Hallo zusammen,
ich plane, einige meiner IKEA Malm Möbel zu lackieren, um ihnen ein individuelleres Aussehen zu geben. Dabei stellen sich mir einige Fragen, und ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.
Worauf sollte ich speziell achten, wenn ich Malm Möbel lackiere? Meine Hauptunsicherheiten betreffen die Vorbereitung der Oberfläche (muss ich die Melaminbeschichtung unbedingt abschleifen oder reicht eine andere Methode?), welche Lackart am besten geeignet ist (Acryl, PU-Lack, Kreidefarbe oder Spray?) und wie ich ein gleichmäßiges Finish hinbekomme, ohne dass die Farbe später abblättert. Auch das Thema Umwelteinflüsse beim Lackieren interessiert mich: Wie wichtig sind Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit ganz konkret bei diesem Möbeltyp?
Vielleicht hat jemand auch Tipps zum richtigen Werkzeug und zur Trocknungszeit. Ich freue mich auf eure Erfahrungswerte und Hinweise!
Danke schon mal im Voraus!
ich plane, einige meiner IKEA Malm Möbel zu lackieren, um ihnen ein individuelleres Aussehen zu geben. Dabei stellen sich mir einige Fragen, und ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.
Worauf sollte ich speziell achten, wenn ich Malm Möbel lackiere? Meine Hauptunsicherheiten betreffen die Vorbereitung der Oberfläche (muss ich die Melaminbeschichtung unbedingt abschleifen oder reicht eine andere Methode?), welche Lackart am besten geeignet ist (Acryl, PU-Lack, Kreidefarbe oder Spray?) und wie ich ein gleichmäßiges Finish hinbekomme, ohne dass die Farbe später abblättert. Auch das Thema Umwelteinflüsse beim Lackieren interessiert mich: Wie wichtig sind Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit ganz konkret bei diesem Möbeltyp?
Vielleicht hat jemand auch Tipps zum richtigen Werkzeug und zur Trocknungszeit. Ich freue mich auf eure Erfahrungswerte und Hinweise!
Danke schon mal im Voraus!
Hallo Laujan70,
deine Fragen sind sehr gut und praxisnah gestellt. Zum Lackieren von Malm Möbeln, die ja eine Melamin- oder Folienbeschichtung haben, empfehle ich grundsätzlich folgendes:
Zuerst ist die Oberfläche gründlich zu reinigen, damit keine Fett- oder Staubrückstände die Haftung beeinträchtigen. Abschleifen ist nicht unbedingt Pflicht, aber um die Haftung zu verbessern, ist es sehr hilfreich, zumindest leicht mit feinem Schleifpapier (Körnung 180 - 220) anzurauen. Dadurch entsteht eine bessere Basis für den Lack.
Als Lackart ist ein Acryllack meist gut geeignet, da er gut haftet und einfach zu verarbeiten ist. PU-Lacke bieten mehr Widerstand gegen Kratzer, sind aber häufig anspruchsvoller in der Verarbeitung und teurer. Klarlacke oder Versiegelungen kannst du danach auftragen, um die Oberfläche noch robuster zu machen.
Wichtig ist eine staubfreie, gut belüftete Umgebung mit einer Raumtemperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius und einer moderaten Luftfeuchtigkeit (etwa 50 %). Zu feuchte Luft verlängert die Trocknungszeit und kann die Lackoberfläche beeinträchtigen.
Zum Werkzeug: Ein feiner Schaumstoffroller eignet sich sehr gut für ein gleichmäßiges Finish, oder, wenn vorhanden, eine Spritzpistole. Zwischen den einzelnen Lackschichten unbedingt die Fläche leicht anschleifen.
Ich hoffe, diese grundlegenden Tipps helfen dir weiter.
deine Fragen sind sehr gut und praxisnah gestellt. Zum Lackieren von Malm Möbeln, die ja eine Melamin- oder Folienbeschichtung haben, empfehle ich grundsätzlich folgendes:
Zuerst ist die Oberfläche gründlich zu reinigen, damit keine Fett- oder Staubrückstände die Haftung beeinträchtigen. Abschleifen ist nicht unbedingt Pflicht, aber um die Haftung zu verbessern, ist es sehr hilfreich, zumindest leicht mit feinem Schleifpapier (Körnung 180 - 220) anzurauen. Dadurch entsteht eine bessere Basis für den Lack.
