ᐅ Grundstück am Nordhang – nächste Schritte?
Erstellt am: 14.02.2021 08:49
AndyM92 14.02.2021 08:49
Hallo zusammen,
wir haben die Möglichkeit ein Hausbau-Projekt demnächst zu starten und sind uns als absolute Anfänger nicht ganz sicher über die sinnvollsten nächsten Schritte.
Hintergrund:
Meine Eltern haben uns (Frau und mir) angeboten, das unten dargestellte Grundstück zum Bau eines Einfamilienhaus zur Verfügung zu stellen.
Aktuell wohnen wir in einer gemütlichen Altbau Wohnung, Kinder sind in absehbarer Zeit geplant, dann wäre das Einfamilienhaus + kleiner Garten und die Nähe zu meinen Eltern ideal.
Bebauungsplan/Einschränkungen:
Größe des Grundstücks: 415 qm, Details unten
Hang: Ja, Nordhang, Details unten
Altes Baugebiet, kein Bebauungsplan / §34 Baugesetzbuch, im nachbarschaftlichem Umfeld alles vorhanden (z.B. 1-3 Geschosse, Pultdach, Flachdach, Satteldach)
Anforderungen der Bauherren:
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp: einfacher Baukörper, klar strukturiert, Dachform z.B. flaches Satteldach
Keller, Geschosse: mit oder ohne Keller (siehe Frage unten), auf jeden Fall 2 Stockwerke / Vollgeschosse
Anzahl der Personen: 2 Erwachsene (28, 27), noch keine Kinder, 2 Kinderzimmer geplant
Raumbedarf: optimiert für Familienleben, z.B. gefällt uns dieser Entwurf aus dem Forum ganz gut:
Büro: 1 Person Home Office
Schlafgäste pro Jahr: wenige bis keine
offene oder geschlossene Architektur: mix
konservativ oder moderne Bauweise: das Haus sollte sich ideal in den Hang einfügen, sonst sind wir flexibel
Anzahl Essplätze: 6-8
Kamin: nicht unbedingt
Musik/Stereowand: nein
Balkon, Dachterrasse: Holz-Terrasse in den Garten (sind gerne draußen), ggf. Dachterrasse wegen Ausblick
Garage, Carport: 2 KFZ Stellplätze innen oder im Freien / Carport
Nutzgarten, Treibhaus: kein Nutzgarten
Hier unsere Fragen:
1) Seht ihr das Grundstück als grundsätzlich geeignet an, ein Einfamilienhaus grob wie oben beschrieben umzusetzen?
Welches Budget würdet ihr hierfür in etwa kalkulieren („normaler Standard“)?
2) Die Hanglage und seitliche Zufahrt ist nicht ganz einfach. Wo würdet Ihr das Baufenster und den Haus-Zugang sehen?
3) Spricht das Gefälle unbedingt für einen Keller / Wohnkeller oder wäre aus Eurer Sicht auch eine Begradigung und Bau mit Bodenplatte ohne Keller zu empfehlen?
4) Freunde von uns haben kürzlich ein Massivholzhaus gebaut, das uns sehr gut gefällt.
Könnte man auf einen Beton-Keller auch ein Massivholzhaus errichten? Gibt es Baustoffe / Wandaufbau, die in Hanglage besonders zu empfehlen sind?
5) Wie ist das Projekt nun am besten anzugehen? Das Ergebnis wird unserer Meinung nur wirklich gut, wenn sich das Haus ideal in das relativ kleine Grundstück und den Hang integriert. Daher würden wir uns nun auf die Suche nach einem freien Architekten machen und diesen erst einmal unter Berücksichtigung der oben dargestellten groben Rahmenbedingungen frei planen lassen. Der GU-Planer oder Fertighaushersteller ist unseres Erachtens nur bedingt geeignet, da diese wohl eher ihre Haustypen an den Kunden bzw. das Grundstück irgendwie anpassen, was nicht unbedingt zum optimalen Ergebnis führt. Was denkt ihr?
Vielen Dank & Gruß!
Andy


wir haben die Möglichkeit ein Hausbau-Projekt demnächst zu starten und sind uns als absolute Anfänger nicht ganz sicher über die sinnvollsten nächsten Schritte.
