Haus von 1938 sanieren oder abreißen? Ist es trotz Keller und Schimmel noch zu retten?

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N

Neuling8989

Genau das hat mir ein Architekt auch gesagt, besser als eins aus den 60ern.
Ich hoffe, das man das Dach noch einige Jahre lassen kann.
Meint ihr, der Keller muss ausgebuddelt werden und gedämmt werden oder würde es reichen von innen?
 
J

Joedreck

Das reine Alter hat damit gar nix zu tun. Die Frage ist der Erhaltungszustand. Sofern an den Kellerwänden dauerhaft Feuchtigkeit steht und das Haus damals halbwegs vernünftig erbaut wurde, ist da nix einsturzgefährdet oder so.
Von innen dämmen würde ich dringend vermeiden, von außen den Keller nur wenn unbedingt notwendig. Sonst eben die Kellerdecke - sofern kein Wasser am Keller ansteht.

Wenn das Haus auf den aktuellen Stand gebracht werden soll (Anspruch), dann lohnt es sich wahrscheinlich nicht.
 
N

Neuling8989

Du meinst es ist einfachzu teuer mit einer kompletten Sanierung? Jemand hat angeboten den Keller innen und außen zu dämmen, dann soll meine Bekannte es lieber sein lassen. Sie wollte wenigstens den Keller sanieren lassen und den EG und dort erstmal nur wohnen, nicht im OG
 
11ant

11ant

Ich wüßte nicht, weshalb man "inkomplett" sanieren sollte, mindestens nicht im Sinne von "Auslassen von Vorhabenteilen". Sanierungspflichten energetischer Natur beziehen sich auf die oberste Geschossdecke "vorhandener", also nicht nur "aktuell genutzter" Geschosse. Rechtlich macht es also keinerlei Unterschied, ob sich die Bekannte mit dem Bewohnen einstweilig nur des EG bescheidet - auf der Dekor- oder Komfortebene darf sie frei unterlassen, was sie will. Eine "Komplett"modernisierung im Sinne von "alles in die Jetztzeit beamen" ist grundsätzlich nie wirtschaftlich (außer sie ist Homestaging Influencerin). Hier lautet meine Faustregel, daß beim halben Alter des Hauses der Punkt erreicht wird, wo eine Modernisierung über den Neubaupreis hinausgeht. In Zahlen bedeutet das: bei einem Originalbaujahr 1938 wird der Stand von 1982 erreichbar sein und jedes Mehr an Verjüngung die Kosten eines Neubaues überschreiten. 1982 bedeutet Fußbodenheizung ja, aber selbst im Internet die Sturmwarnungen lesende Rollladen nein; Dusche mit niedrigschwelliger Tasse aber nicht Walkin, Fliesen 20 x 20. Das Geld für neue Koax-Fernsehverkabelung kann man selbstverständlich in Access Points umleiten. Also nicht Vorkriegs-, aber eben nur Kohl-Zeit. Sanierung ist ein anderes Thema als Modernisierung: hier kann bzw. sollte man wenig(er) aufschieben, weil mehrschrittig teilweise auch mehrfach gemacht bedeutet. Man sollte gewerke- bzw. strangweise vorgehen; bspw. Fallrohre natürlich auch im DG gleich mit in Angriff nehmen. Wichtig ist, den Plan für den Maßnahmenkatalog sofort zu machen, statt jeden Schritt erst zu planen wenn w ieder das Geld dafür daliegt; und diesen Plan unbedingt mit einem im "Bauen im Bestand" erfahrenen Architekten zu machen (ich rede wohlgemerkt vom Maßnahmenkatalog, das muß man bei Laien ja immer nocheinmal extra mit dazusagen, sonst denken die beim Stichwort "Architekt" immer gleich an Grundrißdesign). Wer "Schritt für Schritt" saniert und modernisiert (und dann auch noch die potentiellen Auftragnehmer fragt, was wann wie gemacht werden sollte), der wird seine Kosten des Maßnahmenpaketes quasi im Handumdrehen verzwokommaachtfachen, wie ich im Grünen im Thema von "Bikerin91" vorgerechnet habe. Hier kann sie sich an @Joedreck, @HausiKlausi oder @LordNibbler orientieren. Das sind m.W. (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) sämtlich Selbstmodernisierer "laufend, im bewohnten Zustand und mit anderweitigen Brotberufen". Bei @In der Ruine weiß ich es gerade nicht, und @saar2and ist Bauhandwerker.
 
N

Neuling8989

Dann muss sie es sich genau überlegen, da ihr Budget nicht gerade hoch ist und sie das Dach noch nicht sanieren lassen will bzw kann
 
Zuletzt aktualisiert 11.01.2026
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