gesamtsituation nicht ganz unschuldig. Die "Geiz ist geil" Mentalität treibt nun mal auch hier ihre Blüten.
Am Ende bekommt Jeder das, was er verdient! Der clevere und umsichtige Bauherr wird sich mit Hilfe externer unterstützeung absichern. Der "Schäppchensucher und Billigheimer" geht dem geschulten Verkäufer auf den Leim.

v.g.
 

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