Hintergrund:
Meine Eltern haben uns (Frau und mir) angeboten, das unten dargestellte Grundstück zum Bau eines Einfamilienhaus zur Verfügung zu stellen.
Aktuell wohnen wir in einer gemütlichen Altbau Wohnung, Kinder sind in absehbarer Zeit geplant, dann wäre das Einfamilienhaus + kleiner Garten und die Nähe zu meinen Eltern ideal.
Bebauungsplan/Einschränkungen:
Größe des Grundstücks: 415 qm, Details unten
Hang: Ja, Nordhang, Details unten
Altes Baugebiet, kein Bebauungsplan / §34 Baugesetzbuch, im nachbarschaftlichem Umfeld alles vorhanden (z.B. 1-3 Geschosse, Pultdach, Flachdach, Satteldach)
Anforderungen der Bauherren:
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp: einfacher Baukörper, klar strukturiert, Dachform z.B. flaches Satteldach
Keller, Geschosse: mit oder ohne Keller (siehe Frage unten), auf jeden Fall 2 Stockwerke / Vollgeschosse
Anzahl der Personen: 2 Erwachsene (28, 27), noch keine Kinder, 2 Kinderzimmer geplant
Raumbedarf: optimiert für Familienleben, z.B. gefällt uns dieser Entwurf aus dem Forum ganz gut:
Büro: 1 Person Home Office
Schlafgäste pro Jahr: wenige bis keine
offene oder geschlossene Architektur: mix
konservativ oder moderne Bauweise: das Haus sollte sich ideal in den Hang einfügen, sonst sind wir flexibel
Anzahl Essplätze: 6-8
Kamin: nicht unbedingt
Musik/Stereowand: nein
Balkon, Dachterrasse: Holz-Terrasse in den Garten (sind gerne draußen), ggf. Dachterrasse wegen Ausblick
Garage, Carport: 2 KFZ Stellplätze innen oder im Freien / Carport
Nutzgarten, Treibhaus: kein Nutzgarten
Hier unsere Fragen:
1) Seht ihr das Grundstück als grundsätzlich geeignet an, ein Einfamilienhaus grob wie oben beschrieben umzusetzen?
Welches Budget würdet ihr hierfür in etwa kalkulieren („normaler Standard“)?
2) Die Hanglage und seitliche Zufahrt ist nicht ganz einfach. Wo würdet Ihr das Baufenster und den Haus-Zugang sehen?
3) Spricht das Gefälle unbedingt für einen Keller / Wohnkeller oder wäre aus Eurer Sicht auch eine Begradigung und Bau mit Bodenplatte ohne Keller zu empfehlen?
4) Freunde von uns haben kürzlich ein Massivholzhaus gebaut, das uns sehr gut gefällt.
Könnte man auf einen Beton-Keller auch ein Massivholzhaus errichten? Gibt es Baustoffe / Wandaufbau, die in Hanglage besonders zu empfehlen sind?
5) Wie ist das Projekt nun am besten anzugehen? Das Ergebnis wird unserer Meinung nur wirklich gut, wenn sich das Haus ideal in das relativ kleine Grundstück und den Hang integriert. Daher würden wir uns nun auf die Suche nach einem freien Architekten machen und diesen erst einmal unter Berücksichtigung der oben dargestellten groben Rahmenbedingungen frei planen lassen. Der GU-Planer oder Fertighaushersteller ist unseres Erachtens nur bedingt geeignet, da diese wohl eher ihre Haustypen an den Kunden bzw. das Grundstück irgendwie anpassen, was nicht unbedingt zum optimalen Ergebnis führt. Was denkt ihr?
Vielen Dank & Gruß!
Andy
ypg 14.02.2021 10:15
AndyM92 schrieb:
5) Wie ist das Projekt nun am besten anzugehen?Zeichne doch einfach mal für Dich Haus und Garage drauf. Mach Schablone für Carport, Haus und Terrasse und verschiebe. Denk an die Höhenunterschiede.Dann stellst Du schnell fest, wie das Haus aussehen müsste.
Als nächstes würde ich zu einem Finanzberater gehen - das Grundstück verschlingt viel Kohle.
Dann der Architekt, genau!
