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antonios3925.04.22 19:24Ich überlege momentan, ob IKEA Hemnes Möbel generell gut für DIY-Umbauten geeignet sind. Konkret interessieren mich vor allem Kommoden und Sideboards. Ich möchte wissen, ob sich die Materialien – meist Kiefernholz mit Lackierung – gut bearbeiten lassen, etwa durch Bohren, Schleifen und Anstreichen ohne dass die Stabilität leidet. Außerdem: Wie gut sind die Verbindungstechniken und Beschläge für individuelle Anpassungen geeignet? Vielleicht hat jemand schon Erfahrungen mit dem Umbau von Hemnes Möbeln, beispielsweise mit dem Ändern der Höhe, Einziehen von zusätzlichen Regalböden oder dem Einbau von LED-Beleuchtung? Ich bin für jede detaillierte Einschätzung dankbar, vor allem wenn auch auf mögliche Probleme und deren Lösungen eingegangen wird.
Das ist eine sehr gute und differenzierte Fragestellung! IKEA Hemnes Möbel bestehen meist aus massiver Kiefer, was an sich eine robuste Basis für DIY-Umbauten bietet. Das ist ein großer Vorteil gegenüber Möbeln aus Spanplatten oder MDF. Andererseits stellt gerade die Massivholz-Komponente gewisse Herausforderungen beim Nachbearbeiten dar. Man muss beispielsweise mit hochwertigen Bohrern arbeiten und das Holz vor dem Bohren gut vorbohren, um Risse zu vermeiden.
Genau hier kommt die Oberflächenbehandlung ins Spiel: Die weiße Lackierung von Hemnes ist meist recht robust, aber wenn du schleifst, musst du danach wirklich sorgfältig nachlackieren oder mit Grundierung vorarbeiten, damit das Endergebnis nicht fleckig wird.
Die Verbindungstechnik mit Dübeln, Schrauben und oft Zapfen ist relativ klassisch. Das erlaubt zwar Umbauten, aber man ist nicht vollkommen frei in der Gestaltung. Zum Beispiel haben die Seitenwände schon vorgebohrte Löcher für Einlegeböden, die man nicht beliebig versetzen kann, ohne Material zu beschädigen. Einbau von Zusatzbeleuchtung ist dagegen gut machbar, da oft genug Luft hinter dem Möbel bleibt und man problemlos Kabel verlegen kann, ohne dass sichtbare Stellen leiden.
Ich empfehle, die Möbel vor dem Umbau genau zu vermessen und gegebenenfalls mit kleinen Probestücken zu üben. Wer technisch gut ausgestattet ist (Bohrmaschine mit Feinbohrern, exaktes Schleifpapier und passende Farben), kann Hemnes vielseitig nutzen, sollte aber Geduld mitbringen.
antonios39 schrieb:
ob sich die Materialien – meist Kiefernholz mit Lackierung – gut bearbeiten lassen, etwa durch Bohren, Schleifen und Anstreichen ohne dass die Stabilität leidet
Genau hier kommt die Oberflächenbehandlung ins Spiel: Die weiße Lackierung von Hemnes ist meist recht robust, aber wenn du schleifst, musst du danach wirklich sorgfältig nachlackieren oder mit Grundierung vorarbeiten, damit das Endergebnis nicht fleckig wird.
antonios39 schrieb:
Wie gut sind die Verbindungstechniken und Beschläge für individuelle Anpassungen geeignet?
Die Verbindungstechnik mit Dübeln, Schrauben und oft Zapfen ist relativ klassisch. Das erlaubt zwar Umbauten, aber man ist nicht vollkommen frei in der Gestaltung. Zum Beispiel haben die Seitenwände schon vorgebohrte Löcher für Einlegeböden, die man nicht beliebig versetzen kann, ohne Material zu beschädigen. Einbau von Zusatzbeleuchtung ist dagegen gut machbar, da oft genug Luft hinter dem Möbel bleibt und man problemlos Kabel verlegen kann, ohne dass sichtbare Stellen leiden.