Als Lackart ist ein Acryllack meist gut geeignet, da er gut haftet und einfach zu verarbeiten ist. PU-Lacke bieten mehr Widerstand gegen Kratzer, sind aber häufig anspruchsvoller in der Verarbeitung und teurer. Klarlacke oder Versiegelungen kannst du danach auftragen, um die Oberfläche noch robuster zu machen.
Wichtig ist eine staubfreie, gut belüftete Umgebung mit einer Raumtemperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius und einer moderaten Luftfeuchtigkeit (etwa 50 %). Zu feuchte Luft verlängert die Trocknungszeit und kann die Lackoberfläche beeinträchtigen.
Zum Werkzeug: Ein feiner Schaumstoffroller eignet sich sehr gut für ein gleichmäßiges Finish, oder, wenn vorhanden, eine Spritzpistole. Zwischen den einzelnen Lackschichten unbedingt die Fläche leicht anschleifen.
Ich hoffe, diese grundlegenden Tipps helfen dir weiter.
benon schrieb:
Als Lackart ist ein Acryllack meist gut geeignet, da er gut haftet und einfach zu verarbeiten ist.Genau so sehe ich das auch – Acryllack ist für DIY-Projekte immer ein guter Start! 🙂
Ich finde außerdem, dass man beim Malm bestimmte Stellen extra beachtet: Die Kanten und Ecken neigen ja dazu, eher mal abzustauben oder rauer zu sein. Da hilft es, mit einem kleinen Pinsel vorzulegen, bevor man mit dem Roller drübergeht.
Und keine Angst vor dem Schleifen! Es muss wirklich nur leicht sein – die Farben bei diesen Möbeln halten sonst nicht wirklich gut. Wenn du keine Lust auf Schleifstaub hast, gibt's auch spezielle Haftgrundierungen, die du als Zwischenschritt benutzen kannst.
Kleiner Tipp noch: Mach nicht zu dicke Schichten, lieber mehrere dünne – das verhindert Läufer und gibt ein glattes Finish.
Viel Spaß beim Basteln – und lass mal wissen, wie das Ergebnis wird! ;-)
Ich würde noch eine kritische Anmerkung ergänzen: Malm-Möbel sind mit einer glatten Kunststoff- oder Folienbeschichtung versehen, was die Haftung von Lacken grundsätzlich erschweren kann.
Das halte ich für ein Muss, ansonsten hat man sehr schlechte Chancen, dass die Farbe lange hält.
Außerdem gibt es Haftprimer oder spezielle Grundierungen, die man auf solche glatten Oberflächen zuerst aufbringen sollte, bevor man Lacke drauflegt. Sonst riskiert man, dass durch Temperaturschwankungen oder Feuchtigkeit die Farbe frühzeitig abplatzt.
Zudem: Ein typischer Fehler ist, zu dick aufzutragen oder bei zu hoher Luftfeuchtigkeit zu lackieren. Das Ergebnis sind unansehnliche Blasenbildung oder Laufnasen, die danach keiner mehr ausbessern will.
Mein Rat: Immer ein Probeobjekt vorbereiten und vor allem auf die Herstellerangaben der Farben und Grundierungen achten. Es ist nicht nur eine Frage der Materialien, sondern auch der Technik.
benon schrieb:
Abschleifen ist nicht unbedingt Pflicht, aber um die Haftung zu verbessern, ist es sehr hilfreich, zumindest leicht mit feinem Schleifpapier (Körnung 180 - 220) anzurauen.
Das halte ich für ein Muss, ansonsten hat man sehr schlechte Chancen, dass die Farbe lange hält.
Außerdem gibt es Haftprimer oder spezielle Grundierungen, die man auf solche glatten Oberflächen zuerst aufbringen sollte, bevor man Lacke drauflegt. Sonst riskiert man, dass durch Temperaturschwankungen oder Feuchtigkeit die Farbe frühzeitig abplatzt.
Zudem: Ein typischer Fehler ist, zu dick aufzutragen oder bei zu hoher Luftfeuchtigkeit zu lackieren. Das Ergebnis sind unansehnliche Blasenbildung oder Laufnasen, die danach keiner mehr ausbessern will.
Mein Rat: Immer ein Probeobjekt vorbereiten und vor allem auf die Herstellerangaben der Farben und Grundierungen achten. Es ist nicht nur eine Frage der Materialien, sondern auch der Technik.
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