11ant 15.02.2021 02:20
AndyM92 schrieb:
Raumbedarf: optimiert für Familienleben, z.B. gefällt uns dieser Entwurf aus dem Forum ganz gut: Da habt Ihr immerhin dreieinhalb Jahre tief im Forum gegraben. Welche anderen Beispiele habt Ihr weniger gut gefunden, und warum, bzw. was gefällt an diesem so gut ?AndyM92 schrieb:
Freunde von uns haben kürzlich ein Massivholzhaus gebaut, das uns sehr gut gefällt.Auch hier die Frage: was sind denn die Besondersgefallpunkte an deren Haus ? - grundsätzlich ist ein Holzmassivhaus in seinen Möglichkeiten nicht wesentlich anders, d.h. man würde sowohl das Haus der Freunde wohl ebenso auch aus anderen Materialien "nachbauen" können als auch umgekehrt ein ganz anderes Haus auch holzmassiv.AndyM92 schrieb:
Seht ihr das Grundstück als grundsätzlich geeignet an,Was ist mit den Nachbargrundstücken planlinks und planuntenlinks: müßt Ihr denen mit Wegerechten dienen ?AndyM92 schrieb:
Daher würden wir uns nun auf die Suche nach einem freien Architekten machen und diesen erst einmal unter Berücksichtigung der oben dargestellten groben Rahmenbedingungen frei planen lassen. Der GU-Planer oder Fertighaushersteller ist unseres Erachtens nur bedingt geeignet, da diese wohl eher ihre Haustypen an den Kunden bzw. das Grundstück irgendwie anpassen, was nicht unbedingt zum optimalen Ergebnis führt. Was denkt ihr?Das ist eine weise Entscheidung, auch wenn die GU heutzutage meist "frei" planen. Aber vereinfacht gesagt bedeutet Planung mit dem GU-Zeichenknecht "Trockenbau anstatt Detailplänen" und "Nichtausmerzen von mangelhaften Bauherrenideen". Und ja, meistens irgendwie "lieblos druntergeschobene Keller". icandoit 15.02.2021 10:00
Dein Hoehenplan ist nicht klar. Zeichne doch mal die Hoehenlinien ein Alle 0.5 m.
Ist das im Norden das Haus der Eltern?
Ist das im Norden das Haus der Eltern?
icandoit 15.02.2021 10:14
Stell mal einige Bilder der Umgebung ein. Googlemapausdruck ist auch hilfreich.
hampshire 15.02.2021 10:19
zu 1.: Das Grundstück ist für ein Einfamilienhaus Bau geeignet - Einschränkungen könnten durch Bebauungsplan und Wegerechte gegeben sein. Budget schätzen - mal sehen, was Architekt*In sagt.
zu 2.: Die Zufahrt für die Fahrzeuge würde ich an den untersten Grundstückspunkt legen und ggfs. etwas Wegstrecke von Auto bis Haus in Kauf nehmen. Die teure Lösung wäre unter das Haus in den Keller einzufahren. Zufahrt und Hauszugang müssen nicht gleich sein.
zu 3.: Bei der Grundstücksgröße tendiere ich zum "Wohnkeller". Das ist raumökonomischer und schont bei gleicher Hausgröße das Budget.
zu 4.: Natürlich geht Massivholz auf Betonkeller. Allgemein würde ich jede Wand, die mit dem Erdreich in Verbindung steht aus Stahlbedon ausführen und die anderen Wände aus Holz.
zu 5.: Gute Idee mit einem Architektenbesuch zu beginnen.
zu 2.: Die Zufahrt für die Fahrzeuge würde ich an den untersten Grundstückspunkt legen und ggfs. etwas Wegstrecke von Auto bis Haus in Kauf nehmen. Die teure Lösung wäre unter das Haus in den Keller einzufahren. Zufahrt und Hauszugang müssen nicht gleich sein.
zu 3.: Bei der Grundstücksgröße tendiere ich zum "Wohnkeller". Das ist raumökonomischer und schont bei gleicher Hausgröße das Budget.
zu 4.: Natürlich geht Massivholz auf Betonkeller. Allgemein würde ich jede Wand, die mit dem Erdreich in Verbindung steht aus Stahlbedon ausführen und die anderen Wände aus Holz.
zu 5.: Gute Idee mit einem Architektenbesuch zu beginnen.
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