Ich empfehle, die Möbel vor dem Umbau genau zu vermessen und gegebenenfalls mit kleinen Probestücken zu üben. Wer technisch gut ausgestattet ist (Bohrmaschine mit Feinbohrern, exaktes Schleifpapier und passende Farben), kann Hemnes vielseitig nutzen, sollte aber Geduld mitbringen.
Wow, super Frage und ausführliche Antwort von bapar! Ich habe schon einige Hemnes-Kommoden umgebaut, und ich muss sagen: die sind wirklich ein Traum für DIY-Enthusiasten! 😃 Gerade weil das Holz massiv und relativ weich ist, kannst du super mit einfachen Werkzeugen arbeiten. Klar, du solltest nicht einfach wild drauflos bohren, sondern ordentlich vorbohren, sonst splittet das Holz super leicht.
Das kann ich so bestätigen! Die Kombi aus Holz und Lack finde ich persönlich einfach perfekt. Nach ein bisschen schleifen und neu lackieren wirkt alles wie neu, und du kannst die Möbel wirklich toll individualisieren.
Wenn du LED-Leisten einbauen willst, mach das ruhig an der Rückseite - da hast du genug Platz für Kabel und so. Und die Regalböden kannst du – wenn du ein bisschen trickst – an anderen Bohrlöchern befestigen oder sogar eigene Löcher bohren, wenn du die Seitenteile nicht ausfräst, hält das super.
Also: Trau dich! Es lohnt sich mega und macht echt Spaß! 💪
bapar schrieb:
IKEA Hemnes Möbel bestehen meist aus massiver Kiefer, was an sich eine robuste Basis für DIY-Umbauten bietet.
Das kann ich so bestätigen! Die Kombi aus Holz und Lack finde ich persönlich einfach perfekt. Nach ein bisschen schleifen und neu lackieren wirkt alles wie neu, und du kannst die Möbel wirklich toll individualisieren.
Wenn du LED-Leisten einbauen willst, mach das ruhig an der Rückseite - da hast du genug Platz für Kabel und so. Und die Regalböden kannst du – wenn du ein bisschen trickst – an anderen Bohrlöchern befestigen oder sogar eigene Löcher bohren, wenn du die Seitenteile nicht ausfräst, hält das super.
Also: Trau dich! Es lohnt sich mega und macht echt Spaß! 💪
Vielen Dank an antonios39 für die gut formulierte Anfrage. Ich verstehe gut, wie wichtig es ist, dass die Materialien sich gut bearbeiten lassen und man nicht nach dem Umbau vor unerwarteten Schwierigkeiten steht. Ich habe mich auch schon gefragt, wie belastbar die Lackierung nach dem Schleifen tatsächlich bleibt — es ärgert mich nämlich immer, wenn die Farbe nicht hält oder ungleichmäßig wirkt.
Deine Sorge finde ich gut nachvollziehbar. Ich hatte selbst einmal den Fall, dass ich bei einem anderen IKEA-Holzmöbel versucht habe, Regalböden einzuziehen und leider ging das Holz beim Bohren zu leicht kaputt. Mein Tipp ist deshalb, wirklich langsam und vorsichtig vorzugehen. Auch hilft es, wenn man an einer unauffälligen Stelle testet, wie die Oberfläche reagiert.
Noch ein Gedanke: Die Verbindungstechnik fand ich oft ein wenig begrenzt, wenn du wirklich was komplett Anderes möchtest. Manchmal lohnt es sich, die Verbindungsstellen mit eigenen Lösungen zu ergänzen, gerade wenn du die Stabilität nicht gefährden willst.
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Geduld und hoffe, dass andere hier noch von ihren positiven Erfahrungen berichten!
antonios39 schrieb:
Ich möchte wissen, ob sich die Materialien – meist Kiefernholz mit Lackierung – gut bearbeiten lassen, etwa durch Bohren, Schleifen und Anstreichen ohne dass die Stabilität leidet.
