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ᐅ Haus auf Grundstück der Eltern - Erbschaftsprobleme?


Erstellt am: 26.02.20 12:52

Pianist27.02.20 19:45
Ich verstehe jedenfalls nicht, warum ich diesen Erkenntnisstand erst nach 20 Jahren gewinnen konnte. Auf jeder Zigarettenpackung steht, dass Rauchen ungesund ist. Und das weiß ja nun wirklich jedes kleine Kind. Aber auf dem Bauantrag damals stand bei "Bauen auf fremdem Grund" nicht sowas wie "Achtung, damit geht das Eigentum am Haus auf den Eigentümer des Grundstücks über". Welcher Normalbürger soll denn auf so eine Idee kommen? Ich habe jedenfalls nicht die geringste Lust, auf mein selbst bezahltes Haus auch noch Erbschaftssteuer zu zahlen. Ich bin eh gegen jede Form von Substanzsteuern.
Escroda27.02.20 20:04
Pianist schrieb:

Welcher Normalbürger soll denn auf so eine Idee kommen?
Welcher Normalbürger kommt auf die Idee, sein Haus auf fremden Grund zu bauen?

Aber was schreib' ich noch? Ich glaub', der hat Recht.
Pianist27.02.20 20:10
Aber warum hätte ich das nicht tun sollen? Schon meine Großeltern haben extra den Platz freigelassen, damit dort noch mal gebaut werden kann. Ich finde es eigentlich sensationell, dass mir das schon mit Mitte 20 möglich war. Und mit Mitte 20 kann man noch nicht alles wissen. Ist doch eigentlich logisch, oder?
Tassimat27.02.20 20:30
Was soll man da im Nachhinein noch groß ergründen?

Mit Mitte 20 ist man halt rechtlich erwachsen, aber für viele Dinge zu jung an Lebenserfahrung. In dem Alter steht Konsum und Vergnügung im Mittelpunkt. Die Chance auf ein Haus (Konsum) hat dich geblendet. Zudem hast du dich wohl blind auf deine Eltern verlassen und dich selber nicht drum gekümmert.
Pianist schrieb:

Ich habe jedenfalls nicht die geringste Lust, auf mein selbst bezahltes Haus auch noch Erbschaftssteuer zu zahlen. Ich bin eh gegen jede Form von Substanzsteuern.

Was interessiert den Staat worauf du Lust hast? Unabhängig davon, ob du diverse Steuern oder sogar das ganze Rechtssystem ablehnst, es gilt:
Ignorantia legis non excusat.

Genug gemeckert, jetzt will ich noch etwas konstruktives Beitragen:
Smialbuddler schrieb:

Der Erbfall, an dem sich hier abgearbeitet wird, ist doch das viel geringere Risiko. Viel gefährlicher ist der schon mehrmals erwähnte und ignorierte Fall des Pflegefalls. Dein Haus wird als Eigentümer nicht selbst bewohnt. [..]
Aber es besteht durchaus das Risiko, dass dein Haus zur Begleichung der Heimkosten verkauft werden muss.
Man könnte dir ein Wohnrecht im Grundbuch eintragen. Dann bist du geschützt. Das Wohnrecht mindert zudem den Wert des Grundstücks enorm, sodass die Erbschaftssteuer möglicherweise gesenkt wird. Müsste dir aber dein Steuerberater erklären können, welche Zahlen zur Bemessung der Steuer herangezogen werden. Im Zweifel könnte man aber auch erst mal das hintere Grundstück für die Heimkosten veräußern.
Pianist27.02.20 21:50
Das hintere Grundstück ist ja nicht bebaubar, von daher wohl auch nicht marktfähig. Ich werde mich mal auf die Suche nach einem geeigneten Anwalt/Notar und/oder Steuerberater machen.
ypg27.02.20 23:23
Pianist schrieb:

Ich habe jedenfalls nicht die geringste Lust, auf mein selbst bezahltes Haus auch noch Erbschaftssteuer zu zahlen. Ich bin eh gegen jede Form von Substanzsteuern.
Das haben wir mittlerweile verstanden. Dennoch nützt Dein Jammern nichts.
Pianist schrieb:

Niemand hat uns gesagt, dass dann das Haus nicht mir gehört
Unwissenheit schützt vor Torheit nicht. Manches Basiswissen muss man sich selbst aneignen. Das ging auch früher.
Pianist schrieb:

vielleicht anders gemacht. Auf so eine Idee kommt doch kein Nichtjurist.
Wenn man sich dann das Grundbuch anschaut... oder jemandem ein Geschenk macht, weiß man, dass Bezahlen und Eigentum nicht immer der gleichen Person zuzuordnen ist.
Pianist schrieb:

Ich finde es eigentlich sensationell, dass mir das schon mit Mitte 20 möglich war. Und mit Mitte 20 kann man noch nicht alles wissen. Ist doch eigentlich logisch, oder?
Mag sein, dass Deine Eltern Dich gekauft haben, Du denen aber nicht automatisch gehörst Passt, oder?
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