Deine Sorge finde ich gut nachvollziehbar. Ich hatte selbst einmal den Fall, dass ich bei einem anderen IKEA-Holzmöbel versucht habe, Regalböden einzuziehen und leider ging das Holz beim Bohren zu leicht kaputt. Mein Tipp ist deshalb, wirklich langsam und vorsichtig vorzugehen. Auch hilft es, wenn man an einer unauffälligen Stelle testet, wie die Oberfläche reagiert.
Noch ein Gedanke: Die Verbindungstechnik fand ich oft ein wenig begrenzt, wenn du wirklich was komplett Anderes möchtest. Manchmal lohnt es sich, die Verbindungsstellen mit eigenen Lösungen zu ergänzen, gerade wenn du die Stabilität nicht gefährden willst.
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Geduld und hoffe, dass andere hier noch von ihren positiven Erfahrungen berichten!
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Landontau27.04.22 09:43Zur Ergänzung: Ich habe schon einige Hemnes-Möbel im DIY-Bereich bearbeitet und kann konkret ein paar Tipps geben, um typische Fehler zu vermeiden und Umbauten sauber durchzuführen.
- Vorbohren ist zwingend, und zwar mit einem Bohrer, der etwas kleiner als die spätere Schraube ist. Dadurch verhinderst du Ausrisse.
- Beim Abschleifen der Lackierung empfiehlt sich feines Schleifpapier (K240 oder feiner), so verschwinden Unebenheiten, ohne dass das Holz schnell beschädigt wird.
- Anschließend musst du eine passende Grundierung verwenden, die gut auf Kiefernholz haftet, und danach die Decklackierung – Acryl-Farben aus dem Baumarkt funktionieren in der Regel gut.
- Die Hemnes-Konstruktion arbeitet mit Dübel- und Schraubverbindungen, die etwa für das Verstellen von Regalböden vorgegebene Bohrungen haben. Möchtest du eigene Anordnungen, brauchst du präzise Markierung und ggf. Verstärkungen in den Seitenwänden, z.B. durch kleine Holzleisten oder Metallwinkel.
- Für den Einbau von LED-Beleuchtung ist die Rückseite oder die Innenseite der Türen optimal, so kannst du Kabel elegant verstecken.
Abschließend: Planung und Geduld sind das A und O. Gib dir Zeit, kleine Versuche mit Restteilen machen zu können. Die Materialien sind robust, aber nicht grenzenlos flexibel, trotzdem kannst du mit Muskelkraft und Sorgfalt sehr gute Umbauten realisieren.
- Vorbohren ist zwingend, und zwar mit einem Bohrer, der etwas kleiner als die spätere Schraube ist. Dadurch verhinderst du Ausrisse.
- Beim Abschleifen der Lackierung empfiehlt sich feines Schleifpapier (K240 oder feiner), so verschwinden Unebenheiten, ohne dass das Holz schnell beschädigt wird.
- Anschließend musst du eine passende Grundierung verwenden, die gut auf Kiefernholz haftet, und danach die Decklackierung – Acryl-Farben aus dem Baumarkt funktionieren in der Regel gut.
- Die Hemnes-Konstruktion arbeitet mit Dübel- und Schraubverbindungen, die etwa für das Verstellen von Regalböden vorgegebene Bohrungen haben. Möchtest du eigene Anordnungen, brauchst du präzise Markierung und ggf. Verstärkungen in den Seitenwänden, z.B. durch kleine Holzleisten oder Metallwinkel.
- Für den Einbau von LED-Beleuchtung ist die Rückseite oder die Innenseite der Türen optimal, so kannst du Kabel elegant verstecken.
Abschließend: Planung und Geduld sind das A und O. Gib dir Zeit, kleine Versuche mit Restteilen machen zu können. Die Materialien sind robust, aber nicht grenzenlos flexibel, trotzdem kannst du mit Muskelkraft und Sorgfalt sehr gute Umbauten realisieren.
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